Die 9 größten Verschwendungen von Googles Zeit und Geld

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Von Google gab es schon so viele Produkte und Dienste, die mit großem Tam-Tam angekündigt wurden und dann sang und klanglos wieder in der Versenkung verschwanden, dass es sich lohnt, sie einmal aufzulisten. Wer erinnert sich noch an Google Buzz, Goggles, das Nexus Q, Pool Party und alles andere, was Google für viel Geld entwickelte und dann zusehen musste, dass es nicht benutzt wird.

Gerade erst haben die Entwickler von Google mit Jam with Chrome so etwas wie Garageband für den Browser vorgestellt. Sehr cool. Aber vermutlich wird das wieder so ein Produkt sein, das nach kurzer Zeit wieder verschwindet. Das scheint Google öfter zu passieren. Irgendjemand entwickelt etwas neues, die Idee findet beim Management gefallen, wird zu einem Produkt gemacht und geht dann den Bach herunter, weil die Anwender, die es benutzen sollen, es entweder nicht verstehen oder schlicht nicht brauchen.

Das ist vollkommen in Ordnung. Wir versuchen alle neue Wege zu gehen und probieren aus, was funktioniert und was nicht. Es ist nur interessant mit anzusehen, wieviel Zeit und Geld Google in den letzten Jahren dabei verschwendete.

Hier sind die größten Vernichter von Arbeitszeit und Geld, die Google in den letzten Jahren vorstellte.

Google Wave

YouTube Preview Image

Kann sich noch jemand an Google Wave erinnern. Vielleicht schon. Es hieß damals, das System solle allen Ernstes E-Mails ersetzen. Es sollte viel besser sein als gewöhnliche E-Mails. Und auf einmal wurde es wieder eingestellt.

Nexus Q

Niemand hatte wirklich erwartet, dass das Nexus X irgendetwas Bahnbrechendes sein wird. Als Google das Streaming-Gerät vorstellte, hatte man wenigstens die Hoffnung, dass alle Inhalte des Play Stores damit zusammen gefasst werden könnten. Und egal was man über das kugelförmige Design dachte – es wird sehr viel Geld gekostet haben, das Gerät zu entwickeln. Nun kann man es nicht einmal kaufen. Ruhe in Frieden, kleiner Google-Ball.

Pool Party und Disco

Pool party. POOL PARTY. Google hat wirklich einmal eine App namens Pool Party entwickelt. DIe Idee war, damit Fotos zu teilen. Die App wurde von dem gleichen Team entwickelt, das auch Slide auch Disco Messaging entwickelten.
Google hatte für Slide 187 Millionen US-Dollar ausgegeben. Was dann die Entwicklung der anderen Apps kostete, ist leider nicht bekannt. Trotzdem – alles wurde eingestellt.

Google Buzz

Google Plus kennen zwar eine Menge leute, aber ob es wirklich so ausgiebig genutzt wird, sei einmal dahin gestellt. Aber es existiert wenigstens noch. Aber Google Buzz? Nachdem klar war, dass das ganze ein Datenschutz-Armageddon ist, wurde es schnell still um das einstige Prestigeprojekt von Google.

Cinemagraph-Einladungen

Ein vielleicht dem ein oder anderen unbekanntes Feature von Google Plus sind die Einladungsfunktionen. Diese erweiterte Google um sogenannte Cinemagraphen. Das sind nichts anderes als animierte GIFs – wobei der besondere Reiz darin besteht, dass sich nur ein sehr kleiner Teil des Bildes bewegt und der Rest statisch ist. Das hört sich etwas strange an – und vermutlich empfanden es auch die Benutzer so.

Google Goggles

Mit Google Googles kann man seine Kamera auf Sehenswürdigkeiten, Gemälde und alle möglichen anderen Gegenstände richten und erfährt dann über Googles Mustererkennung, was man da gerade fotografiert hat. Das ganze funktioniert mit einer Mustererkennung und ist eigentlich eine cooles Sache. Das Problem ist nur, dass nur ein verschwindend geringer Teil der Nutzer überhaupt weiß, dass so etwas existiert und offenbar nur wenige es überhaupt ausprobierten.

