Münchner Start-Up Tado – Heizung via Smartphone steuern

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Heizungssteuerung klingt erst mal ziemlich langweilig. Dass dieses Thema jedoch alles andere als fad ist zeigt uns Leopold von Bismarck bei seinem Redaktionsbesuch. Der Geschäftsführer von tado bringt mit seiner cleveren Idee die Heizungssteuerung ins 21. Jahrhundert und verspricht durchschnittlich 27 Prozent Heizkosten zu sparen.

Das Besondere an tado ist seine vergleichsweise einfache Installation. Dafür ersetzt die tado Box ein bestehendes Wandthermostat oder wird direkt an der Heizung angebracht. „Die Installation kann jeder selbst vornehmen“, erklärt tado-Geschäftsführer Leopold von Bismarck. Allerdings benötigt tado ein Heizsystem (Therme, Boiler, Wärmepumpe) welches nur für den zu steuernden Haushalt eingesetzt wird. In Wohnungen mit Zentralheizung oder Fernwärmeanschluss funktioniert die tado-Lösung noch nicht. Tado arbeitet jedoch bereits unter Hochdruck an einer Version für Zentralheizungen die direkt jeden einzelnen Heizkörper ansteuern kann.  Die tado-Box verbindet sich anschließend mit dem WLAN-Router und kann so mit den iOS- und Android-Smartphone gesteuert werden.

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Besonders stolz ist Bismarck auf die Software hinter tado. Sie soll sehr einfach und intuitiv zu bedienen sein und auch technisch unversierte User nicht überfordern. Die Software passt sich automatisch dem Tagesablauf des Users an und kombiniert diese Daten mit den lokalen Wettervorhersagen. Dank des GPS-Sensors im Handy weiß tado genau wann du von der Arbeit nach Hause kommst und heizt entsprechend rechtzeitig ein. Entsprechend verhält es sich beim Verlassen der Wohnung. Dadurch ist es nicht mehr nötig die Ankunfts- und Abfahrzeiten manuell zu programmieren. Außerdem wird für jeden Haushalt ein individuelles Gebäudemodell erstellt. Dadurch sollen durchschnittlich 27 Prozent Heizkosten eingespart werden.

Das 2011 gegründete Münchner Start-Up tado wurde übrigens in der Kategorie „Bestes Start-Up 2012“ bereits mit dem SmartHome Deutschland Award ausgezeichnet. Die Hardware wird (fast) vollständig am bayrischen Ammersee gefertigt.

Tado befindet sich noch in der Beta-Phase. Für alle Early-Adopter und Experimentierfreudige ist das besonders interessant. Denn tado verschenkt derzeit seine Hardware im Wert von 150 Euro und verlangt lediglich 100 Euro Abokosten pro Jahr. Wer kein zentrales Raumthermostat besitzt muss sich jedoch noch einen Raumsensor für knapp 50 Euro zulegen. Mehr Infos gibts direkt bei tado.

  1. Ehrlich gesagt, ich drehe lieber selbst am Knopf der Heizung, solange das App nicht noch einen anderen mehrwert erbringt. Ich will auch nicht, dass mein Thermostat ständig weiß wo ich bin und das an wenauchimmer funkt.
    Eine schöne Idee ist es trotzdem und wird sicher seine Abnehmer finden.

    1. Du hättest dich vielleicht besser informieren sollen, bevor du kommentierst, denn dahinter steht nicht nur die App, mit der du die Temperatur regeln kannst ;) ok, das mit der Ortung ist tatsächlich etwas “naja”, aber vergleicht man den Nutzen gegenüber den paranoiden Gedanken, hat es die Idee ganz schön in sich! Ich reg mich gerade nur über mich selbst auf, wieso nicht ich darauf gekommen bin…für das Geld (100€/Jahr) lohnt es sich auf alle Fälle…

      1. Solche Systeme erfordert neben einen App, DAZU eine mit Internet verbundene Empfangs und Steuerbox, und dazu (Funk-) Thermostate für Heizkörper oder Raumheizung.
        TIPP: Eine Steigerung wären Heizkörperthermostate mit SIM-Card oder WLAN- Schnittstelle…

    2. @Schinken @Adarop tado° funktioniert wie ein persönlicher Heizassistent, der rund um die Uhr dafür sorgt, dass es nur dann warm ist, wenn man es wirklich braucht und das ganz automatisch. Die Hardware zu Hause installieren, App auf das Smartphone laden und dann braucht man sich um nichts mehr zu kümmern. Die tado° App auf dem Smartphone erkennt die Entfernung zur Wohnung und regelt dann je nach dem die Heizung. Die Daten werden dann anonymisiert ausgewertet und verschlüsselt für die Steuerung der Heizung übertragen. Für die Übertragung der Daten nutzt tado° modernste Sicherheitstechnologie, die dem heutigen Onlinebanking Standard entspricht.

