GEMA klagt gegen YouTube

YouTube-Meldung bei GEMA-gesperrtem Inhalt

Der Streit zwischen der GEMA und YouTube ist nun bekanntlich nichts allzu Neues mehr – immerhin dauert er nun schon fast vier Jahre. Jetzt klagt die GEMA aber höchst offiziell gegen das Videoportal – wegen der Einblendung bei gesperrten Videos.

Bekanntlich geht es bei dem Streit wie so oft ums Geld. Zur Erinnerung: Die GEMA verlangt von YouTube, dass die Google-Tochter pro Abruf eines Musikvideos 0,375 Cent Lizenzgebühren an die GEMA zahlt. Klingt soweit nach nicht unbedingt viel, aber gemessen an den Werbeeinnahmen durch YouTube und der Häufigkeit der Abrufe wäre das für Google ziemlich unrentabel. Daher will das Portal wenn überhaupt eine prozentuale Summe abgeben, da sonst unrentable Videos von der Plattform gelöscht werden müssten, heißt es bei der Wirtschaftswoche. Die Verhandlungen zu dem Thema begannen bereits im April 2009 und sind am 10. Januar 2013 nun offiziell gescheitert.

Weshalb aber klagt die GEMA nun? Tatsächlich geht es nicht direkt um die Musikvideos, sondern viel mehr um die Einblendung bei YouTube, wenn man versucht, einen gesperrten Clip aufzurufen. Wie oft haben wir also schon den Spruch gelesen: „Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es möglicherweise Musik enthält, für die die erforderlichen Musikrechte von der GEMA nicht eingeräumt wurden. Das tut uns leid.“ Dieser Spruch stößt GEMA-Chef Harald Heker wiederum recht sauer auf. Sein Kommentar:

„Die Sperrtafeln tragen bis heute in großem Umfang dazu bei, die öffentliche und mediale Meinung in höchst irreführender Weise negativ zu beeinflussen. Durch den eingeblendeten Text wird der falsche Eindruck erweckt, dass die Gema die Lizenzierung von Musiknutzung kategorisch verweigere.“

Aufgrund dessen hat die GEMA jetzt vor dem Landgericht München eine Unterlassungsklage eingereicht. Ich frage mich ja, wie lange dieser Krieg noch dauern soll, und wieso Deutschland das einzige Land zu sein scheint, in dem der Genuss von Musik mit so viel Bürokratie und Kosten verbunden sein soll. [Wirtschaftswoche via Golem]

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  1. Also das Ding mit „0,375 Cent Lizenzgebühren“ (Zitat) ist schonmal enorm frech, weil nicht jedes Video Gema plichtiges Material beinhaltet.

    Außerdem geht es die GEMA doch nichts an, was youtube auf seiner Seite widergibt. Die Bild ist erlogen sowie viele unsere Medien kompletten Unsinn suggerieren aber weil die GEMA auf einmal so viel Geld braucht verklagt sie. (Die neue Art Geld zu verdienen)
    Das ist doch alles hohl.

  2. Also das Ding mit “0,375 Cent Lizenzgebühren” (Zitat) ist schonmal enorm frech, weil nicht jedes Video Gema plichtiges Material beinhaltet.

    Außerdem geht es die GEMA doch nichts an, was youtube auf seiner Seite widergibt. Die Bild ist erlogen sowie viele unsere Medien kompletten Unsinn suggerieren aber weil die GEMA auf einmal so viel Geld braucht verklagt sie. (Die neue Art Geld zu verdienen)

  3. mal ganz zu schweigen von der preiserhöung in diskotheken, oder, andres beispiel wäre spacenight… korrigiert mich aber, ist das profitgier? nicht dass das bei youtube auch so wäre aber,…

    1. Naja denke die Mitarbeiter können da recht wenig für, die machen auch nur ihren job.
      Es sollte mal lieber über das System an sich nachgedacht werden…..ist wirklich eher geldmacherei, in anderen ländern geht das besser und auch ohne

