Scanadu SCOUT: Der medizinische Tricorder ist keine Science Fiction mehr! [Video]

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Dieses Gerät namens Scanadu SCOUT ist nichts Geringeres als die heutige Version eines medizinischen Tricorders aus Star Trek. Binnen Sekunden soll das Gerät aus einem einfachen Kontakt mit dem Körper ein zusammenfassendes Bild des Gesundheitszustands den Patienten erzeugen.

Damit das funktioniert, hat der Erfinder Walter de Brouwer zunächst einmal das Problem erkennen müssen: Als sein eigenes Kind vor ein paar Jahren einmal auf die Intensivstation eines Krankenhauses musste, war er aufgrund der vielen komplizierten Geräte dort, die den Zustand seines Kindes überwachten, frustriert. Fortan hat er sich also in das Thema eingearbeitet und wusste am Ende so viel über die Geräte und Abläufe, dass er sogar den selbst oft überforderten Schwestern helfen konnte. Später hat er Teams aus Ingenieuren, Ärzten, Mathematikern, Chemikern und Softwareentwicklern am NASA Ames Research Center in Kalifornien zusammengetrommelt und mit ihnen nach Wegen gesucht, wie man nicht nur Vitalwerte überwachen, sondern sogar Infektionen binnen Sekunden entdecken kann. Dazu nutzen sie wirklich alle Tricks: Bild- und Geräuschanalyse, Molekulardiagnostik und Datenanalyse, zusammengebracht von einer Reihe von Algorithmen, die ein zusammenfassendes Echtzeitbild des Gesundheitszustands liefern.

Der absolute Knaller daran: Dieser persönliche Gesundheits-Tricorder soll gerade einmal 150 US-Dollar kosten und bereits ende 2013 auf den Markt kommen. Neben dem SCOUT arbeitet man bei Scanadu noch an zwei weiteren Produkten, ScanaFlu und ScanaFlo. Bei beiden handelt es sich um einfache Wegwerfprodukte wie etwa Schwangerschaftstests. Sie übermitteln ihre Ergebnisse per QR-Code an eine App auf dem Smartphone. ScanaFlu untersucht dabei den Speichel auf Anzeichen von Influenza A und B, Streptokokken und andere Erreger. ScanaFlo wiederum untersucht den Urin zum Beispiel auf Schwangerschaftskomplikationen, Diabetes oder Nierenversagen.

Mit all seinen Features und verblüffend einfachen Lösungen dürften sich der Scanadu SCOUT und seine Wegwerf-Geschwister wohl anschicken, beispielsweise Qualcomms Tricorder X-Prize oder die Nokia Sensing Challenge zu gewinnen. Wir drücken die Daumen und hoffen, dass diese Geräte für uns schon bald so alltäglich werden wie das Fieberthermometer daheim. [Scanadu, via Gizmodo.com]
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    1. Das wäre sicherlich das Sahnehäubchen, aber da gibt es dann bestimmt wieder irgendwen, der mit einer doofen Rechtsvorschrift wedelt… ;-)

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