Australische Regierung stoppt Pläne zum Internetfilter

Stoppschild

Wie die Herald Sun letzte Woche berichtete, hat Stephen Conroy, Australiens Minister für Kommunikation, die umstrittenen Pläne für einen Internetfilter gestoppt. Stattdessen sollen 1400 illegale Seiten direkt gesperrt werden.

In Conroys Pressemitteilung werden Australiens größte Internetprovider zur Blockade von Seiten aufgefordert, die sich auf der schwarzen Liste der Interpol für Kindesmissbrauch befinden. Der Deal stellt einen Kompromiss dar, denn ursprünglich wollte Conroy einen Filter für das Internet durchsetzen. Dieser technisch gewagte Plan war von vornherein von der Opposition scharf kritisiert worden. Die ließ natürlich jetzt die Gelegenheit nicht aus, der Regierungspartei ein weiteres nicht eingehaltenes Wahlversprechen nachzutragen. Eine umfassende Filterung des Netzinhaltes wird es in Australien bis auf weiteres nicht geben.

Über den Sinn oder Unsinn von Netzblockaden ist auch in Deutschland aufgrund des berüchtigten Stoppschildes ausgiebig diskutiert worden. Im vorliegenden Fall in Australien dürften 1400 Webseiten nur einen kleinen Teil der illegalen Seiten im Netz darstellen, von einer wirklichen Sperre kann man hier nicht reden. Australien hat sich also in einem auch für Deutschland und Europa aktuellen Thema zunächst für weniger Kontrolle entschieden.

[Via Spectrum ieee, Herald Sun]

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  1. Wenigstens werden die Provider aufgefordert die Kinderporno Seiten zu blocken, ganz ehrlich das ist auch richtig so. Denen muss ja einer mal das Handwerk legen!

  2. Nicht das jeder nur halbwegs begabte User diese sperren umgehen kann… Vpn mit Verschlüsselung und fertig hat man die gesperrte Seite…. Naja wenn es wenigstens der Regierung gutes gewissen macht..

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