    2. … meine letzte … selbe … Erfahrung war vor 20 Jahren, aber warum soll sich Geldgier und Machthunger heilen lassen … Die Sind So …

    3. Naja, also „Geldgier“ und „Machthunger“ sind wohl durchaus schlecht gewählte Begriffe um sie der GEMA vorzuwerfen, die arbeiten nämlich etwa profitlos, das heißt, nur die Kosten für den Verwaltungsapparat fließen ab, der Rest Geht direkt an die Kunden. Versteht mich nicht falsch, was hier in Deutschland Musik- und Medienrechtlich abgeht ist absolute Kacke und das genaue Gegenteil von dem was Kunst und Musik bewegen soll, allerdings ist nicht die GEMA der Urheber dieser Erhöhungen und Sperrungen, sondern die Plattenfirmen (und ggf. auch Künstler), die durch die GEMA vertreten werden. Also lieber mal einen Brief an Sony, Universal und Co. schicken, als an die GEMA, da kommt man vielleicht weiter.

  4. Also ich verstehe das ganze nicht……

    Ich mache es immer so…..sobald ein Video bei Youtube mit dem GEMA-Text erscheint und nicht funktioniert, dann wird in der Adresszeile einfach nach dem www. „ss“ eingefügt, der ganze Rest der Adresse bleibt so, dann wird man auf eine nette Seite umgeleitet wo man sich das Video anschauen kann, oder speichern usw.
    Beispiel, stellen wir uns vor das folgende Video wäre gesperrt :

    Orginal Youtube Link: http://www.youtube.com/watch?v=saalGKY7ifU&list_pxtube=PL60AE6D216055DF0D&index=1

    Nun der geänderte Link: http://www.ssyoutube.com/watch?v=saalGKY7ifU&list_pxtube=PL60AE6D216055DF0D&index=1

    Mehr brauch man nicht zu tun, einfach ss direkt nach dem www. reintippen und sich freuen ;)

  5. So viel Unwissen mal wieder.

    Die GEMA hat um die Sperrung von einer Hand voll Titel gewünscht. YouTube sperrt Hundertausend Videos von sich aus.

    YouTube verdient Milliarden mit Content Dritter und will nicht entsprechend vergüten. Google ist die Mafia.

  6. Find ich gut, dass sich die GEMA für die Künstler wehrt.

    Ist ne Frechheit von Google, ausnützerisch wenig bezahlen zu wollen um mit dem Musikrohmaterial ihre Werbeflut loszuwerden. Ein Staat ist dazu gut, Leitplanken zu setzen, wie z.B. Mindestlöhne. Ist in meinen Augen gut, wenn die GEMA hier Mindestgebühren fordert (schliesslich werden damit die Künstler unterstützt). Wenn Google nicht bezahlen will können sie die Titel ja stehlen…

    1. damit werden die künstler unterstützt? psy verdient allein durch sein youtube video millionen und er könnte mehr verdienen, jedoch ist es für länder die unter die gema fallen gesperrt. youtube ist das werbemittel für künstler schlechthin. wie ja bekannt ist, würde sich youtube durchaus zu einer einigung bereit sehen, die gema jedoch bleibt stur auf ihren 0,375 cent pro klick. der betrag ist wahnsinnig und bescheuert zugleich, was auf jegliche führungspositionen in der gema ebenfalls zutrifft.

