Drohne mit Virus lässt andere Drohnen abstürzen

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Zum Glück überträgt diese Drohne keine Krankheiten auf uns arme Nerds, sondern nur einen Computervirus, der anderen Drohnen gefährlich werden kann. Bei den DroneGames handelt es sich nämlich um einen Hacking-Contest für die AR Drones von Parrot, und die fliegende Virenschleuder belegte hier den ersten Platz.

Dazu sei aber gesagt, dass es sich hier nicht um die normalen Modelle aus dem Laden handelt, sondern um Nodecopter, also solche, die mit der JavaScript-Software Node.js laufen. Hierüber können die Flugroboter schnell und einfach programmiert werden, ohne dass man erst C-Code auf einem PC mit einem Cross-Compiler bearbeiten muss. Klingt nach einem tollen Nerd-Spielzeug, wenn man mich fragt.

Die Gewinner-Drohne wurde von James Halliday programmiert und macht im Grunde nichts anderes, als ihre Schadcode-Fracht im Flug auf andere Nodecopter zu kopieren und diese dann völlig durchdrehen zu lassen. Das war allerdings nicht der einzige bemerkenswerte Hack des Hacking-Contests, die Silbermedaille etwa ging an ein Team der Universität Stanford, das mehrere Drohnen mit einem PC steuerte. Platz drei wäre wiederum etwas für Freizeit-Flieger: Nathan Rajlich aka TooTallNate hat seine AR Drone so modifiziert, dass sie über Mobilfunk statt WLAN gesteuert werden kann, was die Reichweite natürlich immens erhöht. Interessierte können sich den Code von James unterdessen auf GitHub ansehen. Hoffen wir mal, dass das Militär jetzt nicht auf die Idee kommt, Drohnen auf unsere Köpfe fallen zu lassen. Ansonsten haben wir noch dieses Video für euch, damit ihr euch eine Vorstellung davon machen könnt, wie es bei so einem Contest wohl zugehen mag. [DroneGames, via heise]
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