Abertausende Überwachungskameras sind weit offen für Hacker

Symbolbild: Auge blickt durch Schlüsselloch

Offensichtlich sind Überwachungskameras gar nicht mal so sicher, wie wir dachten. Bei achtzehn beliebten Kamera-Marken wurden gravierende Sicherheitslücken entdeckt, was im Endeffekt zu 58.000 ungesicherten, für jedermann frei zugänglichen Kameras führt.

Die Sicherheitsfirma Rapid7 hat die weit greifende Schwachstelle nach der Lektüre eines Blogposts von SomeLuser entdeckt, der die technischen Verfehlungen einer Firma, Swann, aufführt. Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Lücke es jedem erlaubt, über einen bestimmten Port vollen Zugang zu allen DVR-Funktionen der Kameras zu erlangen. Rapid7 hat den gleichen Code, der für den Angriff auf die Swann-Kameras genutzt wurde, auch bei Modellen anderer Hersteller verwendet und diese Liste von Herstellern verwundbarer Modelle veröffentlicht:

Swann, Lorex, URMET, KGuard, Defender, DSP Cop, SVAT, Zmodo, BCS, Bolide, EyeForce, Atlantis, Protectron, Greatek, Soyo, Hi-View, Cosmos und J2000

Die Lücken wurden allerdings nur durch einen Scan des Codes festgestellt, jedoch nicht tatsächlich getestet. Rapid7 ist allerdings sicher, dass der Exploit bei all diesen Kameras funktioniert. Jeder, der Überwachungssysteme dieser Hersteller verwendet, wird also auf ein Firmware-Update warten müssen, das diese Lücke schließt.

Wir wissen ja schon seit einer Weile von ungesicherter, vernetzter Hardware, speziell von Überwachungskameras. Vergangenen Sommer kam heraus, dass die drei beliebtesten Marken von Sicherheitskameras für eine ähnliche Attacke anfällig waren, es gibt sogar eine Karte, mit der man in eine Reihe ungesicherter Kamera-Feeds reinschauen kann. Von den fast 90.000 ungesicherten Druckern weltweit, die jederzeit merkwürdige Ausdrucke ausspucken könnten, will ich gar nicht anfangen. Das ist schon bedenklich, aber irgendwie auch logisch, dass bei all den vernetzten Geräten weltweit auch ein paar dabei sind, wo man sich über die Sicherheitseinstellungen nicht allzu viele Gedanken gemacht hat. Aber bei Überwachungskameras? Hm… [Forbes, via Gizmodo.com]

Bild: Tischenko Irina/Shutterstock

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