Künstliche Muskeln aus mit Wachs gefülltem Garn

nanomuscle

Die Kontraktion und Erschlaffung von Muskeln sind grundlegende Vorgänge des menschlichen Körpers. Diese Vorgänge mit künstlichen Muskeln zu erzeugen stellt die Wissenschaft seit längerem vor eine schwierige Aufgabe. Nun haben einige Forscher aber eventuell eine Lösung gefunden: Mit Wachs gefülltes Garn.

Die an der University of Texas entwickelte Technologie baut auf der Nutzung von Nanoröhren auf, die zu Garn verwoben und mit gewöhnlichem Wachs gefüllt sind. Setz man dieses Gewebe Hitze aus, kann es sich ausdehnen. Kühlt das Wachs wieder ab, zieht sich der künstliche Muskel zusammen.

Die Wachsmuskeln sind nicht nur ein Durchbruch der Nanotechnologie, sondern auch wesentlich effizienter als unsere natürlichen Exemplare. Nanokohlenstoffmuskeln können das 100.000-fache ihres eigenen Gewichtes heben und im Vergleich zu natürlichen Muskeln das 85-fache an mechanischer Kraft ausüben. Das Muskelgarn kann wie andere Stoffe gewoben werden, ist also äußerst flexibel. In näherer Zeit sollen diese Muskeln in Motoren verbaut werden. Eine Integration in den menschlichen Körper ist zunächst allerdings nicht geplant. [Popular Science]

[Oliver Schwab / Eric Limer]

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  1. yeah, voll cyborg.

    jetzt brauchen wir nur noch die selbstheilungfunktion, energieversorgung, reproduzierbarkeit und andere kleinigkeiten.

    1. reproduzierbarkeit -> nennt sich auch geschlchtsverkehr ;)
      selbstheilungsfunktionen besitzt der körper ebenfalls, sonst würden wunden garnicht heilen ..
      energieversorung ist bei uns die nahrung die wir aufnehmen.. du siehst – alles fürs cyborg-land vorhanden *g*..

      hust hust^^

      1. Geschlechtsverkehr ist eine Form Reproduktion auszulösen. Die Natur hat aber auch viele andere hervorgebracht, dazu gehören Knospung oder Zellteilung. Stanislav Lem hat vor mehreren Jahrzehnten schon eine Reproduktionsmöglichkeit für Roboter beschrieben: Jeder Roboter hat seinen eigenen Bauplan gespeichert und ist in der Lage aus Rohstoffen, die er entweder selbst abbaut oder die von anderen Robotern abgebaut werden, all seine Bestandteile selbst herzustellen und dann zu einem neuen Exemplar zusammenzubauen.
        Auf derselben Grundlage könnte die Selbstheilung von Robotern funktionieren. Und bei der Energieversorgung können Roboter ohnehin aus einem reichhaltigeren Fundus schöpfen als organische Lebewesen (Ich kenne kein Lebewesen, das mit Strom aus einer Steckdose oder mit Batterien etwas anfangen kann)

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