Google will mit dem Knowledge Graph zur Wissensdatenbank werden

Google Knowledge Graph

Heute hat Amit Singhal, Googles Senior Vice President Engineering, auf dem Google Produkt-Blog eine neue Funktion der Suchmaschine vorgestellt. Der Google Knowledge Graph soll die Suchanfragen semantisch verstehen und wie in einem Lexikon miteinander verknüpfen.

Laut Singhal umfasst die Datenbank hinter dem Knowledge Graph derzeit mehr als 570 Millionen Objekte und mehr als 18 Milliarden Fakten über verschiedene Objekte und deren Beziehungen untereinander. Für den Nutzer ändert sich folgendes: In Zukunft soll neben den normalen Suchergebnissen ein Fenster eingeblendet werden, in dem Basisinformationen und mit dem Suchbegriff verknüpfte Instanzen gezeigt werden. So zum Beispiel bei einer Suche nach Leonardo Da Vinci die zu der Person bekannten Daten, sowie Links zu seinen bekanntesten Bildern und anderen Malern aus seiner Epoche. Die Verknüpfungen recherchiert Google zum Teil selbst, zum Teil werden sie aus dem generiert, was andere Nutzer in Verbindung mit dem Suchbegriff interessierte.

Damit erweitert Google sein Angebot erheblich – jetzt können wie in einem Lexikon Querverweise ohne lange Recherche direkt aufgerufen werden. Momentan ist der Knowledge Graph im deutschen Google noch nicht zu sehen, das dürfte sich im Laufe des Tages noch ändern.

Die Entwicklung der kommerziellen Suchmaschine Google hin zu einer Wissensdatenbank muss aber auch kritisch gesehen werden. Schließlich macht das Unternehmen bei Erfolg der Wikipedia Konkurrenz und mischt sich damit in einen Sektor ein, der momentan noch nicht von börsennotierten Interessen bestimmt ist.

[via heise.de]

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