Dyson patentiert händetrocknenden Wasserhahn

Hände waschen

Öffentliche Waschräume haben genau wie die Toiletten am Arbeitsplatz oftmals viel weniger Händetrockner als Waschbecken zum Hände waschen, was dazu führt, dass die Leute mit tropfenden Fingern vor den Trocknern Schlange stehen.

Gut, vielleicht ist das nun nicht das größte Problem unserer Welt, aber immer noch nervig genug, dass der Staubsauger- und Airblade-Hersteller Dyson aus Malmesbury, Großbritannien, es in einem US-Patentantrag angeht: Man hat einen Wasserhahn erfunden, der auch als Händetrockner fungiert.

Von manchen Fast-Food-Ketten und Autobahnraststätten kennt man etwas Ähnliches ja schon, ein großes Loch in der Wand, in dem die Hände in (manchmal) warmen Wasser abgewaschen und dann durch eine weitere Düse irgendwo in diesem bizarren Konstrukt trockengeföhnt werden. Dysons selbsternannte Neuheit löst das, indem sowohl Wasser als auch ein Strahl warmer Luft aus dem eleganten Gerät kommen, das direkt am Waschbecken montiert wird – keine tropfenden Schlangen mehr.

Im US-Patentantrag 2012/0291195, der letzte Woche eingereicht wurde, erklärt Dyson das Funktionsprinzip: Das System arbeitet berührungslos mit Sensoren, die zunächst Wasser aus einem Auslaufrohr (Nummer 10 im unteren Bild) lassen. Ist man fertig, so registrieren die Sensoren die mit der Innenfläche nach oben gehaltenen Hände unter je einem Paar Gebläseöffnungen links und rechts davon (11a/b und 11c/d) und pusten sie mit einem Strahl warmer Luft aus den jeweiligen Düsen (14 und 16) quasi im Handumdrehen trocken. “So kann der Benutzer bequem seine Hände am Waschbecken trocknen, ohne sich bewegen zu müssen”, heißt es in dem Patent. Praktisch.

Natürlich bedeutet die Tatsache, dass Dyson ein Patent eingereicht hat, noch lange nicht, dass das Produkt jemals auf den Markt kommt. Zum Beispiel ist die Reihe von platzsparenden, kubistischen Küchengeräten, die sie 2009 patentiert hatten, nie auf den Markt gekommen.

Bei diesem Patent könnte es jedoch anders sein. Warum? Weil (a) dieses System eine innovative Abwandlung der bestehenden Produktlinien der Firma ist und (b) dieses Patent den bemerkenswert langweiligen Namen “Fest eingebauter Gegenstand für ein Waschbecken” trägt – vermutlich, damit die Konkurrenz nicht zweimal draufschaut und so ein eigenes solches System entwickelt, das dieses Patent umgeht, ein Standardtrick.

Schaubilder vom USPTO

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  1. Hygienetechnisch ist diese Dyson airblade technologie die reinste katastrophe, danach sind die Hände auf jeden fall nicht sauber, neuer Schmutz wird einem nach dem Händewaschen wieder auf die Hände geblasen, vor allem in öffentlichen Einrichtungen, wo die düsen schnell kontaminiert werden, da die düsen andauernd mit wasser und schmutzigen Händen berührt werden.

  2. Hallo Alan,

    du solltest dich einmal näher mit dem Thema Dyson Airblade und Hygiene beschäftigen. Das Gerät ist absolut hygienisch und das wir auch von unabhängigen Instituten bestätigt. Wir setzten das Teil in unserem Krankenhaus seit 6 Monaten erfolgreich ein. Noch dazu sparen wir Geld. mehr dazu unter http://www.cleantec.eu

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