7 Gadgets, die 2013 nicht auf den Markt kommen werden

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2013 werden wieder viele Gadgets auf den Markt kommen, die jetzt noch Gerüchte sind - keine Frage. Aber diese kleine Sammlung von Produkten wird 2013 nicht kommen. Wir verraten euch, weshalb.

Nur weil es eine gute Idee wäre, wenn es diese Produkte gäbe, heißt es natürlich nicht, dass sie kommen werden. Wir haben einige Gadgets herausgesucht, die sehnlichst erwartet werden, aber 2013 nicht auf den Markt kommen werden.

Amazon Smart Phone

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Die Spekulation: Nach dem Erfolg der Amazon-Android-Tablets wird das Unternehmen ein Smartphone auf den Markt bringen, um auch darüber Inhalte zu verkaufen. Einige vermuten gar, dass das Smartphone einen eingebauten Produktscanner nebst Preisvergleich eingebaut hat, mit dem man dann gleich bei Amazon ordern kann.

Die Taiwan Economic News berichtete gar, dass Foxconn das Smartphone bauen wird, das im 3. Quartal 2013 für 100 bis 200 US-Dollar erscheinen soll.

Warum das 2013 nicht der Fall sein wird: Der Eintritt in den US-Smartphonemarkt ist für neue Unternehmen extrem schwer. Die großen Telekommunikationsunternehmen verteidigen ihren Markt eisern und zwingen Telefonanbieter entweder, mit ihren Softwarestrategien konform zu gehen oder lehnen Produkte schlichtweg ab, die ihren Geschäftszielen widersprechen Google entschied sich, das Nexus 4 als Unlocked-Gerät zu verkaufen statt es mit AT&T oder Verizon zu versuchen. Eine spezielle Version für T-Mobile ist allerdings erhältlich.

Auch betriebswirtschaftlicher Sicht macht es für Amazon wenig Sinn, im Smartphone-Markt mitzumischen. Das Ziel des Unternehmens ist nicht der Verkauf von Geräten sondern von Inhalten und Produkten aus dem Onlineshop. Die Shopping-Apps von Amazon sind für praktisch jedes mobile Betriebssystem erhältlich. Für Android-Geräte könnte 2013 endlich auch Amazon Instant Video erscheinen. Eine Preisscanner-Funktion könnte ebenfalls problemlos in die Apps eingebaut werden. Wozu braucht man da noch ein Smartphone?

Windows Blue

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Die Spekulation: Microsoft wird die nächste Hauptversion von Windows mit dem Codenamen „Windows Blue“ schon im Frühjahr 2013 auf den Markt bringen. Das neue OS soll mindestens jährlich erscheinen und sich online aktualisieren, so dass die Anwender stets die neueste Version besitzen.

Warum das 2013 nicht passiert. Wären die Gerüchte wahr, dann würde das Unternehmen, dass bislang rund alle 3 Jahre ein neues OS auf den Markt brachte, auf einmal zu einer jährlichen oder sogar unterjährigen Erscheinungsweise wechseln. Bevor Microsoft sein neues OS verkaufen würde, wären monatelange öffentliche Tests von Betaversionen erforderlich, wie das auch bei Windows 7 und 8 der Fall war.

Selbst wenn Windows Blue im vierten Quartal 2013 erscheinen sollte, müsste Microsoft in den nächsten Tagen die Developer Preview vorstellen. Das wäre der denkbar ungünstigste Moment. Zögerliche Kunden würden ihre Kaufentscheidung für Windows 8 erst recht vertagen.

Ein Apple-Fernseher

Die Spekulation: Gerüchte, dass Apple einen Fernseher auf den Markt bringen will, existieren seit Jahren. Ende 2011 bekamen sie neue Nahrung, weil in Walter Isaacsons Biografie über Steve Jobs eine Andeutung dazu zu finden ist. Viele glauben, dass 2013 er passende Fernseher auf den Markt kommt.

Warum das 2013 nicht passiert: Wenn Apple wollte, wäre es nicht schwer, einen normalen HDTV mit iTunes und vielleicht einigen SmartTV-Eigenschaften zu bauen. Das würde dem Unternehmen jedoch nicht reichen. Man bräuchte jedoch auch die Unterstützung der Kabelfernsehanbieter und Fernsehsender, um einen Komplettservice anbieten zu können. Das sind sehr konservative Unternehmen, die kaum Experimente wagen. Außerdem müsste Apples Fernseher ein besseres Bild bietet als der Wettbewerb. Ein OLED-Bildschirm würde den Preis aber massiv in die Höhe treiben.

Der Kabel-TV-Markt und auch die Display-Technik wird in den restlichen 11 Monaten kaum einen gewaltigen Sprung nach vorn machen. Apple wird wohl eher eine verbesserten Apple-TV-Settopbox entwickeln.

Autonom fahrende Autos

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Die Spekulation: Google arbeitet seit einigen Jahren an einem autonom fahrenden Auto. Auch die großen Autohersteller wie Audi, Ford, Cadillac und Volvo entwickeln ihre eigenen autonomen Fahrzeuge. In den letzten beiden Jahren haben sowohl Nevada als auch Kalifornien Gesetze erlassen, die die Fahrt auf öffentlichen Straßen erlaubt. Werden wir 2013 ein selbstfahrendes Auto kaufen können? Nein.

