USA: Entfernen von SIM-Lock seit dem Wochenende illegal

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Seit dem 26. Januar 2013 ist es in den USA verboten SIM-Locks an Mobiltelefonen zu entfernen. Bei Zuwiderhandlung drohen privaten Nutzern laut dem Digital Millennium Copyright Act (DMCA) Strafen von bis zu 2.500 Dollar. Bisher war das Entfernen von SIM-Locks in den USA legal.

Je nach angerichtetem Schaden bewege sich die Strafe für private Nutzer für das Entsperren eines Mobilfunktelefons zwischen 200 und 2.500 Dollar. Wer Handys ensperrt um damit Geld zu verdienen dem drohen Strafen von bis zu einer halben Million Dollar, fünf Jahren Haft oder gar beides. Bei Wiederholungstätern kann eine Strafe von bis zu einer Million Euro und/oder zehn Jahren Haft verhängt werden.

Der SIM-Lock hat auch in den USA viele Gegner. Sie argumentieren damit, dass SIM-Lock gesperrte Handys und Smartphones einen geringeren Wiederverkaufswert hätten und der SIM-Lock die Wahlfreiheit ihrer Nutzer einschränke. Eine Petition zur Legalisierung des Entsperrens eines Mobiltelefons hat derzeit etwa 32.500 Unterschriften gesammelt.

Befürworter der Strafen weisen darauf hin, dass dasselbe iPhone SIM-Lock gesperrt und mit Vertragsbindung 200 Dollar koste, welches sonst offen 650 Dollar kosten würde. Die Strafen seien wichtig um vor allem kommerzielles Entsperren zu verhindern.

[Bild: shutterstock]

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  1. „Befürworter der Strafen weisen darauf hin, dass dasselbe iPhone SIM-Lock gesperrt und mit Vertragsbindung 200 Dollar koste, welches sonst offen 650 Dollar kosten würde.“

    NATÜRLICH kosten die Handys mit Vertrag weniger als ohne, meine Güte. Da meint man immer, die Klischees über die Dummheit mancher US-Amerikaner seien übertrieben…

  2. Die sind nicht dumm, die wollen die Kunden für blöd verkaufen. Bzw. sich die Carrier-(Preis-)Bindung nicht einfach so wegjailbreaken lassen. Per se gut angedacht, wird aber niemanden dran hindern, es trotzdem zu tun. Wissen die auch, versuchen es aber trotzdem mal mit der Angst-Nummer. Besser als nix denken die sich, und die Mobilfunk-Lobbyisten und die zuständigen Politiker haben wieder mal gut verdient. So bleibt das Geld wenigstens dort wo es hingehört – bei den Reichen und Mächtigen.

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