Wall-Es Roboter-Großvater kommt von Mitsubishi und nennt sich MEISTeR

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Wir mögen vor Fukushima nicht gerade die breite Vielfalt an strahlungsresistenten Robotern gehabt haben, die wir benötigt hätten, aber wir bekommen sie jetzt auf alle Fälle. Nach Toshibas vierbeinigem Hundebot bringt Mitsubishi jetzt seinen eigenen Tank-Bot auf vier Ketten heraus, der darauf ausgelegt ist, eine Katastrophenzone aufzuräumen, ohne Personen dort reinzuschicken.

Der neue Roboter namens „Maintenance Equipment Integrated System of Telecontrol Robot”, oder kurz MEISTeR, hat zwei Arme, jeder mit sieben Grad Dreh-Spielraum, womit der MEISTeR etwa kleine Rohre hochhalten und durchschneiden kann. Er kann insgesamt bis zu 15 kg Gewicht anheben und kommt ausgestattet wie ein Schweizer Taschenmesser daher: mit Sägen, Bohrhammern und normalen Bohrern. Mit einem Gewicht von etwa 450 kg und einer Größe von rund 1,30 Metern ist er schon ein ziemlich großer Junge und „rennt“ mit anderthalb km/h durch die Katastrophengebiete.

Der MEISTeR wird natürlich vollständig ferngesteuert und kann bis zu zwei Stunden in gefährlichen Gegenden eingesetzt werden, wo er Rohre schneiden, rauen Untergrund befahren und Proben sammeln kann, was auch immer man möchte. Dieser Roboter hebt jedenfalls die Hoffnung, dass bei der nächsten gefährlichen Katastrophe, sei sie nuklear oder nicht, wir die richtigen Roboter zur Hand haben, die sich der Sache annehmen können. [MHI via Gizmodo.com via Gizmag]

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  1. An sich eine gute Sache, dass solche Roboter nun gebaut werden. Was mir aber beim ersten Lesen auffiel: Wenn der Roboter sich mit 1,5 km/h fortbewegt und maximal 2 h eingesetzt werden kann, dann könnte es je nach Größe eines Katastrophengebietes passieren, dass er es nicht einmal bis zum eigentlichen Ort seiner Wirkung schafft. Zumal man davon ausgehen muss, dass dieser Ort in den seltensten Fällen geradlinig erreicht werden kann und er ja auch nicht permanent unter Vollschub fährt. Trotzdem: Aller Anfang ist gut und Akkulaufzeiten werden ja bei allen Geräten mit der Zeit immer besser.

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