Die totale Überwachung: Drohne mit 1,8 Gigapixeln Auflösung [Video]

drohne

Zwar erreichen DSLRs und andere Digitalkameras mittlerweile ansehnliche Auflösungen, doch der US-Regierung stehen ganz andere Kaliber zur Verfügung. Die Kameradrohne Argus-IS kann Aufnahmen mit 1,8 Gigapixeln Auflösung erstellen.

Mit der enormen Auflösung von 1,8 Gigapixeln kann eine Aufklärungsdrohne die Arbeit von 100 Predator-Modellen übernehmen und alleine über eine Stadt mittleren Ausmaßes wachen.

Die Argus-IS nimmt dabei mit einem Foto Bilder auf, die ein Gebiet von rund 39 Quadratkilometern aufnehmen und Objekte erkennen, die gerade einmal 15 cm lang sind. Die Beobachtungshöhe der Drohne liegt bei ungefähr 5.300 Metern. Argus streamt die Aufnahmen nicht nur zur Bodenstation sondern kann auch noch Videos an Bord speichern. Pro Tag soll dabei theoretisch eine Datenmenge von über einer Million Terabytes (ein Exabyte) zustande kommen. Dafür reicht natürlich kein aktuelles Speichermedium aus – einen Ganztages-Kameraflug wird es also so bald nicht geben.

Ob die Argus-IS derzeit eingesetzt wird, ist geheim. Aber eines sollte klar sein. Die Agenten-Filme, bei denen die Überwachung aus der Luft lückenlos funktioniert sind nun keine spinnerten Ideen von Hollywood-Regisseuren mehr. Das allsehende Auge ist Realität.

Mehr über die Argus-IS und andere Drohnen könnt ihr im Fernsehspecial “Rise of the Drones” von PBS erfahren.

[Via PBS, gizmodo.com]

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    1. Bestimmt gibts die. Aber in großen Schränken und nicht zwingend in Fluggeräten. Belastung für die Hardware, Haltbarkeit, (und evtl. Stromverbrauch?). Fallen mir schon ein paar Gründe ein, warum die Drohne diese Datenmengen nicht halten könnte =)

      1. Darum gings auch nicht. Ich kann lesen, ja, danke für die besorgte Nachfrage!
        “(…)sondern kann auch noch Videos an Bord speichern. (…) über einer Million Terabytes (ein Exabyte) (…) Dafür reicht natürlich kein aktuelles Speichermedium aus (…)”

    2. Facebook baut gerade ein Exabyte-Rechenzentrum. Für ein Exabyte reicht kein großer Schrank, sondern da muss derzeit noch ein ganzes Haus her. Bis man ein Exabyte in einer fliegenden Drohne unterbringen kann, werden also noch ein paar Jahre vergehen.
      1 Kilobyte = 1000 Byte
      1 Megabyte = 1000 Kilobyte
      1 Gigabyte = 1000 Megabyte
      1 Terabyte = 1000 Gigabyte (das ist die Größe einer aktell erhältlichen Festplatte)
      1 Petabyte = 1000 Terabyte
      1 Exabyte = 1000 Petabyte (davon war im Artikel die Rede)
      1 Zettabyte = 1000 Exabyte (gesamte derzeit weltweit gespeicherte Datenmenge)
      1 Yottabyte = 1000 Zettabyte
      Größere Vorsatzsilben als Yotta wurden noch nicht offiziell definiert.

      1. “Aber in großen Schränken”. Damit meinte ich “viele große Schränke”. Sorry für die vielleicht missverständliche Aussage ;)

  1. Mal im Ernst, wollte man das speichern, würde gerade das Militär als erstes einen Weg finden – bei dem Etat, das das US-Militär hat, fiele ein neues Rechenzentrum sicher nicht besonders auf.

    Das Problem ist ein ganz anderes: Wer wertet das Material aus und wer interpretiert die Fotos? Mit dem Detailreichtum wächst auch die Menge an Einzelinformationen, die sichtbar werden und dafür ist nachwievor menschliche Analysefähigkeit notwendig.

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