Gehirntumore durch Skorpiongift besser sichtbar gemacht

Skorpiongift

Die operationale Entfernung von Gehirntumoren ist äußerst riskant. Das Krebsgewebe sieht dem normalen Gehirngewebe äußerst ähnlich und kleinste Ungenauigkeiten können Schäden verursachen. Der pädiatrische Neuroonkologe Jim Olson hat darum eine unkonventionelle Lösung für das Problem: Skorpiongift.

Die Gründe sind noch ein wenig im Dunkeln, aber scheinbar binden sich die Toxine des Stiches eines Skorpions nur an Krebsgewebe und haben außerdem die seltene Fähigkeit, die Blut-Hirn-Schranke zu passieren. Mit einer nun synthetisch hergestellten Version des Giftes, kombiniert mit Molekülen, die bei Infrarotlichtbestrahlung leuchten, können Tumore quasi erleuchtet werden. Dies würde eine Operation wesentlich vereinfachen.

Bisher wurden Tests bei Mäusen durchgeführt, die als Wirt für einen menschlichen Tumor die Mixtur injiziert bekamen. Nach 20 Minuten begann der Tumor zu leuchten und konnte vom Rest des Körpers deutlich unterschieden werden. Trotz des Ursprungs soll das Toxin ungefährlich sein. Erste Versuche am Menschen sollen Ende 2013 starten. [MIT Technology Review]

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  1. “operationale Entfernung”, wow, da ist wohl jemand etwas übers Ziel hinausgeschossen. Operative Entfernung trifft es eher.
    “Die Gründe sind noch ein wenig im Dunkeln, aber scheinbar binden sich die Toxine des Stiches eines Skorpions nur an Krebsgewebe und haben außerdem die seltene Fähigkeit, die Blut-Hirn-Schranke zu passieren.”
    Wenn das nur scheinbar der Fall wäre, dann wäre die Sache in Wirklichkeit ein riesiger Flop. Anscheinend ist hier das richtige Wort.
    spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/zwiebelfisch-abc-scheinbar-anscheinend-a-315125.html
    Nichts zu danken. ;)
    Ansonsten, sehr interessanter Artikel.
    PS. Fixt endlich eure Website!

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