Wie der IBM Sequoia Supercomputer Flugzeugtriebwerke verstummen lassen soll

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Heutige Düsentriebwerke machen es möglich, einen Menschen in sechs Stunden über einen ganzen Kontinent hinweg zu transportieren – sind aber auch unheimlich laut, sehr zum Unmut vor allem der Bevölkerung. Da Testläufe für leisere Prototypen schnell sechsstellige Kosten verursachen, sollen nun mithilfe des Supercomputers des Livermore National Labratory in Kalifornien kommerzielle Fluglinien flüsterleise werden.

Der eine Fläche von etwa 280 Quadratmeter einnehmende Sequoia IBM Bluegene/Q Supercomputer ist der zweitschnellste Computer der Welt. In ihm stecken mehr als 1.5 Millionen Prozessorkerne sowie 1.6 PB Arbeitsspeicher, die 16.32 Billiarden Berechnungen pro Sekunde ermöglichen. Während für die alltägliche Simulation nuklearer Waffensysteme alle 1.5 Millionen Kerne genutzt werden, reichen für die Forschung in Sachen Düsentriebwerke etwa 1 Million Kerne. Somit können leisere Triebwerke schon vor dem Bau getestet werden.

Die angewandte Technik wird Predictive Modeling genannt und ist ein komplizierter Prozess. Die von den Triebwerken erzeugte Lautstärke macht weniger als ein Prozent der Energieleistung der Triebwerke aus. Eine Simulation mithilfe von Methoden der numerischen Strömungsmechanik setzt darum extrem präzise Kalkulationen voraus.

Numerische Strömungsmechanik-Simulationen […] sind unheimlich komplex. Erst seit kurzem, mit dem Aufkommen massiver Supercomputer mit Hunderttausenden an Prozessorkernen, können Ingenieure Triebwerke und den Lärm den diese produzieren schnell und detailliert nachbilden, so Parviz Moin, Maschinenbauprofessor der Stanford University. [R&D – CTR – Wired – Stanford – Foto: Lawrence Livermore National Laboratories]

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  1. „die 16.32 Berechnungen pro Sekunde ermöglichen“ Fehlt da irgend eine Angabe? 16.32 Berechnungen pro Sekunde scheint mir doch recht wenig :)

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