Mail Goggles

Was für ein tolles Ergebnis von Googles Firmenpolitik, bei der die Mitarbeiter einen kleinen Teil ihrer Arbeitszeit für Privatprojekte verwenden dürfen, die sie sich selbst ausdenken. Damit soll verhindert werden, dass man im zugekifften oder betrunkenen Zustand E-Mails verschickt, die man später bereut. In den späten Abendstunden lassen sich bei aktiviertem Mail Goggles E-Mails nur verschicken, wenn man zuvor in einer vorgegebenen Zeitspanne ein paar Rechenaufgaben korrekt löst. Wer lässt sich so an die Leine nehmen?

Und dann gibt es noch zwei Projekte, die zwar noch laufen, aber unserer Meinung nach ebenfalls das Potential haben, viel Geld zu vernichten.

Google Glasses

Ja, wir finden die Google-Brille auch sehr interessant. Terminator, Iron Man – und unser Leben als Film. Super. Nur – die meisten werden diese Brillen nicht tragen. Sie werden nicht so funktionieren, wie die Filmvorbilder. Wenn diese Brille jemals auf den Markt kommen sollte, wird sie mit einer geringen Akkulaufzeit zu kämpfen haben und der Anwender könnte zum Beispiel beim Fokussieren auf die Inhalte Ermüdungserscheinungen zeigen. Letztlich wird das Ganze so etwas wie eine aufgemotzte GoPro-Actionkamera in Augenhöhe sein.

Googles fahrerloses Auto

Das fahrerlose, autonom steuernde Auto ist sicher eine technologische Errungenschaft. Genau wie das Segway. Auch wenn es interessant ist zusehen, wie ein fahrerloses Auto durch die Gegend braust – die rechtlichen und versicherungstechnischen Hürden wird auch die beste Technik nicht umgehen können. Ist das Auto für Unfälle verantwortlich? Was ist, wenn ein Fußgänger nicht erkannt und überfahren wird? Wird dann das Auto, Google oder doch ihr als Autobesitzer bestraft? Wer will das als erster ausprobieren? [Kyle Wagner / Andreas Donath]

[Via gizmodo]

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  1. Kann sein, dass einige der Produkte untergegangen sind. Ich finde es aber lobenswert, dass der Konzern erst einmal die Kreativität aufbringt, soetwas zu entwickeln, dann noch Geld dafür ausgibt und es wenigstens versucht.

  2. Wen habt ihr da bitte an die Tastatur gelassen?

    Mail Google ist eine tolle Funktion und war sicher schnell implementiert -> kaum kosten.
    Googles nutze ich sehr häufig -> bester QR-Code Scanner
    Glasses und autonomes Fahren sind DIE Zukunftstehemen. Wie allgemein bekannt ist muss man erst einmal in Forschung investieren, bevor man die Früchte ernten kann.

    Einen derart schlechten Artikel habe ich selten gelesen

      1. Ich denke, die Ausführungen sind Bullshit! Sowohl Google glasses wie auch die selbstfahrenden Autos sind noch nichteinmal fertig entwickelt und ihr schreibt schon von einem Fehlschlag? Glasses ist eins der interessantesten Projekte die in der letzten Zeit vorgestellt wurden und an selbstfahrenden Autos wird überall auf der Welt geforscht, sogar vom US-Militär. Es gibt auch „Rennen“ speziell für solche Autos und Google sind die, die als erstes so weit waren, dass das Teil auf öffentlichen Straßen fahren durfte.

    1. Also bei Glasses bin ich skeptisch, aber das self-driving car ist definitiv die Zukunft. Das in diesem Artikel auszufuehren finde ich falsch. Es ist halt noch neue Technik, aber ich denke das bis zur marktreife der Technik auch die rechtlichen Rahmenbedingungen geklaert sind. Allgemein muss man sagen das Google, wie alle Unternehmen der IT-Branche, wo Innovationen lebt. Also solange sie es sich leisten koennen, sollten sie so weitermachen. Allerding gibt es auch einige Unternehmen, die durch zu massive Ausweitung der Produktpalette und den damit verbundenen Flops pleite gegangen sind.

  3. einfach mal bei noch laufenden projekten sagen, dass sie nicht funktionieren werden.
    niemand hätte vor dem iphone gedacht, dass soviele leute in so kurzer zeit auf smartphones umsteigen.
    ich persönlich habe bis vor kurzem keinen nutzen in tablets gesehen.
    passt auf, dass ihr euch mit euren prognosen nicht irrt.