  2. ich habe meine tado box nun schon seit ein paar monaten und muss sagen, dass ich total zufrieden bin. ich habe mich ein der installation ein bisschen verhaspelt, aber mit den netten leuten von tado haben wir das hinbekommen. die kannten mich ziemlich schnell da. meine fragen wurden immer nett sogar am wochenende beantwortet…
    ich bin gespannt ob es mir die ersparnisse bringt!
    lg aus Hannover
    @autor: Was meinst du genau damit? tado ist doch das raumthermostat, oder nicht? meinste wegen fehlender Kabel?
    “Wer kein zentrales Raumthermostat besitzt muss sich jedoch noch einen Raumsensor für knapp 50 Euro zulegen.”

      1. ACHTUNG > dieser Text (Zitat: ( Kannest du Mir sagen wie ipfone ist?)) stammt nicht von mir !!!
        Mein Name wurde hier, durch fast identisch aussehende ASCII- Zeichen gefakt.
        Dem Slang und der Art nach, könnte es von diesen „Apple- Kranken Psychopathen“ stammen…

    1. @G. Peter, wir haben uns bewusst für die Regelung der Heizung entschieden, da ca. 35% des globalen Energieverbrauchs für das Heizen und Kühlen von Gebäuden verwendet wird. Zudem ist tado° mehr als nur eine Fernsteuerung für die Heizung, denn wir machen die Heizungsregelung intelligent. Unser System regelt die Heizung ganz automatisch nach An- und Abwesenheiten, bezieht aktuelle Wettervorhersagen und individuelle Eigenschaften der Gebäude mit ein. tado° ist mit fast allen gängigen Heizungen, unabhängig vom Baujahr, der Energieart (Gas, Öl, Wärmepumpe) und der Art der Heizkörper (Fussboden-, Wand-, Radiatorenheizung) kompatibel und ermöglicht so jedem ganz leicht einen Beitrag zur Energiewende zu leisten.

  3. Einige solche vorhandene Systeme gibt es bereits für Android, die ermitteln via GPS die Entfernung und Fortbewegungsgeschwindigkeit zu Wohnung, und ob man sich in Richtung Wohnung bewegt / bzw. entfernt, und schalten automatisch die Heizung ein / bzw. aus.
    Praktisch für Menschen die keinen festen Tages- / Wochen- Rhythmus befolgen müssen / wollen…

    1. @ Sell, unser tado° System wird nicht an die einzelnen Heizkörper montiert, sondern steuert die Heizung zentral. Die tado° Box ersetzt entweder das bestehende Raumthermostat oder wird direkt an die Heizung angebracht. Durch diese zentrale Steuerung muss also nur eine Box im Gegensatz zu vielen Heizkörperthermostaten installiert werden.

      Die tado° App auf dem Smartphone arbeitet die meiste Zeit ohne GPS mit anderen stromsparenden Locationsdiensten, wie z.B. bei iOS Geofencing/Region Monitoring.

  4. Aber was ist mit „Kosten sparen“, wenn man sein Smartphon zu Hause liegen lässt, und länger verreist ?
    Dann müsste es noch zusätzlich eine Internet- Steuerung geben, um die Heizkosten abzustellen…

    1. Hört sich bisher alles so an, als ob es nur für Single-Haushalte mit Ein Zimmer Appartement ist.

      Ein Raumthermostat.

      Ein Smartphone.

      Was ist mit einem 4 Personen-Haushalt (Familie oder WG) und mehreren unabhängig voneinander zu steuernden Räumen?

