Apples öffentliche „Entschuldigung“ erreicht britische Zeitung

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Nachdem Apple gerade erst von Seiten des Gerichts dazu verdonnert wurde, die Bekanntgabe des Urteils, nach dem Samsung nicht das Design des iPads kopiert habe zu überarbeiten und auf der Startseite zu platzieren, erreichten die unfreiwilligen Worte aus Cupertino nun auch die britische Zeitung "Guardian" - in gekürzter Form und ebenfalls ohne jede Spur von Reue.

Ähnlich dem vorangegangen Online-Exemplar stellen auch die gedruckten Worte dabei allenfalls eine Zusammenfassung des Rechtsstreits dar: Auch hier finden sich statt einer Entschuldigung lediglich die wichtigsten Fakten nebst einem Link zum Urteil, der in einer Zeitung zudem kaum deplatzierter hätte wirken können – wenigstens entfällt auf Papier ein großes Stück der online demonstrierten Arroganz, mit der man offenbar selbst aus einer Niederlage vor Gericht noch für den Konzern Nutzen ziehen wollte.

Apple war im Juli diesen Jahres im Rahmen eines Rechtssreits durch den britischen Richter Colin Birrs auferlegt worden, das Urteil, nach welchem Samsung mit der Galaxy-Tab Reihe entgegen der Vorwürfe Apples nicht das Design des iPads kopiert habe, öffentlich auf der eigenen Webseite als auch innerhalb örtlicher Zeitungen aufzuführen. In Anbetracht der Tatsache, dass die Problematik der eigenen Maps Cook sogar ein „We are extremely sorry..“ entlocken konnte hätte diese aber durchaus deutlicher ausfallen können. [Gary Cutlack / Johannes Geissler]

[Twitter via Gizmodo UK]

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  1. …der Kontext wäre nett gewesen…

    Wofür soll sich Apple entschuldigen?

    So bleibt man als Leser mit einem großen Fragezeichen zurück.

    1. Der Kontext steht in den 599 Artikel die in den letzten 3 Wochen verfasst wurden. Ich denke mittlerweil dürfte dieser bekannt sein und bedarf keiner erneuten Erwähnung

  2. Naja, wieso denn auch Reue… wie würdet Ihr Euch denn verhalten, wenn Euch Jahre der Forschung nicht nur durch dreiste Kopieraktionen gestohlen werden, sondern nach Einlegen von Rechtsmitteln ein unfähiges Gericht sogar verlangt, dass Ihr Euch für diesen Schritt entschuldigen müsst.
    Es ist ja wohl unstrittig, dass Apples Patente verletzt wurden. Diskussionswürdig hingegen ist, ob diese Patente je hätten erteilt werden dürfen. Solange diese aber aufrecht erhalten werden, müssen dem Patentinhaber auch die entsprechenden Rechte zugebilligt werden – so jedoch ist das Gerichtsurteil ist eine Schande.

    1. Hm,
      welchen IQ hatten die Apple Entwickler, um „Jahre der Forschung“ nötig zu haben, nur um den beanstandeten Design zusammenzubasteln ?

      1. Es scheint einfach, ein Produkt wie das iPhone oder das iPad zu designen – wenn es etwas vergleichbares jedoch noch nicht gibt, sind hunderte von Entwürfen, Analysen, Verwürfe und Neuanfänge erforderlich, bis schließlich die optimale Form, Größe usw. mit dem dazu passenden Bedienkonzept vorliegt und die Umsetzung in die Serienreife starten kann. Kopierer sparen mindestens diesen Aufwand, meist warten sie sogar erste Vorserienexemplare ab, dann sparen sie sogar den Großteil der Entwicklung…

  3. Erzählt Ihr uns auch irgendwann, wofür sich Apple da entschuldigen musste? Oder müssen wir das erraten?

    Diese Fragen muss jeder Journalist in seinen Beiträgen beantworten (Die 6 W des Journalismus):
    Wer? Was? Wann? Wo? Warum? Wie?
    Ihr habt das „Warum“ vergessen. Böser Anfängerfehler!

