RIM stellt Betriebssystem Blackberry 10 vor und zeigt zwei neue Smartphones

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Blackberry stellte auf der Pressekonferenz am 30. Januar 2013 wie erwartet sein neues mobiles Betriebssystem Blackberry 10 (BB10) vor. Außerdem zeigte das Unternehmen die zwei Smartphone-Modelle Z10 und Q10 – wobei das Z10 komplett ohne physische Tastatur auskommt. Doch der klare Star des Abends war das OS BB10.

Aber auch die Touchscreen-Tastatur des Z10 entspricht mit ihrer Aufmachung in Weiß auf Schwarz dem Blackberry-Design. Für eine Reihe von Sprachen gibt es eine Autokorrektur, darunter Deutsch und Französisch. Die Tastatur schlägt zusätzlich komplette Wörter vor, die über dem ersten Buchstaben eingeblendet werden. Sie lassen sich per Wischbewegung Richtung Text einfügen. Auch ein Wechsel zwischen Buchstaben- und Zifferntastatur ist per Geste möglich.

Außerdem demonstrierten Thorsten Heins und Vivek Bhardwaj den neuen Blackberry Messenger inklusive Screen-Sharing. Dabei bekommt der Gesprächspartner den Bildschirm des Gegenübers angezeigt – ein hilfreiches Feature etwa für den IT-Support.

Mit Remember gibt es in BB10 ein Archiv, für das sich Bilder, Dokumente und Mails, aber auch etwa Lesezeichen im Browser auswählen lassen. Story Maker dagegen ist ein einfacher Video- und Diashow-Editor.

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Drei Features von Blackberry 10 hatte RIM schon vorab vorgestellt. Dies war etwa die Blackberry World, aus deren Namen das Wörtchen App verschwand. Schließlich bekommt man dort auch Spiele, Musik, Videos, Bücher und Zeitschriften, wie der Anbieter argumentiert. Auch zu Blackberry Balance und den Blackberry-Browser hatte der Hersteller vorab informiert.

Mit Balance können IT-Abteilungen die Geräte von Mitarbeitern verwalten, aber ohne Zugriff auf persönliche Daten. Durch diese Trennung wird zugleich verhindert, dass Firmendokumente versehentlich kompromittiert werden. Es wurde in BB10 mit dem Kern des Systems verschmolzen, also auf einer bisher nicht erreichten Stufe integriert. Angeblich handelt es sich jetzt um zwei komplett getrennte Bereiche.

Und auch der Browser ist längst in Form von Videos und Screenshots bekannt. Blackberry zufolge vereinigt er Geschwindigkeit beim Rendering mit einfacher Kontrolle und eingebauten Sharing-Funktionen. Die Steuerung wird komplett durch leicht erlernbare Gesten vorgenommen.

Besonders betont Blackberry die Integration dieser Apps im “Blackberry Hub”. Er ruft Daten wie Fotos von Kontakten automatisch aus Sozialen Netzen ab. Außerdem werden verschiedene Konten einer Person zusammengeführt. Der Wechsel zwischen den Funktionen geschieht mit Blackberry Flow vielfach, ohne eine gesonderte App aufzurufen. Beispielsweise lassen sich Facebook-, LinkedIn- und Twitter-Kontakte hinzufügen, ohne deren Anwendungen zu starten oder Websites zu besuchen.

Den kompletten Verlauf der Pressekonferenz kannst du in unserem Live-Blog nachlesen. Auch interessant: RIM ist tot – lang lebe Blackberry!

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[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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  1. Rim hätte auf Android setzen sollen? Weißt du überhaupt was du das schreibst? Blackberrys werden in erster Linie im Businessbereich eingesetzt. Wieso sollte sich solch ein Unternehmen auf ein Betriebssystem einschießen dass nicht in der Lage ist seine 2000 Sicherheitslücken („Lücken“ sind dafür teilweise deutlich untertrieben) zu schließen?

    1. Nicht ganz korrekt. BB wird mittlerweile zu 80 prozent von privatleuten eingesetzt. Deswegen setzen die auch grade so stark auf spiele.

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