      1. @strichi, die tado° App kann natürlich auf mehreren Smartphones genutzt werden. Erst wenn der letze Bewohner das Haus verlässt, wird die Heizung heruntergedreht. Für Bewohner ohne Smartphone kann ein intuitiver Zeitplan eingestellt werden. Wenn du in unterschiedlichen Räumen unterschiedliche Temperaturen möchtest, stellst du einmal zu Beginn die Drehventile an den Heizkörpern in jedem Raum ein. Drehe dazu die Stellventile an den Heizkörpern in jedem Raum auf. Der Raum mit deiner tado° Box stellt dabei den Referenzwert dar, da hier die Temperatur gemessen wird. Drehe das Ventil also hier beispielsweise auf die Mitte der Skala. Wenn du es im Bad wärmer haben willst, drehe hier das Ventil weiter auf als im Raum mit der tado° Box. Die Temperaturregulierung für einzelne Räume per tado° App bieten wir voraussichtlich noch dieses Jahr als separate Funktion an.

    1. Der Text (Zitat: ( Hmm, doch lieber niecht …)) stammt nicht von mir !!!
      Warum steht es neben meinen Namen ???
      Hat da einer meinen Namen oder Zugang gefakt ?
      Oder sind die Kommentare durcheinander gekommen ?
      Die Redaktion möchte die Absender- IP festhalten…

      1. Fall ist zum Teil geklärt
        Mein Name wurde gefakte.

        Irgend ein kranker böswilliger Spinner,
        hat zwei Buchstaben im meinen Namen (kleines L, wie Lima), durch zwei andere Buchstaben (große I wie India) vertauscht,
        und versucht mit schwachsinnigen und fehlerhaft getippten Kommentaren meinen Namen hier zu verunglimpfen !
        Zu Unterscheidung SELL ist nicht gleich SEII. Aber kleines L sieht wie große I aus.
        (Mann kann es mit ASCII Tabelle verifizieren)

        Dem Slang und der Art nach, könnte es von diesen „Apfel- Kranken Psychopathen“ stammen…
        Die Redaktion möge die Absender- IP von dem Faker „SEII“ ermitteln, und diese mit der IP von anderen Kommentatoren vergleichen.
        Sollte der Verdächtiger so überführt worden sein, wird beantragt den dauerhaft hier zu entfernen.
        Weitere, z.B. juristische Schritte bleiben vorbehalten.

  5. @Sell. Du stellst dich an Sell. Lass den kleinen Kerl sein Spaß haben, er hat sich nun ausgetobt und kann nun gut geschlafen.
    Es ist ja nicht so, als würdest du ein Anrech , gar ein patent auf den Namen “Sell” haben (verkauft).

    1. Es geht nicht um die Exklusivität des Namens, der in Deutschland öfter vorkommt.
      Aber durch das „faken“ des Namens, in Verbindung mit Texten die eindeutig „SCHWACHSINNIG“ klingen, wurde hier offensichtlich vorsätzlich versucht, meinen Namen öffentlich zu verunglimpfen. Und das muss klargestellt werden.
      Der verdächtiger „Apple- Kranke Psychopath“, hat bereits seine Unfähigkeit mit Argumenten zu entgegen, u.A. mit direkten Beleidigungen versucht zu kompensieren. Die Redaktion hat leider bisher noch nicht reagiert…

      Der „Kranker“ verdient einen Denkzettel, z.B.:
      Über GIZMO- Redaktion wird die Absender IP des verunglimpfender Spinners ermittelt, ggf., mit gerichtlichen Hilfe, wodurch seine Identität bekannt wird. Anschließend wird der mindesten wegen öffentlich Verunglimpfung verklagt, hoffentlich zu so einer hohen Geldstrafe die er nicht zahlen kann. Dann könnte man sein geliebtes Identifikationsgegenstand “iphone” pfänden und versteigern lassen. Und als Austausch- Handy für die Pfändung, stifte ich gerne ein mindestens 15 Jahre altes Knochen-Handy von Bosch…
      Das dürfte für den, die größte Strafe sein…

      Ab sofort schreibe ich hier meinen Namen in Großbuchstaben = „SELL“, damit zukünftig der Unterschied zu „Fake“ sichtbar wird.

      1. Jetzt sei du mal lieber vorsichtig mit deinen Aussagen! Wie du weiter oben lesen kannst, habe ich definitv nichts damit zu tun. Falls ich überhaupt gemeint bin?

