Amazons Silk Browser kann zum kostenlosen Grid-Computing gehackt werden

silkbrowser

Cloud Computing ist mittlerweile ein Riesengeschäft. Unternehmen und Privatpersonen mieten Bandbreiten, Speicher- und Rechenkapazität von großen Clouddiensten, um alle möglichen Anwendungen zu fahren. Das fängt beim Webhosting an und geht bis hin zur Grundlagenforschung. Wäre es nicht toll, wenn man Rechenleistung kostenlos bekäme?

Es stellt sich heraus, dass man in einem neuen Webbrowser, der die Ladegeschwindigkeit von Webseiten erhöhen soll, genau das tun kann. Amazons Silk Browser sowie der Opera Mini und noch ein Browser namens Puffin verwenden alle diesen Trick, um Webseiten auf Mobilgeräten schneller zu rendern, obwohl denen die Rechenleistung fehlt, um komplexe Scripte und grafiklastige Seiten schnell anzuzeigen.

William Enck von der North Carolina State University in Raleigh und seine Kollegen haben eine Lösung entwickelt, mit der alle diese Cloudbrowser kostenlose Berechnungen ausführen können. Sie haben den Abkürzungsdienst bit.ly verwendet, um Daten zwischen verschiedenen Cloudbrowsern auszutauschen. Mit mehreren Cloudbrowsern, die so verbunden wurden, konnten sie Daten kostenlos berechnen lassen. Amazon verlangt dafür im Vergleich 8 US-Cent pro Stunde.

Sie haben ihre Technik mit 100 MByte Daten getestet, damit die Browsercloud nicht überfordert wird. Dabei haben die Browser Wörter in einem Dokument zählen und sortieren sollen.
Auch wenn Enck und sein Team damit nur eine sehr simple Aufgabe bewältigen konnten, ließe sich das Verfahren auch für ganz andere, böse Sachen wie Denial of Service-Attacken oder Passworthacks nutzen, schrieben sie in ihrem wissenschaftlichen Aufsatz, der zur Annual Computer Security Applications Conference in Orlando, Florida veröffentlicht wurde.

[New Scientist, gizmodo.com]

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