Lenovo gibt zu: „Wir haben die Bedeutung von Touch unterschätzt“

lenovo_ideapad_yoga

Gerry Smith, Lenovo Präsident für Nordamerika, gab in einem Interview mit News.com jetzt zu, dass er die hohe Nachfrage nach Touchdisplay massiv unterschätzt habe. Besonders die hohe Nachfrage nach Windows-8-PCs mit Touchdisplay habe alle Erwartungen übertroffen und damit zu Lieferengpässen geführt. Im Gegenzug enttäuschen die Absätze bei den Geräten ohne Touchdisplay.

Für sein Unternehmen nimmt Smith aber noch immer gute Umsätze in Anspruch. “Lenovo unterscheidet sich ein wenig von anderen Firmen”, sagte Smith. “Wir erleben noch immer starkes Wachstum und heben uns stark vom Markt insgesamt ab. Und in diesem Quartal können wir das Wachstum in all unseren Produktsegmenten beobachten.”

Tatsächlich konnte Lenovo im weltweiten PC-Markt beständig Marktanteile gewinnen, während seine Rivalen zurückfielen. Als Stärken erwiesen sich dabei die Durchdringung des chinesischen Marktes sowie anhaltend gute Verkäufe an Unternehmen. Laut Gartner und IDC soll Lenovo seine PC-Lieferungen im letzten Jahr um rund zehn Prozent gesteigert haben – und Gartner sieht Lenovo inzwischen sogar als weltgrößten PC-Anbieter vor HP.

In den USA allerdings liegt der chinesische Hersteller noch deutlich hinter HP, Dell und Apple zurück. Nordamerika-Chef Smith will auch hier angreifen: “Nummer 4 in den USA ist eine solide Position, aber langfristig für uns nicht akzeptabel. Wir werden die Nummer 1 in den USA sein. Darauf konzentrieren wir uns.”

Was den Engpass an Touchdisplays angeht, sieht er bereits eine Verbesserung der Liefersituation. Mehr Touch-Kapazitäten sollen zwischen Januar und Juni verfügbar werden. Nach Smiths Schätzung werden innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre rund die Hälfte aller Lenovo-PCs – Tablets oder Smartphones nicht mit eingerechnet – über Touchdisplays verfügen.

Eigentlich sogar eine “großartige Nachricht” ist Smith zufolge der unterschätzte Bedarf. “Richtig hart wäre es gewesen, wenn sich Touch als Katastrophe erwiesen hätte, sich nicht verkauft hätte und wir auf all diesen Lagerbeständen säßen”, sagte er. “In der Verknappung sehe ich viel Gutes, weil es das Marktpotenzial und gewaltige Chancen beweist.”

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de, via News.com]

Tags :

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising