University of Tokyo: Mit Augmented Reality zum Wunschgewicht

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Mit einem äußerst motivierenden, weil kaum aufwändigen Diät-Ansatz wollen Forscher der University of Tokyo bereits erste Erfolge erzielt haben: Probanden, deren Portionen durch Augmented Reality virtuell vergrößert wurden, aßen daraufhin deutlich weniger als zuvor.  

Nach eigener Aussage konnten die Forscher dabei bereits bei einer um 50 Prozent vergrößerten Mahlzeit eine Minderung der Nahrungsaufnahme um 10 Prozent verzeichnen, wohingegen verkleinerte Lebensmittel zu gesteigertem Konsum führten – von einem Mahl, das uns etwa ein Drittel kleiner erscheint als es tatsächlich ist, essen wir nach den Erkenntnissen der Forscher gerne etwa 15 Prozent mehr. Die Veränderungen der Größe erfolgt dabei lediglich am Nahrungsmittel selbst, Hände und sonstige Überbleibsel der Realität dürfen ihre gewöhnliche Größe behalten.

Einzig die Tatsache, dass es unserem Gehirn scheinbar wenig, um nicht zu sagen gar kein Kopfzerbrechen bereitet, dass dieser toll große Keks überwiegend aus Pixeln zu bestehen scheint, halte ich für bedenklich – dem Erfolg der Technik tut das aber keinen Abbruch. [Andrew Liszewski / Johannes Geissler]

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[DigInfo TV]

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  1. Klingt nach einem sinnvollen Ansatz, wenn man mal gesehen hat wie halbseitig gelähmte Hemiphlegiker beispielsweise immer genau die linke oder rechte Hälfte ihres Tellers leer essen. Das, und auch das “Ignorieren” von halben Buch-, oder Zeitungsblättern muss den Betroffenen erst mit Training wieder abgewöhnt werden und zeigt, wie sehr man dazu neigt, die Rolle des Gehirns im Alltag zu unterschätzen.

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