    1. Nun – die Straßenzulassung in Kalifornien ist zwar abgezeichnet worden vom Gouverneur aber: „The bill instructs the DMV to adopt the new regulations as soon as practicable but no later than January 1, 2015.“ Das DMV ist so was wie die Straßenzuassungsbehörde. Bis 2015 muss also die konkrete Verordnung stehen, damit man ein selbstfahrendes Auto in diesem Bundesstaat zulassen kann. In Nevada ist ähnliches geplant. In Deutschland sieht die Situation vollkommen anders aus.

      https://sites.google.com/site/sb1298signingevent/home/press-release-from-governor-s-office

      http://www.dmv.ca.gov/portal/home/dmv.htm

      http://www.focus.de/auto/news/autonome-autos-mehrheit-ist-kritisch_aid_835090.html

      1. Tschulljunk, aber du wirfst hier völlig verschiedene Sachen in einen Topf. Genauer: im Falle der genannten US-Staaten die rechtliche Seite, und im Falle Deutschlands die Meinung der uninformierten Öffentlichkeit. So etwas ist mindestens schlechter Journalismus.

        Zu den Fakten: auch in den USA steht die Bevölkerung selbstfahrenden Autos kritisch gegenüber. Und auch in Deutschland laufen auf administrativer Seite Vorbereitungen, um die Rahmenbedingungen für den Einsatz selbstfahrender Autos abzustecken, unter anderem befasst sich die Bundesanstalt für Straßenwesen mit diesem Thema.

        Unterm Strich: selbstfahrende Autos werden kommen. Die uninformierte Öffentlichkeit wird darauf aber erwartungsgemäß reserviert reagieren.

  4. Was auch immer der artikel soll Goggles verwende ich als QR code Reader häufig Die schicken animierten Gifs bei Google+ finden zumindest bei den leute die ich kenne guten anklang. und das wohl wichtigste ist wenn man nichts neues versucht ist man ehhm Apple ?
    Zu Google Wave ich hab das Programm damals zum arbeiten geuzt ich fand es war interessant,
    Und selbstfahrende Autos ich nenne das nicht Fehlschlag sondern Forschung aber das ein kleiner fehlschlag viel interessanter ist als ein Großer erfolg ist uns ja alle kla

  5. Geldverschwendung? Wie funktioniert das denn? Ist es jetzt nirgends mehr? Google ist eines der wenigen wirklich Innovativen Unternehmen, und das kann es nur sein, indem es sich Experimente erlaubt, die auch mal schief gehen dürfen.

    Und ja, Google Goggles verwende in der Praxis gelegentlich.

  6. Mit diesem Artikel seid ihr auf Chip und Bild Niveau!
    Ein Redakteur bzw. Blogger ist schlauer und weitsichtiger als ein milliardenschweres Unternehmen mit großem Forschergeist.
    Die Thesen haben soviel Wert wie die eines Wahrsagers…

  7. Welche Daseinsberechtigung hat dieser Artikel denn bitte?! Genau, gar keine!

    Ihr solltet hier in diesem sogenannten „Digital Lifestyle BlogMagazin“ mal ein wenig von den vielen schlecht recherchierten Artikeln wegkommen und euch hin zu gut geschriebenen Artikeln mit fundierten Argumentationen entwickeln. Wenn ich verantwortlicher Redakteur wäre, dann würde ich mit dem Autor mal ein Wörtchen sprechen und fragen, ob er wirklich weiß was er da tut.

    Das hier grenzt nicht einmal entfernt an Journalismus, sondern ist reiner Populismus zu einem nahezu frei aus der Luft gegriffenen Thema. Herr Donath, wissen Sie was Sie da tun?!

  8. Schliesse mich hier den Kritikern des Artikels an. Selbst wenn sich ein Produkt nicht durchsetzt, die Entwicklung fliesst in neue Produkte ein (z.B. von Wave zu Drive). Abgesehen das es ohne Experimente keine neuen Produkte geben würde. Sehr seltsamer Artikel …

  9. Google goggles wurde im deutschen Play store bereits über 10.000.000 mal runtergeladen.
    Also völlig unbekannt. Das ich nicht lache.