  4. OK, fassen wir zusammen:

    1. Samsung kopiert Apple
    2. Apple geht vor Gericht
    3. Richter argumentiert, dass Samsung nicht kopiert hätte, schliesslich seien die Geräte weder so cool wie die von Apple, noch hätten sie die selbe, simple Eleganz.
    4. Richter verlangt, dass sich Apple öffentlich entschuldigt für die nicht gerechtfertigte (naja, das ist wohl Ansichtssache!) Klage gegen Samsung.
    5. Apple macht was der Richter fordert, mit den selben Worten, welche der Richter bei der Utteilssprechung argumentierte.
    6. Richter unterstellt Apple, sie würden sich kindisch benehmen, die Entschuldigung sei eine Frechheit.

    Und jetzt soll mal einer sagen dieser Richter sei noch ganz dicht…

  5. Für Apple typische überheblich Arroganz,
    die nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch gegenüber Appels- Oper-User praktiziert wird.
    Einige Beispiele dafür sind:

    1. Kundenversklavung durch Inkompatibilität, um Verbraucher noch mehr durch überteuertes Zubehör zu versklaven und abzuzocken.
    2. Wucherpreise mit ca. 45 % Marge.
    3. Bauweise die sehr teure Reparaturen erfordert, um den Verbraucher zusätzlich abzuzocken.
    4. Kundendaten- Bespitzelung.
    5. Zensur von Informationen / Medien Zugriff !
    6. Ausbeutung von Arbeiter in China (Lohnkosten für zusammenbauen von iPhone liegen unter 10 $.
    7. Apple verteuert die Technik, und bremst den Fortschritt / Innovationen / Weiterentwicklungen, zum Nachteil der Verbraucher.

  6. Steht nicht im ersten Satz worum es geht? Ansonsten scheinen ja nur wieder die üblichen Fanboys unterwegs zu sein. Gefordert wurde vom Richter eine Entschuldigung gegenüber Samsung. Anstatt sich zu entschuldigen hat Apple das mal eben in eine „basta!“ Marketing Kampagne umfunktioniert.

  7. Ok, fassen wir zusammen (für nicht-Apple-Fanboys):
    1. Samsung (ein wichtiger Hersteller und Zulieferer von Apple) baut ein Tablet
    2. Apple geht vor Gericht, weil Apple das Patent für alle Pad-artigen Geräte dieser Welt beansprucht
    3. Richter sieht ein, dass das Blödsinn ist. Er argumentiert u.A. mit völlig unterschiedlichem Design.
    4. Richter verlangt, dass sich Apple öffentlich für diese Patent-Trollerei entschuldigt indem das Gerichtsurteil veröffentlicht wird.
    5. Apple benimmt sich kindisch bei der Veröffentlichung (wer das Buch über Steve Jobs gelesen hat, weiß EXAKT, worauf der Richter sich da beim Apple-Management bezieht)
    6. Richter muss sich daraufhin NOCHMAL mit dem Mist befassen und Apple wie nem aufmüpfigen Schulkind einen Rüffel erteilen

    1. Zu 1.: sollte ergänzt werden in „Samsung (ein wichtiger Hersteller und Zulieferer für Apple) nutzt seine exponierte Lage, fertigt von den Apple-Konstruktionsplänen fleißig Kopien und baut ein „eigenes“ Tablet“
      Zu 3.: sollte korrigiert werden in „Richter ist unfähig, interpretiert daher bestehendes Patent falsch und glaubt, dass das Blödsinn ist…“
      Zu 4 bis 6: die Bezeichnungen/Attribute „Trollerei“, „kindisch“ und „aufmüpfig“ sind aus der Sicht eines Unfähigen durchaus nachvollziehbar.

    2. Nik77

      Leider schreibst du hier offensichtlich Blödsinn. Alleine schon Punkt 3 kann man, wenn man nur das Urteil und deren Begründung durch den Richter liesst, als glatte Lüge erkennen. Somit muss man sich mit dem schwachsinnigen Rest garnicht abgeben (dir ist schon klar, dass Samsung angestellte vor Gericht zugegeben haben, dass es ihre Aufgabe war, das iPad zu imitieren, oder? Kann man alles nachlesen, wenn man nur will)

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