Test: Koubachi WiFi Pflanzensensor – so wirst du zum Meistergärtner

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Was ist das Gegenteil eines grünen Daumens? Ich. Nachdem ich einen ganzen Wald von Ficus Benjamini und zahlreiche Kakteen in die ewigen Jagdgründe geschickt habe, scheint es an der Zeit zu sein, Hilfe zu suchen. Der Koubachi WiFi Pflanzensensor soll uns helfen, die Planzen durchzubringen.

Für wen ist er geeignet?

Für Gärtner mit schwarzen Daumen, Reisende und Statistik-vernarrte Stadtgärtner

Design

Die Pflanzensensoren sehen elegant aus, sind ungefähr 15 cm hoch und können so auch in sehr große Töpfe gesteckt werden. Das Gerät ist etwas kopflastig und kann kleine und leichte Blumentöpfe umkippen, wenn man es nicht tief genug einsteckt.

Die Spitze des Sensors misst die Bodenfeuchtigkeit während Licht- und Temperaturdaten sowie das WLAN-Modul in der Kopfsektion sitzen. Die Stromversorgung erfolgt über zwei AA-Batterien. Das Gerät funktioniert fast vollautomatisch – man muss nur den Sync-Knopf drücken.

Im Betrieb

Die Hardware ist kinderleicht zu bedienen. Man versenkt den Sensor im Topf und aktiviert ihn. Schon beginnt die Datenaufzeichnung. Das Software-Setup hingegen ist etwas aufwändiger. Man muss nicht nur ein Konto bei Koubachi.com eröffnen sondern auch die spezifischen Pflanzen auswählen, die im Topf stecken. Neben den wissenschaftlichen Namen werden auch die allgemeingebräuchlichen Namen angezeigt. Wer seine Pflanze nicht kennt, kann durch eine lange Bestimmungsliste gehen, die Daten zu Blattform, Größe und Farbe abfragt.

Nach der korrekten Auswahl wird der Anwender mit vielen Informationen zur perfekten Pflege der Pflanze versorgt, angefangen von der richtigen Düngung bis hin zu den Blütezeiten. Noch besser: Die Website sagt euch, wie man die Pflanze gesund hält. Wenn irgend etwas schief geht, gibt es einen Alarm und Empfehlungen, wie man alles wieder ins Lot bringt. Und das Allerbeste: Man braucht nicht für jede Pflanze einen Sensor sondern steckt ihn einfach nur um, nachdem der initiale Messprozess bei einem Topf durchlaufen wurde.

Positiv

Man kann jede Facette der Pflanzenaufzucht überwachen, solange man eine Internetverbindung hat.

Negativ

Anfangs wird eine ganze Woche benötigt, um die Pflanze zu analysieren. Wer 30 oder mehr Pflanzen hat, braucht also mehr als nur einen Moment.

Das ist seltsam

Weniger als ein Drittel meiner Pflanzensammlung war auf der Koubachi Website zu finden. Einige normale Bonsais (Ficus pumila) und nur Anfänger-Orchideen. Viel Spaß beim Finden von Sorten jenseits von Paphs und Phalens.

Testnotizen

Die Koubachi-Website speichert fünf Umgebungsbedingungen: Bodenfeuchte, Oberflächenfeuchtigkeit, Düngung, Temperatur und Umgebungslicht. Diese Daten werden ständig aufgezeichnet.

Die mobile App läuft nur unter iOS
Ein Sensor funktioniert mit mehreren Pflanzen
Die Sensoren dürfen nur in Innenräumen eingesetzt werden.

Fazit – Sollte man es kaufen?

Wer sich fragt, ob er diesen Monat seine Pflanzen schon gegossen hat, sollte zugreifen.

Technische Daten

Koubachi WiFi Pflanzensensor

60 mm x 110 mm x 170 mm

Gewicht 110 Gramm
WLAN 802.11 b/g iOS und Web-App
Akkulaufzeit: über ein Jahr

Preis: 120 bis 90 Euro

[Gizrank: Vier Sterne]

[Via Gizmodo.com]

Koubachi Plant Sensor

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  1. Das Funktionsprinzip könnte man auch in vielen anderen Bereichen mit diversen Sensoren einsetzen, z.B. Bewegungsmelder / Alarmanlagen, Temperaturalarm am Tiefkühlschrank, Heizungsstörung, usw.
    Bei größeren Stückzahlen ließen sich Sensoren mit diesen Funktionalitätsprinzip für weniger als 15 € realisieren. (Wie z.B. bei WLAN-USB- Sticks)

  2. habe mir den Sensor für 69,-€ bestellt … Macht einen hochwertigen Eindruck… Ein blog mit Langezeit Erfahrung würde mich Interessieren, App und Sensor gefällt… Nur meine Ungeduld ist unpassend ;-)

    Für mich ein kauf Highlight 2012 :-)

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