Honda Micro Commuter: Elektroauto für den minimalistischen Stadtverkehr

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An sich ist das Fahrzeugkonzept, das Smart seinerzeit erstmals in Serie rausbrachte, durchaus sinnvoll: ein kleines, zweisitziges Stadtauto mit kleinem Motor und geringem Gewicht. Jetzt hat Honda ein neues Concept Car vorgestellt, das diesen Ansatz noch weiter radikalisiert: Darf ich vorstellen, der Honda Micro Commuter, ein minimalistisches Elektroauto für die Stadt.

Bei Honda ging man davon aus, dass viele Leute im Berufsverkehr in Ballungszentren wohl allein unterwegs sein dürften und nur eher selten Passagiere dabei haben. Daher hat man dieses Fahrzeug absichtlich „ultra-kurz, emissionsfrei und mit einem innovativen Raumkonzept“ versehen: Statt zwei vollwertige Sitze und einen zu vernachlässigenden Kofferraum anzubieten, bietet man hier einen vollwertigen Sitz für den Fahrer und weiteren Platz für wahlweise zwei Kinder oder – nach einem kleinen Umbau – einen weiteren Erwachsenen. Bedient werden die meisten Funktionen des reinen Elektroautos über einen Tablet-PC, dessen Akku wiederum über die im Dach des Fahrzeugs eingelassenen Solarzellen geladen werden kann. Das Tablet dient dann bei Bedarf auch als Monitor für die Rückfahrkamera.

Das Fahrzeug verfügt nur über einen kleinen Elektromotor mit gerade einmal 15 kW (20 PS), was allerdings durch das geringe Leergewicht von unter 400 Kilogramm ohne Batterien ausgeglichen wird. Damit würde der Micro Commuter auch unter die EG-Fahrzeugklasse L7e fallen. So kommt das kleine Elektroauto nach einer Ladezeit von unter 3 Stunden auf eine Reichweite von 60 Kilometern und eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Wenn ich dazu noch meinen eigenen Parkplatz mit Ladesäule vor der Haustür bekomme, würde ich sagen: ist gekauft! Sieht für mich zumindest etwas cooler aus als der Renault Twizy. [Honda]

Bild: Honda

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  1. 60 km Reichweite bei Schönwetter. 20-30 km bei Winterwetter.
    Wenn das Ding soviel kostet wie die Elektroautos sind wir bei diesen Mini bei 20.000-25.000€.
    Nicht schlecht für ein Auto wo im Winter kaum 30 km schaffen wird.

  2. Hatte grad einen etwas längeren Kommentar dazu geschrieben, aber eure Seite lädt sich in gewissen abständen neu und das Kommentar ist dann weg bevor man zuende geschrieben hat.

    Liegt das an mir oder an euch?

  3. Zitat: “Wenn ich dazu noch meinen eigenen Parkplatz mit Ladesäule vor der Haustür bekomme, würde ich sagen: ist gekauft!”

    Mein reden. Wohne in der Stadt im 4ten Stock, sieht scheisse aus wenn ich aus dem Küchenfenster nen 30 Meter langes stromkabel baumeln lasse um mein Elektroauto aufzuladen.

  4. Warum eigentlich werden Probleme durch größere Probleme gelöst ? Bei jeder Umwandlung geht Energie im Sinne des Prozesses verloren. Wir verschieben das Abgasproblem doch nur auf andere Regionen. Erinnert fatal an den Bau von höheren Schornsteinen. Die unmittelbaren Nachbarn waren erfreut, die weiter weg lebenden hat man nicht gefragt. Problem gelöst. Was kümmert uns schon der Nachbar drei Länder weiter. Wir haben ja Elektroautos und sind sauber raus. Die Millionen Tonnen von ‘Hochleistungs’-Batterien können wir in Drittländern entsorgen. Soviel Schmierstoff haben wir für deren Regierungen schon noch über. Es lebe die Mobilität, geistig können wir dann ja weiterhin auf der Stelle treten. Aber bitte dabei nicht so feste aufstampfen, wir wollen ja politisch korrekt und leise sein. – Mein nächster Kommentar ist dann wieder positiv, ich werde es ganz ehrlich versuchen …

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