Sind Steine aus Tierblut die Zukunft des Baus?

Blut-Steine

Man nehme das Blut eines frisch geschlachteten Tieres, mische es ordentlich mit Konservierungsmitteln und Sand, kippe diese Mischung anschließend in quadratische Formen und backe das alles für eine Stunde. Dann einfach abkühlen lassen und am Ende ein Haus damit bauen. Nein, im Ernst!

Zumindest ist es genau das, was Jack Munro, ein Architekt mit einer Leidenschaft für Materialforschung und Experimente, uns machen lassen will. Er hat mit merkwürdigen und wundervollen Techniken zur Herstellung neuer Baustoffe experimentiert und ist dabei über eine gestolpert, die frisches Tierblut als Basis hat. Er erklärt:

“Tierblut ist eines der verfügbarsten Abfallprodukte der Welt. Das Blut, das aus Tierkörpern gelassen wird, wird meistens weggeworfen oder verbrannt, obwohl es ein potenziell nützliches Produkt ist.

Der erfundene Prozess umfasst die Mischung frischen Blutes mit einem Konservierungsmittel (EDTA, verhindert Bakterien-/Pilzwachstum am Material) und Sand. Die Mixtur wurde dann in eine Form gegossen und für eine Stunde bei 70°C gebacken. Diese Wärmezufuhr reicht aus, um die Proteine im Blut gerinnen und zu einer festen, unlöslichen Masse werden zu lassen, die den Sand zu einem stabilen Feststoff zusammenklebt.”

Das resultierende Material ist billig, überraschend stark und wasserfest. Da es aus einem reichlich verfügbaren Abfallprodukt hergestellt wird (wenn man nicht gerade Unmengen Blutwurst verdrückt), scheint es ein perfekter Baustoff für ärmere Länder auf der ganzen Welt zu sein. Ein Hoch auf die Wissenschaft!

Wenn es euch interessiert, könnt ihr alles über Jacks Forschung – von Blut in Eimer kippen bis zu Kompressionstest der Bausteine – auf seiner Website lesen. [via gizmodo.com]

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  1. so ein Schwachsinn aber auch!
    es gibt schon seit tausende von jahren baustoffe die weit besser und billiger sind als diese blutziegelsteine, gebrannte ziegelsteine, beton, gips usw
    zb. strohballen, holz und lehm.
    günstiger geht es wohl kaum und für die dritte welt und sogar bei uns sehr einfach zu bauen
    auch die dämmung ist mit strohballen kaum zu schlagen und lehm als putz bereitet ein besseres raumklima
    einfach mal googeln, da findet ihr genügend material darüber

    da will jemand wieder das rad neu erfinden!

  2. Seid ihr bescheuert? O.o

    Zum Einen, um ein Haus damit zu bauen dürfte man gut 100 Kühe schlachten, gratulation… Zum Anderen, die “Armen Nationen”, auf die ihr anspielt haben andere Probleme als den Hausbau, unter Anderem die Ernährung. Für diese Nationen ist selbst das Blut ein Grundnahrungsmittel, welches die dort lebenden Menschen bestimmt nicht literweise mit Sand und einem “Konservierungsmittel” (wo soll das eigentlich herkommen?) vermengen um daraus ein Haus zu bauen.

    Aber hey, nach der Meinung von Gizmodo hat die Spinnerei eines Architekten (imho direkt nach Bänkern die sinnloseste Berufsgruppe der Welt) tatsächlich etwas mit “Wissenschaft” zu tun…

    Gott seid ihr erbärmlich.

  3. da haben wohl einige den Artikel nicht richtig verstanden…?
    Es geht ja nicht darum, das Blut von Tieren zu nutzen welche noch lenben oder welche in Afrika bei den bedürftigen leben…?
    Sondern es geht darum Ressourcen zu nutzen, welche BEI UNS nicht genutzt werden und demzufolge anstelle dessen entsorgt werden müsste (Verbrannt etc.)!
    Dass man dann anstelle dies dann mühselig entsorgen oder gar wegschmeißen müsste lieber zur Herstellung anderer Produkte verbraucht ist alle mal besser als es in unserer Wegwerfgesellschaft zu vergeuden.

    Und jetzt kommt bloß nicht damit, dass man dies ja auch dorthin transportieren könne, was wegen der Haltbarkeit & den hygienischen Möglichkeiten schon mal ausgeschlossen werden kann.

    Das man dann das Blut vom Schlachthof in eine hiesige Zigelei brächte um dort dies herstellen zu können ist an sich so verkehrt nicht. Zumindest besser als es wegschmeißen zu müssen.

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