Zukunftssichere Forschung: Proteingewinnung aus Maden

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Recycling mal anders: Wissenschaftler experimentieren mit der Möglichkeit, aus getrockneten und pulverisierten Maden Tierfutter herzustellen. So gelangt das im Abfall befindliche Protein über die Maden direkt wieder in die Futtertröge.

Die Larven werden zunächst auf Misthaufen und Abfall gezüchtet. Wenn sie fett genug geworden sind, werden sie geerntet, getrocknet und zerrieben. Das Pulver wird dann als Tierfutter verwendet, beispielsweise für Hühner und Schweine. Eine Tonne Mist bringt ungefähr hundert Kilo Maden, aus denen zwischen 12.5 und 35 Kilogramm Futter produziert werden. Dabei sollen die Maden Küchenabfälle sogar so weit sterilisieren, dass diese hinterher als Kompost verwendet werden können.

„Wir bauen hier eine unerforschte Ressource ab. Und was ist die letzte unangetastete Ressource? Unser eigener Abfall,“ so Howard Bell von der UK Food Environment und Research Agency gegenüber dem New Scientist. Der Vorgang ist zudem noch recht nah am „natürlichen“ Vorgang der Futteraufnahme, schließlich essen Schweine und Hühner auch normalerweise alle Maden, die sie finden können.

Via: [New Scientist] [Bild: Vladimir Nikitin/Shutterstock.com]

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  1. Das wirft ein ganz neues licht auf meinen Protein und amino Konsum… :-0
    Naja, Hauptsache die biologisch Wertigkeit stimmt… ;)

  2. Maden aus Abfall enthalten viele Gifte, die im Abfall enthalten waren, da Maden diese anreichern. Maden, die von den Tieren in der Natur gefunden werden, sind davon unbelastet. Also: gute Idee, klappt aber nicht, was vor 15 Jahren auch schon belegt wurde.

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