  10. Puh, was für ein Geschreibsel… Bezüglich der Fakten prinzipiell nicht falsch recherchiert, aber die Schlussfolgerungen sind einfach nur polemisch und, nunja… absolut dämlich ;-)

    KEINS der vorgestellten Projekte war in irgendeiner Art und Weise sinnlos, überflüssig oder Zeit-/Geldverschwendung. Wie kommt man darauf? Nur weil es diese Produkte in dieser Form nicht mehr gibt? Verschwendung ist es nur, wenn man aus Fehlern nicht lernt…

    Google Wave? Gut, als Mailersatz evtl. etwas überambitioniert, aber deswegen trotzdem keine Verschwendung. Ein Großteil dessen, was Bestandteil von Wave war, ist immer noch Bestandteil von Google Talk / Gmail, etc… Wird halt nur nicht mehr in dieser Form verwendet, wie es als eigenständiges Produkt verwendet wurde… Und wenn sie evtl. auch nur daraus gelernt haben, dass der Vorteil von eMails genau die Asynchronität ist.

    Nexus Q? Klarer Fall von Hardware war schneller fertig als Software und klare Anwendungsfälle. Design und Hardware sind erstklassig. Jede Menge „Lessons learned“ in Bezug auf Hardwareentwicklung, da komplette Eigenentwicklung von Google. Nur halt als Eines von Vielen Streaming-Devices auf dem Markt einfach ohne Alleinstellungsmerkmal und zu teuer für die gebotene Leistung… Aber ich sehe hier trotzdem keine Geld-/Zeitverschwendung.

    Pool Party? Komplett aufgegangen in den Event-Modus von Google+. Wo ist da etwas „verschwendet“ worden?

    Google Buzz? Da wird also zunächst einmal das Geschreibsel einer paranoiden Kampflesbe (sorry, aber für jemanden der heterosexuellen Sex grundsätzlich als unvereinnehmlich klassifiziert fällt mir einfach grad kein anderer Begriff ein) als Beispiel für ein grundsätzliches Datenschutz-Armageddon gewählt? Verstehe ich nicht… Und Google+ selbst ist der logische und technologische Nachfolger von Buzz. Da macht es natürlich keinen Sinn, den obsolet gewordenen Vorgänger noch weiter am Leben zu halten… Aber auch hier wieder nichts „verschwendet“ worden.

    Cinemagraph-Einladungen? Also ehrlich, hier ein Fass aufmachen? Da kann man auch gleich auf der Änderung der Farbe oder Position der Google-Bar rumreiten.

    Google Goggles? Weder Verschwendung noch sinnlos, noch tot. Hervorragendes Tool, am besten noch als eine Art optisches SoundHound/Shazam zu sehen. Jede Menge (gut, da geht noch mehr) Informationen zu CD-Covern, Büchercovern, etc. Identifizierung von Gebäuden/Monumenten/Bauwerken und Lieferung von weiterführenden Informationen dazu. Berühmte Bilder/Maler (ist das jetzt Klimt, oder doch eher Matisse, wer kennt sich da schon aus). Übersetzung von Texten auf Fotos erspart das Speisekartenlotto auf der nächsten Dienstreise nach China… etc…

    Google Glasses? Das ist ein Forschungsprojekt, eine Machbarkeitsstudie. Außer Manpower wird da nix verbrannt. Die Leute werden besser in Bezug auf Hardwareentwicklung, Useability, Ergonomie, Materialeigenschaften, etc. Es gibt jede Menge Synergien, bspw. in Bezug auf die InHouse-Navigation. Unabhängig davon, ob die Brille so in dieser Form überhaupt irgendwann mal auf den Markt kommt… die InHouse-Navigations gibts jetzt schon in Google Maps…

    Zusammenführung und Weiterentwicklung verschiedenster bereits existierender Technologien für einen erst einmal ganz speziellen Anwendungsfall, der sinnvoll ist und sich im Gegensatz zu möglichen anderen Ideen aber derzeit eben umsetzen lässt. Die hätten ja statt der Brille auch gleich auf Kontaktlinsen /Laserprojektion auf die Netzhaut oder direkte Einkopplung in den Sehnerv setzen können… SO etwas wäre Geldverschwendung. In Bezug auf die Brille ist die Wahrscheinlichkeit, dass am Ende auch ein verkaufbares Produkt bei herauskommt halt etwas größer.

    So… genug davon… sonst krieg ich hier noch ne Krise… ;-)

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