    1. @ Alex, tado° arbeitet für dich rund um die Uhr und sorgt stets dafür, dass nur soviel Energie verbraucht wird, wie du wirklich benötigst. Dadurch sinken deine Energiekosten erheblich – jedes Jahr aufs Neue. In einem durchschnittlichen Haushalt sind das schonmal 300€. Um diesen Service zu ermöglichen, betreibt tado° für jeden Nutzer Rechenkapazitäten und bezieht Wettervorhersagen von Drittanbietern.

  6. Ich habe seit Jahren ein Heizungssteuerungssystem in meiner Mietwohnung im Einsatz. Eine zentrale Einheit im Wohnzimmer erfasst die Raumtemperatur und steuert die Ventile der Heizkörper per Funk (Aktoren mit Batteriebetrieb). Außerdem gibt es ein Steuerungsprogramm, welches zeitgesteuert zwischen einer normalen Temperatur (z.b. 21 Grad) und einer niedrigen Temperatur (z.B. 16 Grad) hin- und herschaltet. Da ein auf 21 Grad aufgeheizter Raum auch im Winter Stunden braucht, um auf 16 Grad abzukühlen ist der Wechsel auf die niedrige Temperatur in der Regel gleichbedeutend mit “Heizventile zudrehen.” Solche Teile gibt es seit Jahren bei jedem gut sortierten Elektronikversand. Es erscheint relativ trivial, auf diese Steuerung via Internet auch von außen zuzugreifen – der rest ist fertig käuflich. Das Problem bei diesen Heizungssteuerungen ist, dass bei der heutigen Ausstattung der Wohnungen mit dicht schließenden Wärmedämmfenstern eine schwankende Innenraumtemperatur die Schimmelbildung deutlich begünstigt. Und dann stellt sich die Frage, ob – nach Anschaffung eines solchen Systems – ein eventueller Schimmel-Schaden die Heizkostenersparnis wert ist.

    1. Solche Teile nutze ich auch.
      Besonderer Vorteil ist, das die Temperatur am Ort der tragbaren Funk-Fernbedienung ( = Aufenthaltsort ) gemessenen wird, und nicht direkt am Heizkörper-Thermostaten, was bei großen Räumen mehr Heiz- Komfort bringt.
      Gibt es u.a. bei ELV und Conrad.
      Aber eine Smartphone / GPS Steuerung ist eine Steigerung…

    2. @Frank, tado° lässt dein zu Hause nicht total abkühlen, sondern errechnet automatisch und ganz individuell auf dein zu Hause angepasst die ideale Absenktemperatur. Diese Absenktemperatur minimiert den Energiebedarf und stellt gleichzeitig sicher, dass es wieder rechtzeitig warm ist, wenn Du nach Hause kommst und keinerlei Schäden an der Wohnung entstehen.

  7. Also für Wärmepumpe ungeeignet. Absenkung völlig unwirtschaftlich. COP…wird niedrig. 27% glaub ich nicht. Einsparpotential durch folgende Maßnahmenkorrektur, machen wohl mehr Sinn=>Falsche Heizlast, kein hydraulischer Abgleich, Heizkörper überdimensioniert usw……..

  8. Was hier bei Tado angepriesen wird, haben andere längst umgesetzt.

    Ich kann nur sehr empfehlen das RWE SMARTHOME, wo man eine Zentrale hat (gleiche Größe wie ne Fritzbox), die an einen Router angeschlossen wird. Jeder Heizkörper bekommt ein eigenes RWE Thermostat, dieses Thermostat zeigt die aktuelle Raumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit an.

    Mit einer kostenlosen App auf dem iPhone lassen sich so jedes Thermostat individuell steuern. Letztes Weihnachten gab es eine RWE Aktion, wo die zentrale mit einem Thermostat für 98 Euro verkauft worden ist und das 3er Set Thermostate für 59 Euro, billiger geht es nicht mehr und es funktioniert ausgezeichnet.

    Gerade für Leute, die unter der Woche auswärts arbeiten und sonst viel unterwegs sind, ist es wunderbart angenehm in eine warme Wohnung zu kommen. früher mußten immer die ersten Stunden gewartet werden bis sich die Wohnung so langsam wieder aufgeheitzt hat. Jetzt geht das schnell und unkompliziert.

    Ich kann RWE Smarthome nur empfehlen, Zusätzlich kann man Steckdosen, Bewegungssensoren, Brandmelder usw aus der Ferne schalten und Ereignisse definieren.

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