Warum das 2013 nicht passieren wird:

Googles Selbstfahrtechnik ist vermutlich am ausgereiftesten, aber das Unternehmen ist kein Automobilhersteller und dürfte kaum in diesen Markt eintreten. Auch wenn einer der echten Autoproduzenten glaubt, ein marktfähiges Produkt zu haben, gibt es nur wenige Gegenden, in denen ein solches Fahrzeug fahren dürfte. Außerdem gibt es noch so viele rechtliche Hürden zu überwinden: Wer ist bei Unfällen schuld? Der Halter? Der Hersteller? Derjenige der auf dem Fahrersitz sitzt? Alle drei Parteien? Niemand?

Es wird deshalb noch viele Jahre dauern, bis derartige Fahrzeuge auf dem Hof des Händlers stehen.

BlackBerry PlayBook 2

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Die Spekulation: Das erste Playbook von Blackberry wurde 2011 auf den Markt gebracht – eine Ewigkeit auf dem Tablet-Markt. Mit dem neuen Blackberry 10 OS, das bald auf den Markt kommt, könnte RIM auch sein Tablet erneuern. Das alte Playbook ist noch erhältlich, aber mit einer Auflösung von 1024 x 600 Pixeln und einem etwas altmodischen Design ist es kaum noch konkurrenzfähig. Wenn RIM in diesem Markt bestehen will, braucht es ein neues Modell. In einer entfleuchten Roadmap heißt der 10 Zoll große Playbook-Nachfolger gar „Blackforest“ (Schwarzwald).

Warum das 2013 nicht passieren wird: Auch wenn das Unternehmen noch im 3. Quartal 2012 255.000 Playbooks verkaufen konnte, ist das Tablet kaum als Erfolg zu werten.

Währenddessen verlor RIM große Martktanteile im Smartphone-Bereich und muss abspecken und sich auf seine Kernzielgruppe konzentrieren: Smartphone-Benutzer. Falls das Unternehmen es schafft, mit BlackBerry 10 Telefonen das Ruder herumzureißen, wird es vielleicht auch ein neues Tablet geben, aber nicht mehr 2013.

Ein Facebook-Telefon

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Die Spekulation: Seit Jahren gibt es Gerüchte, nach denen Facebook ein eigenes Smartphone auf den Markt bringen will. 2011 gab es von HTC sogar das Status – ein Billiggerät mit Facebook-Logo und ein bisschen Facebook-Integration.

Könnte Facebook also 2013 mit einem eigenen, tollen Smartphone überraschen?

Warum das nicht passieren wird: Im Juli 2012 sagte Mark Zuckerberg, dass es keinen Sinn machen würde, ein Telefon zu bauen. Um ehrlich zu sein, gibt es durchaus Unternehmen, die erst so tun, als würden sie an bestimmten Produkte nicht arbeiten, um später „ganz plötzlich“ genau das Verneinte aus dem Hut zu zaubern.
Es macht nur überhaupt keinen Sinn, ein eigenes Gerät auf den Markt zu bringen, wenn jedes Smartphone schon eine Facebook-Integration besitzt. Und Facebook könnte mit einem eigenen Gerät sogar einige seiner bisherigen Verbündeten verärgern.

Biegsame Telefone oder Tablets

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Die Spekulation: Samsung zeigte auf der CES 2013 biegsame Displays. Das wäre doch genau das richtige für Samsungs Smartphones und würde Apple so richtig im Regen stehen lassen.

Warum das 2013 nicht passiert: Auch wenn entsprechende Displays gezeigt wurden, sind das nicht mehr als Prototypen und keine marktfähigen Produkte. Außerdem bringt es nicht viel, ein biegsames Display zu produzieren, wenn es keine biegsamen Gehäuse gibt, in die die restliche Elektronik gesteckt wird. Man denke nur einmal an den Akku. Handys mit geschwungener Oberfläche hingegen ließen sich mit den biegsamen Displays durchaus herstellen, aber die werden es nicht mehr 2013 auf den Markt schaffen.

So, genug der Spekulationen. Was meint ihr? Welche Produkte schaffen es noch dieses Jahr auf den Markt? Google Glasses? Das Surface 2? Ein Nokia-Tablet? Schreibt es einfach in die Kommentare. Und Danke für’s Lesen.

[Via laptopmag, gizmodo.com]

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      1. Pardon. Wobei ich hier kein Redakteur bin und durch meinen einfallsreichen Namen eine hohe Stufe der Anonymität geniessen kann. Da darf ich also Fehler machen und gleichzeitig meckern. :-)

  1. „Warum das 2013 nicht passiert: Auch wenn entsprechende Displays gezeigt wurden, sind das nicht mehr als Prototypen und keine marktfähigen Produkte. Außerdem bringt es nicht viel, ein biegsames Display zu produzieren, wenn es keine biegsamen Gehäuse gibt, in die die restliche Elektronik gesteckt wird. Man denke nur einmal an den Akku. Handys mit geschwungener Oberfläche hingegen ließen sich mit den biegsamen Displays durchaus herstellen, aber die werden es nicht mehr 2013 auf den Markt schaffen.“

    Der Begriff Prototyp bedingt, dass es serienfertige Technologie ist… ;-) Was Sie meinen ist einfach mal ein deutsches Wort: Funktionsmodelle.
    Biegsame Displays würden auch bei Klappmechanismen Sinn ergeben, nicht nur bei biegsamen Telefonen oder gewölbten Displays. Aber gerade WARUM sie es nicht auf den Markt schaffen, bleibt nur eine Meinung. Schade

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