Die 12 seltsamsten Hybrid-Gadgets der letzten 40 Jahre

Das Microsoft Surface versucht den Spagat zwischen Notebook und Tablet - aber es ist natürlich nicht das erste Gadget, dass in zwei Rollen schlüpfen will. Wir haben zwölf Beispiele von Gadgets herausgesucht, die auf seltsame Art und Weise miteinander verbunden wurden.

Viele Gadgets, die in den letzten 40 Jahren auf den Markt kamen, versuchen mehrere Funktionen zu vereinen, die oft auf den ersten Blick gar nichts miteinander zu tun haben. Wir haben einige kuriose Beispiele herausgesucht aber auch solche, die durchaus Sinn machen und die es in teils abgewandelter Form noch heute gibt.

IBM 5120


Der Mac war nicht der erste All-In-One-Computer. Diese Ehre gebührt dem HP 9810 von 1971. Er verband einen Computer, eine Tastatur und ein sehr simples LED-Display, mit dem Zahlen und Buchstaben angezeigt wurden. Eigentlich war es nur ein Luxustaschenrechner. 1980 erschien mit dem IBM 5120 der erste traditionelle Röhrenmonitor mit PC im gleichen Gehäuse. Apples Lisa – ebenfalls eine solche Kombination – erschien erst 1983.

Scanntronic Scanner-E


Firmen wie HP bieten Multifunktionsgeräte an, die Drucker, Scanner, Kopierer und Fax verbinden. Der Scanntronic war eine kleine Box, die man auf den Schlitten eines beliebigen Matrixdruckers setzte. Damit ließen sich diese Funktionen außer dem Fax schon in den 80er Jahren realisieren. Das Scannen von Dokumenten wurde mit Unterstützung eines Commodore C64 realisiert.

Foto: MOS6502

Boombox TV


Verbindet einen Ghettoblaster und einen TV und ihr habt das ultimative Gadget der Teenager aus den 80er Jahren – aber besonders viel gebracht hat es nicht – denn der Empfang war mies und der Bildschirm einfach viel zu winzig. Aber es funktionierte.

Foto: Flowizm

TV-Videorekorderkombination

Die TV-Videorekorderkombination stammt aus den 70er Jahren und wurde über die Jahre hinweg immer wieder einmal in einer neuen Version auf den Markt gebracht. Sony hatte sogar einmal einen Betamax-TV im Angebot. In den 80ern wurden diese Kombigeräte relativ populär. Das Problem war nur, dass bei einem Defekt des Videorekorders auch gleich der Fernseher mit in die Werkstatt musste.

Foto: Brian Derksen

WebTV

In den 90er Jahren waren Computer noch beige Boxen, die man im Homeoffice unter dem Tisch versteckte. Ein ehemaliger Apple-Mitarbeiter hatte eine geniale Idee. Man könnte doch auf Websites vom Fernseher aus zugreifen. Leider waren die Fernseher damals alles andere als hochauflösend und die Box mit Fernbedienung und Tastatur ziemlich mühsam zu bedienen – und dadurch konnte man auch nur sehr langsam E-Mails schreiben. Aber immerhin wurde WebTV von Microsoft gekauft. Und wegen der Verschlüsselungstechnik an Bord wurde die Hardware von den US-Behörden als Waffe eingestuft.

Foto: Web Reference

Sharp J Telefon

Das Sharp J wurde zusammen mit Philippe Kahn entwickelt – und er war auch der erste, der ein Bild über ein Handy verschickte. Das Sharp J wurde im Jahr 2000 in Japan auf den Markt gebracht, nahm Fotos mit 256 Farben und 110.000 Pixeln auf. Damals war das toll.

Nokia NGage

Lange bevor Apple und Google Spieleentwickler überzeugten, dass man mit Games für Smartphones Geld verdienen kann, versuchte das Nokia schon einmal. 2003 versuchte das finnische Unternehmen, tragbare Spielekonsolen mit Telefonfunktion auf den Markt zu bringen. Leider schaffte es das NGage aufgrund seiner Hardware und fehlender Spieletitel nicht, den Gameboy Advance vom Thron zu stoßen.

Iomega NAS 100D

Network Attached Storage gab es 2004 schon, aber das Iomega NAS 100D war mit das erste, bei dem ein WLAN-Modul mit einer Festplatte (160 GByte) verbunden wurde. Damit konnte man seine Daten drahtlos nutzen – was bislang nur mit Kabeln ging. Geräte wie Apples Time Capsule basieren noch heute auf diesem Konzept.

Playstation 2

Geräte wie das Sega CD ud die PS1 konnten Audio CDs abspielen – aber als richtiges Hybridgerät wurde erst die Sony PS 2 wahrgenommen, die DVDs abspielen konnte. Nintendo und Sega bauten diese Funktion nicht ein – Nintendo sagte sogar ganz klar, dass man diese Segmente nicht vermengen wollte. Heute ist natürlich auch die Xbox in der Lage, DVDs abzuspielen.

Livescribe Pentop

Der Livescribe ist ein sehr seltsames Hybridgerät. Der Stift kann handgeschriebene Notizen digitalisieren, ist aber auch ein Diktiergerät und kann die Notizen synchron mit den Audioaufnahmen speichern. Außerdem ist es ein Taschenrechner und Wörterbuch mit einem kleinen Display an der Seite, auf dem die Ergebnisse angezeigt werden. Vor dem Siegeszug der Tablets und Ultrabooks war das eine relativ gute Möglichkeit, mit wenig Gepäck Notizen digital zu erfassen.

Foto: Livescribe

Canon 5D MK II

Die Canon 5D war natürlich nicht das erste Gerät, das Fotos und Videos aufnahm – aber die erste DSLR, der dieses Kunststück in so hoher Qualität gelang, dass auch Profis darauf aufmerksam wurden. Mit ihrem 21-Megapixel-Sensor kann sie 1080p Video aufnehmen – unter anderen mit 24p und 30p. Bei 720p können sogar 60 Bilder pro Sekunde aufgezeichnet werden. Wegen der relativ vielen preiswerten Optiken (verglichen mit echten Filmkameras) und ihres geringen Preises wurde die Kamera bald in zahlreichen TV- und Kinoproduktionen eingesetzt. .

Nikon CoolPix S800c

Es gab schon vorher WLAN-Digitalkameras, die Fotos zum Rechner oder auf Online-Bilderdienste hochladen konnten. Aber keine davon war zuvor mit einem Standard- Betriebssystem ausgeliefert worden. Diese Ehre wurde der Nikon CoolPix S800c zuteil, auf der Android läuft. Wer will, kann selbst Android-Apps zum Bearbeiten der Bilder installieren.

Kennt ihr noch mehr Geräte von dieser Art? Dann schreibt es in die Kommentare, am besten mit einer kurzen Beschreibung.

[Adrian Covert / Andreas Donath]

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  1. War nicht das Toshiba Portégé dass erste Subnotebook? Dazu auch das erste Notebook mit einem Touch-Display? Meine es war das M700 … Dann auch dass nie veröffentliche Motorola MPX 300 mit schwenkbarem Display, vollwertiger QWERTY-Tastatur und Touch-Display mit Eingabestift. Hab sogar eins zu Hause rum liegen :D

  2. Zitat: “Bei 720p können sogar 60 Bilder pro Sekunde aufgezeichnet werden.”
    Woher habt Ihr diese Information? Wüsste nicht, dass das auf der Mark II möglich ist.
    Lasse mich hierbei aber gerne eines Besseren belehren.

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