Air Fuel Synthesis gewinnt Benzin aus Wasser und Luft

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Das zumindest behauptete das Unternehmen mit Sitz im Norden Englands von sich selbst, als es die Ergebnisse seiner Forschungen im Rahmen der Engineering Conference in London präsentierte. Zu Recht?

Das zu diesem Zweck entwickelte Verfahren wirkt – besonders im Hinblick auf den Ertrag – zwar relativ kompliziert und aufwändig, entschädigt diesen aber durch seine Funktion selbst: Tatsächlich konnte man geringe Mengen Benzin aus Luft und Wasser gewinnen. Als Basis des Treibstoffzaubers dienen Natrium Hydroxide, aus denen in Verbindung mit Kohlendioxiden der Atmosphäre Natriumcarbonat entsteht. Elektrolysiert entsteht daraus wiederum reines CO2,  aus dem in Kombination mit Wasserstoff Methanol gewonnen wird, aus dem sich letztlich durch ein kompliziertes, chemisches Verfahren Benzin gewinnen lässt.

Ob die Methode allerdings als Lösung der problematischen Treibstoffversorgung herhalten kann, ist mindestens fraglich: Zunächst mangelt es dem Verfahren an der nötigen Effizienz, die mit fünf Litern innerhalb eines dreimonatigen Testlaufs nicht gerade hoch ausfällt. Erschwerend kommt hinzu, dass auch diese Methode nicht ohne Energie auskommt – ob der Bedarf in Relation zur gewonnenen Menge Benzin steht, wird wohl nur die Zukunft zeigen können. [Jamie Condliffe / Johannes Geissler]

[Telegraph, Independent ]

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  1. naja, man kann im Endeffekt aus allen Kohlenwasserstoffen schlussendlich „Benzin“ herstellen. Das ist nichts neues und schon ewig bekannt und machbar. Nur benötigen diese Vorgänge Energie und Zeit. Und sogar mehr Energie als im Endeffekt dabei rauskommt.

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