      1. Und woher kommt das Geld für den Herrn Psy? Direkt von Youtube? wohl kaum. Die meisten der Videos sind ja fremduploads, daran verdient weder er noch seine Plattenfirma, das Geld dass er bekommt kommt von den Verwertungsgesellschaften. Richtig, das ist das was in Deutschland eben die GEMA ist, faszienierend nicht wahr? Der Titel ist gesperrt weil der eben bei der GEMA gelistet ist und von dieser vertreten wird. In anderen Ländern gibts das auch, nur haben die Gesellschaften sich dem Druck von Google gebeugt und weniger genommen, die Gema tuts nicht und will halt mehr Geld ihre Kunden. Ich kenn die Verträge natürlich nciht genau und bestimmt gibts ein paar feinheiten die unschön sind aber andere Videoplattformen zahlen brav ihre gema gebühren und bleiben dennoch profitabel, da sollte das für Youtube eigentlich kein problem sein.
        Das einzig dumme ist halt dass Youtube mehr medienmacht hat als die Gema und so den blickwinkel seiner Kunden gezielt lenken kann und genau dagegen soll die klage ja dann vorgehen.

      2. das geld für herrn psy kommt direkt von youtube, ja.
        „die Gema tuts nicht und will halt mehr Geld ihre Kunden. “
        schachsinn³. die gema ist ein alter bürokratenverein, der sich rechte nimmt, wo keine sind und deshalb einer umstrukturierung bedarf.

  7. Ist klar, nur wegen YouTubes Einblendungen macht sich die liebe GEMA unbeliebt…
    Nicht z.B. weil die Geld von Kindergärten für das Singen von Weihnachtsliedern verlangen etc.

  8. Ich bin gespannt, wie lange es dauert bis Youtube seine „Sperrmeldung“ umändert in so etwas wie
    >
    >
    >
    „Die GEMA-Sperrmeldung darf auf Grund eines Rechtstreits mit der GEMA in deinem Land leider nicht angezeigt werden. Das tut uns Leid.“

  9. Man beschwert sich also, dass das den Eindruck erweckt, dass die GEMA das „kategorisch verweigere“. Dann ist die Lösung aus Googles Sicht doch eindeutig: In die Sperrtafel muss ein Verweis alá „weil die GEMA Unsummen an Geld dafür verlangt“ – dann dürfte der Ruf der GEMA doch eindeutig wiederhergestellt werden, denn es werden keine Falschaussagen mehr getätigt!

  10. Erneut: Diese Unwissenheit Vs. Träumer.

    Beispiel Psy auf YouTube/Werbeeinnahmen: Es kommt auf das Monetizing-Modell + Verlagsdeal an. Zudem, was die Verwertungsgesellschaften in den jeweiligen Ländern für Deals mit Google/YouTube hat/haben.

    Vom kompletten Gewinn der Platte (Licensing/Royalties) gehen erst mal 50% zum Label (branchenüblich). Der Rest fließt (abzüglich bis zu 40% an den Verleger) in die leeren Taschen der Texter & Komponisten. Das ist die Realität.

    Texter und Musiker bezahlen die GEMA dafür, dass die Jungs & Mädels weltweit alle Tantiemen einsammeln, weil man das nicht als Privatperson machen kann. Das ist nicht „The axis fo evil“.

    Und erneut: Die GEMA hat um die Sperrung von einer Hand voll Titel gewünscht. YouTube sperrt Hundertausend Videos von sich aus.
    YouTube verdient Milliarden mit Content Dritter und will nicht entsprechend vergüten. Google ist die Mafia. Versteht es doch mal bitte endlich.

    Und die Space-Night-Geschichte ist auch Redaktionell bedingt. Selbst auf der HP von BR nachlesbar. Entspannt euch ,)

  11. … mich würde ja mal interessieren, wie das die armen anderen künstler machen, die nicht das glück haben von der gema vertreten zu werden und deren videos ich mir anschauen darf. die essen bestimmt nur butterbrot die ganze zeit…

    die gründe für die sperrung sind mir echt egal. sperrt google zu viele videos? kann schon sein. fakt ist: die ganze welt bekommts hin. hier mit unserer supergema gibts probleme… da kann nur google dran schuld sein. alles andere ist nur schlechter presse geschuldet…

    ich lach mich schlapp…

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