Star Trek-Erfinder Gene Roddenberry segelt bald durchs All

Sonnensegel Sunjammer

Okay, das fällt zwar irgendwie schon unter Raketen-Wissenschaft, irgendwie aber auch nicht: Die NASA will ende nächsten Jahres das bislang größte Sonnensegel einem Praxistest unterziehen. Mit an Bord: die Asche von Gene Roddenberry und seiner Frau.

Bei dem Projekt namens Sunjammer soll mit Hilfe eines 1200 Quadratmeter großen Sonnensegels eine 80 Kilogramm schwere Nutzlastkapsel durch das All gezogen werden. Das Sonnensegel selbst wiegt dabei nur 32 Kilogramm, was durch den Einsatz des Kunststoffs Kapton erreicht wird. Den Vortrieb soll es dann durch den Sonnenwind, also einem Strom geladener Teilchen, den die Sonne ins All wirft, erzielen.

Die Sunjammer-Mission dient in erster Linie Steuerungstests. So soll das Gefährt nach dem Willen der Wissenschaftler zunächst den Lagrange-Punkt L1 der Erdumlaufbahn um die Sonne erreichen und diese Position dann halten. Mit an Bord sind aber auch Aschekapseln mit dem sterblichen Überresten von Star Trek-Erfinder Gene Roddenberry und seiner Frau Majel Barrett-Roddenberry, letztere bekannt als Computerstimme aus Star Trek sowie als Lwaxana Troi, die Mutter von Deanna Troi. Wer sich wundert: Ja, bereits 1997 gab es eine Weltraumbestattung für Gene Roddenberry, damals allerdings wurde nur ein kleiner Teil seiner Asche ins All geschickt.

Mit diesem Flug erhofft man sich neue Erkenntnisse über die Anwendung von Sonnensegeln für die Raumfahrt. Bisherige Antriebssysteme basieren auf der Ausdehnung von Gasen. Mit der neuen Technologie erhofft man sich also nun, dorthin reisen zu können, wo noch nie ein Mensch (Oder zumindest eine Sonde) zuvor gewesen ist. Ein Hoch auf die Wissenschaft. [space.com, via Golem]

Bild: L’Garde

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  1. Tipp: Wir haben früher immer für die Stabilisierung des Drachenschwanzes (hier der Grüne) Grashalme mit eingebunden… ;-)

  2. Spannend wird das Konzept, wenn man aus dem eigenen Sonnensystem austritt und dann schauen muss, welchen Teilchenstrom man als nächsten nutzt.

  3. Es muss nicht jeder eine Weltraumserie erfinden um im Weltall beerdigt zu werden.
    Wir bieten die Himmelsbestattung an, die die Asche von verstorbenen in der Stratosphäre verstreut. Nicht ganz im Weltall, aber fast. Wir verstreuen die Asche auf einer Höhe von 30’000-35’000 Metern. BEinahe auf der Höhe, in welcher Felix Baumgartner den Sprung in die Tiefe wagte.

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