Umweltbundesamt-Chef will iPad und Co. verbieten

ipad mini

Das wäre ein empfindlicher Schlag für die Tablet- und Smartphonehersteller von heute: Der Chef des Umweltbundesamts, Jochen Flasbarth, eröffnete heute eine internationale Ressourcen-Konferenz in Berlin und schlug dabei ein Verbot von Geräten mit fest verbautem Akku vor. Sollte er damit durchkommen, sähe es trübe aus für iPad, Galaxy Tab und Co.

„Denkbar wäre auch, das material- und rohstoffeffizienteste Gerät seiner Klasse zum Maßstab für alle Geräte zu machen. Das fördert technische Innovation, schont die Umwelt und senkt Kosten“, spricht Flasbarth. Zudem schätzt er allein den Materialwert der Handys, die die Deutschen zu Hause in Schränken und Schubladen vergammeln lassen, auf über 65 Millionen Euro. Schließlich beinhalten die Altgeräte neben gewissen Mengen Kupfer auch Edelmetalle wie Silber, Gold und sogar Palladium. Durch das Recycling könnten die Handyhersteller viel Geld sparen, da beispielsweise das Wiederverwenden von Kupfer um die Hälfte billiger ist als der Erstabbau, von den Umweltbelastungen durch Schwefelsäure bei der Verarbeitung des rohen Kupfers mal ganz abgesehen.

Was jedenfalls die fest verbauten Batterien angeht: Die Hersteller pochen in aller Regel darauf, dass aufgrund des Designs und des sehr begrenzten Platzangebots in Tablets und Smartphones es schlicht unmöglich sei, austauschbare Akkus zu verbauen. So ist man als Benutzer also auch zu teuren Reparaturen gezwungen, wenn der Akku nach seinen 1000 Ladezyklen endgültig den Geist aufgibt und der Garantiezeitraum natürlich gerade erst abgelaufen ist. Meist ist es da billiger, sich einfach ein neues Gerät zuzulegen, worauf die Hersteller natürlich spekulieren.

Dass dieser Vorschlag in die Tat umgesetzt wird, ist leider eher unwahrscheinlich. Wünschen würde ich es mir jedoch, so hat man nicht nur auch in Zukunft noch Freude an seinen Dann-schon-Vintage-Smartphones, auch das Umwelt-Gewissen wäre dann wieder deutlich beruhigter. [Umweltbundesamt, via FR]

Tags :
    1. Richtig. Die Rücknahme und Entsorgung ist hierzulande ja sowieso im ElektroG geregelt, und sollte bei den namhaften Herstellern auch so umgesetzt sein. Anders siehts da bei dein Billigersatz-Akkus aus, die man sich beim China-Man bestellt. Die wandern dann in der Tat – sofern sie sich nicht in Rauch auflösen – wirklich in den Restmüll.

  1. Nur ein geringer Anteil der Neu-Käufer entscheiden sich für ein neues Gerät weil der Akku nicht mehr geht, sondern weil das neue schneller/schöner/besser… ist! Also ist der Vorschlag Blödsinn!

  2. DAFÜR!
    Dass man aufgrund des geringen Platzangebots keinen austauschbaren Akku einbauen kann, halte ich
    für eine Schutzbehauptung. Das Design ist da wohl eher ein Grund. Apple möchte einfach keine häßliche
    Klappe auf der Rückseite haben. Und auf die zusätzlichen Einnahmen durch den teuren Tausch des Akkus beim Hersteller möchten die auch nicht verzichten.

  3. Ungeheurlich.warum die handys nicht gleich aus altpapier herstellen. zitat: “Denkbar wäre auch, das material- und rohstoffeffizienteste Gerät seiner Klasse zum Maßstab für alle Geräte zu machen. Das fördert technische Innovation, schont die Umwelt und senkt Kosten“, spricht Flasbarth”. ——-dies würde die kosten erhöhen, technische innovationen praktisch für unerwünscht erklären und die umwelt in etwa so sehr “schonen”, wie die energiesparlampe, für die sicher auch alle sind, die hier mit stolzgeschwellter brust “DAFÜR”, geschrieben haben. am besten werden die bürger unter anwendung des staatlichen gewaltmonopols noch dazu gezwungen, ihre alten geräte rauszurücken, damit man 65 millionen euro spart, während derselbe staat sich an einer finanzpolitik beteiligt, die im 1/2-jahresrythmus 500 milliarden auf den markt wirft, um die wirtschaft zu “stabilisieren”… ich wollte gar nicht allzu zynisch werden, aber die umstände erlauben es kaum anders. naja, die paar leuts, die “DAFÜR” geschrieben haben, haben ohnehin keine ahnung, wovon ich rede.ich hab nichtmaln iphone, ich will nur, dass leute auf einem freien markt eine freie wahl treffen können. ihr habt wahrscheinlich 3 stück davon und versteht das dilemma trotzdem nicht.

  4. hahahaha. Lächerliche Idee. Atomkraftwerke sind besser weil man die Brennstäbe entfernen kann? Autos verursachen weniger Umweltverschmutzung, weil man den Motor tauschen kann. Autobahnen machen keine Wälder kaputt weil der Beton sauber hergestellt ist? Die Chemiindustrie ist umweltfreundlicher weil man Quecksilber und Dioxin getrennt verklappen kann? Vor allem Typische Bürokratendenke da an ein Verbot wie in einer Dikatur zu denken und zu glauben Deutschland müsse wieder Faxgeräte einführen damit mann an die Akkus rankommt. Ach ne Faxgeräte sind ja nun auch nicht aus Moos. Dann soll der Typ doch einen art Akku / Mobile / Tablet Pfand einführen wenn er unbedingt an die Akkukohle rankomen will. Also er muß Marktrelevante Anreize schaffen die Dinger aus dem Schrank zu hohlen oder es den Leuten einfach machen ( Abhohlservice oder sowas). Aber Verbote wie vor 100 Jahren. Wie Weltfremd.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising