Medal of Honor: Warfighter – Disziplinarstrafen für beratende Navy-SEALS

Screenshot aus Medal of Honor: Warfighter

Dem Realismus wegen bedienen sich vor allem Entwickler von militärischen Computer- und Videospielen häufig der Expertise von ehemaligen Soldaten. Waffenverhalten, Taktiken und Emotionen lassen sich erst mit der Unterstützung eines Beraters realitätsnah in Spielen umsetzen. Für ihre Beratungsdienste bei Medal of Honor: Warfighter haben sich sieben Navy SEALS jetzt allerdings Disziplinarstrafen eingehandelt.

Wie CBS News berichtet, habe die US Navy den sieben Elite-Soldaten Tadel geschickt, die sie von einer zukünftigen Beförderung ausschließen würden. Außerdem seien ihnen die Gehälter für zwei Monate um die Hälfte gekürzt worden. Das US-Militär wirft den SEAL Team Six-Mitgliedern vor, bei der Beratung der Entwickler von Medal of Honor: Warfighter geheimes Material benutzt zu haben. Darüber hinaus sollen sie das ungeschriebene Gesetz gebrochen haben, dass SEAL-Soldaten „stille Kämpfer sind und nicht im Rampenlicht stehen.“

Electronic Arts, Publisher von Medal of Honor: Warfighter, nutze die Kooperation mit aktiven Navy SEALS zu Marketingzwecken, um auf den hohen Realitätsgrad von Medal of Honor: Warfighter hinzuweisen.

Zum Zeitpunkt der beratenden Tätigkeit waren alle sieben Mitglieder noch im aktiven Dienst, so CBS News. Einer der betroffenen SEALS sei sogar bei der Tötung Osama Bin Ladens dabei gewesen. Um welches „geheime Material“ es sich allerdings handelt, bleibt unbekannt.

[CBS News]

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