Evolve: Skateboards mit Elektroantrieb fahren bis 36 km/h

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Mit dem Evolve rollt ein elektrifiziertes Skateboard auf den deutschen Markt, dass mit seinem 200-Watt-Motor bis zu 36 km/h erreichen soll. Gesteuert wird das Board mit einer Hand-Fernsteuerung.

Die Evolve-Skateboards sind Longboards – mit Doppelgelenken an Vorder- und Hinterachsen, was gute Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten ermöglichen soll. Das ist bei dem 200-Watt-Motor, der über eine Fernbedienung gesteuert wird, sicherlich auch wichtig. Schließlich kommt das Gefährt laut Hersteller auf eine Geschwindigkeit von 36 km/h. Der Motor treibt mit einem Riemen die Achse an. Für die erforderliche Stabilität des Boards sorgt eine 6fache vertikale Verleimung des Decks.

plate motor standard wheel setup

Durch Ziehen des Abzugs gibt man Gas, durch Drücken des Abzug bremst man – stufenlos. Über einen Knopf kann man zwischen den Voreinstellungen (schnell und langsam) wechseln. Über einen zweiten Knopf kann man zwischen Vor- und Rückwärtsgang hin- und herschalten. Die Funktion, nach einem 180-Grad-Slide umschalten und im Rückwärtsgang gleich wieder Gas zu geben, sollte man natürlich nur einsetzen, nachdem man das Board gut beherrscht.

Die Rollen der Skateboards sind auswechselbar und durch austauschbare Antriebsritzel lassen sich auch Fabrikate von ABEC 11 Flywheels, Sector 9, Bustin Swift und Metro Express einsetzen.

Als Stromspeicher wird bei den Skateboards ein Lithium Polymer-Akku eingesetzt, der bis zu 1000 Aufladzyklen überstehen soll. Die Reichweite gibt der Herstellet mit etwas über 30 Kilometern an.

Das Gewicht der Konstruktion soll bei rund 9 kg liegen. Somit dürfte das Board auch noch für die meisten tragbar genug sein – denn draußen herum stehen lassen wird man es bei einem Preis von rund 860 Euro sicherlich nicht. Im Preis enthalten ist eine 2-Jahres-Garantie, ein Ladegerät mit deutschem Stecker und die Fernbedienung.

[Via Evolveskateboards]

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  1. Wie sieht es denn rechtlich aus? Das frag ich mich schon länger, da das Thema immer öfter aufkommt!
    Würde mir gerne so eines basteln, darf ich denn damit fahren? Gelten da die selben Gesetze wie für E-Scooter und Segways? Welche sind dasd enn?^^

  2. Rechtlich ist das wie bei alle eboards und escootern noch eine Grauzone. Ich denke da wird man in Zukunft wie in anderen Ländern auch Regelungen finden. Andere Eboards und scooter, die auch nicht erlaubt sind, fahren schon länger auf deutschen Straßen ohne groß aufzufallen. Streng genommen dürfen Mountainbikes und skateboards ja auch nicht in den Straßenverkehr auch ohne Motor nicht.
    Bei den Segways wurde es mit Nummerschild und extra Genehmigung durchgedrückt, weil auch die Polizei diese einsetzen wollte.
    Persönlich finde ich es in Ordnung und have ein gutes Gewissen, wenn ich vorsichtig damit zur Arbeit surfe, ohne Abgase, und dafür das Auto stehen lasse.

  3. Was man sich auch anschauen sollte, falls man sich für Elektro-Longboards interessiert ist das Kickstarter-Projekt „Boosted Boards“, da ist die Technik schon ein bisschen ausgereifter…

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  4. @ Fabian, boosted prototy hören sich auch gut an, ausgereifter kann man nicht unbedingt sagen.
    – Das Evolve hat dreimal mehr Reichweite (über 30 Kilmometer im Gegensatz zu 9,66km (6 Meilen))
    – Evolve ist schneller, 36km/h im Gegensatz zu 32km/h
    – Evolve ist um einiges günstiger
    – man kann Longboardrollen von verschiedenen Herstellern fahren und druchrotieren. (ist mit dem spezial Antriebsrad von Boosted nicht möglich)
    – Evolve hat geringeren Rollwiederstand durch nur 1 Riemen statt 2.
    – und die Super Carve Achsen wür das Surf Feeling
    Insgesamt finde ich das Evolve durchdachter und würde ich es vorziehen.

  5. Wie sieht es eigentlich mit der spritzwasserbeständiigkeit solcher geräte aus? einmal durch die pfütze und dann tot? hat jemand ahnung?

  6. Gegen Spritzwasser sind die alle geschützt. Also wenn es mal anfängt zu regnen ist es kein Problem.
    Aber man fährt automatisch eher bei trockenem Wetter. Wenns nass ist, saut man sich nicht nur das Board voll, sondern durch die Rotation der Rollen spritzt das Wasser auch die Hose rauf.
    Durch Pfützen würde ich aber mit einem Longboard eh nicht fahren, weil es ja auch schon für die Kugellager nicht gut ist.

  7. Mittlerweile habe ich mir ein Evolve zugelegt und fahre es bei jeder Gelegenheit. Der Spaßfaktor ist enorm und für Leute die ein Longboard beherrschen (lernen) können eine echte Alternative zum Auto, sofern man keine schweren Gegenstände Transportieren muss. Die Höchstgeschwindigkeit liegt tatsächlich bei 36 km/h, Reichweite 30 km bei durchschnittlicher Geschwindigkeit von 20 km/h. Das Ladegerät kann man bei Bedarf im Rucksack mitnehmen. Da lässt man so ziemlich jeden Radler hinter sich und Pedellec-Fahrer sind auch nicht schneller. Bergauf zieht das Evolve sauber durch. Bremsen geht mit ein wenig Übung ganz gut. Wer einen Power-Slide beherrscht, kann auch Notbremsungen mit sehr kurzem Bremsweg durchführen. Durch das geringe Gewicht und das schlanke Design passt es unter den Einkaufswagen oder kann fast überall hin mitgenommen werden. Benutze das Evolve auch bei Wind und Wetter, was bedeutet, dass man es regelmäßig gründlich reinigen und die Kugellager pflegen muss. Benutze Keramik-Lager aber auch die brauchen Pflege damit sie nicht rosten, denn nur die Kugeln sind aus Keramik. Noch kurz zum Thema Polizei: Bin bisher zwei mal kontrolliert worden, jedes mal wurde das Board unter die Lupe genommen und ich kam nach kurzer Diskussion wieder auf freien Fuß. Wenn ich Polizei sehe, täusche ich seither trotzdem Pushen (anschieben) an, damit die denken es handelt sich um ein normales Longboard. Scheint zu wirken ;-) Für ungeübte empfiehlt es sich langsam zu starten und gut zu trainieren. Ein Sturz beim Skaten ab über 20 km/h ist absolut kein Spaß, vor allem für Unsportliche. Ich selber trage zumindest Handschuhe. Ein Skatehelm, Knie- und Ellbogenschoner, zumindest in leichter Ausführung, schaden nicht.

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