Tim Cook wollte Samsung nicht verklagen

apple_samsung-v6

Die umfangreiche Klagewelle Apples gegen Samsung war in der Chefetage schwer umstritten. So soll sich der jetzige Apple-Chef Tim Cook entschieden dagegen ausgesprochen haben. Allerdings konnte er sich nicht gegen den starken Wunsch von Steve Jobs durchsetzen der sich vehement für eine Klagewelle gegen Samsung einsetzte.

Wie Reuters berichtet, war die Entscheidung Samsung massiv mit juristischen Klagen zu überziehen in der Apple Chefetage schwer umstritten. Während Steve Jobs ein leidenschaftlicher Vertreter des juristischen Frontalangriffs war, soll sich Tim Cook vehement dagegen ausgesprochen haben. Als Argument brachte Cook an, dass Samsung einer ihrer wichtigsten Zulieferer wäre und damit ein unverzichtbarer Teil aller Apple-Geräte. Doch Jobs setzte sich durch und erwirkte mit juristischen Mitteln einen Verkaufsstopp des Galaxy Tab 7.7 in Deutschland. Auch das Galaxy Tab 10.1 musste daraufhin für den deutschen Markt leicht angepasst werden. Dennoch schaffte es Samsung gegenüber Apple weiter an Boden gut zu machen. Das Samsung Galaxy S3 schaffte es erstmals im Premiumsegment der Smartphones ernsthaft mit dem iPhone konkurrieren zu können.

Die von Jobs initiierte Klagewelle bestimmt immer noch die Beziehung zwischen Apple und Samsung. Dennoch ist angesichts des „weichen“ Führungsstils Cooks zu erwarten, dass sich Apple und Samsung mittelfristig annähern und zu einer Einigung kommen. Was meint ihr? War es seitens Apple clever ihren Hauptkonkurrenten Samsung derart massiv mit Klagen zu überhäufen?

[via 9to5mac.com]

  1. smarter wäre die patente zu vermieten und durch die einnahmen anderer Hersteller Geld zu verdienen… aber smart und apple erledigt sich wenn man man mal genau hinsieht :)

    PS: das patent „Monitor mit ecken und/oder knopf vorne“ sollte schon mal garnicht als patent schützbar sein… zb wie rad mit achse in der mitte :)

  2. Dämlich war das. Wenn ich vorher den Apple-Geräten schon eher skeptisch gegenüber gestanden habe, so hat mich diese massive Klagewelle Apples endgültig zu der Einstellung gebracht, von dieser Firma auf keinen Fall Geräte zu kaufen.

  3. Ja, interessante Einblicke in das Innenleben eines Konzerns. Natürlich konnte sich Tim Cook seinerzeit nicht durchsetzen, hat aber jetzt mit den Folgen des manischen Starrsinns von Mr. Jobs zu kämpfen.
    Die schwere und möglicherweise unlösbare (?) Aufgabe jetzt einen Systemwechsel innerhalb der Firma vorzunehmen, sich mit Wettbewerbern und Vorlieferanten wieder auszusöhnen etc. bleibt ebenfalls an ihm kleben.
    Dann gleichzeitig sich mit mehr und mehr enttäuschten Kunden auseinandersetzen und natürlich die Anteilseigner zufrieden stellen …

    Und es zeigt in dieser kurzen Szene aus der Chefetage die ganze Augenwischerei die hinter dem Apple-Marketing steckt: einfach solange etwas behaupten, bis die Mehrheit es glaubt. Dann wird’s schon irgendwann wahr.
    Diese Form von Marketing schwappt immer mehr aus USA nach Europa, geführt von vor Starrsinn und Überheblichkeit platzenden Konzernen, die wie die Rattenfänger die gutgläubigen Konsumenten einfangen.

    Aber ich schweife ab.

  4. Ist es wirklich diplomatische Weitsicht von Tim Cook ?
    Oder nur ein Versuch, die Verantwortung für die peinlichen und imagsschädigende „juristische Kriege“, auf den toten Jobs abzuschieben ?

    Den indirekt haben solche „juristische Angriffe“ der Welt gezeigt, dass Apple nicht mehr in der Lage ist, seine damalige Vormachtstellung, nur mit Leistung in Form von aktuellen technischen Innovation aufrecht zu erhalten.

    Der Gesamtschaden für Apple war viel größer, als die die Vorteile aus der Behinderung der Mitbewerber, bzw. eventuelle Einnahmen aus Urteilen… Als einzige haben nur die Juristen verdient !

  5. Gut, Apple ist nun gerade in den letzten jahren das Paradebeispiel schlechthin. Mir schmeckt das auch nicht, aber ob das nun alles sein muß, oder nicht, kann niemand von uns wissen, da wir alle keine Fachleute auf dem Gebiet sind. Ob das Ganze nun von Nutzen war, oder ist, sei dahingestellt. Man könnte jedenfalls schon viel weiter sein, wenn man sich nicht ständig gegenseitig behindern würde. Apple ist aber bei Weitem nicht der einzige Konzern, der so etwas rigoros durchzieht. Bei Apple kommt nur alles immer sofort an die Öffentlichkeit, und wird auf den verschiedensten Seiten stark ausgeweitet. Fakt ist aber eins, uns nützt das herzlich wenig, ganz im Gegenteil.

    1. Natürlich muss das alles sein, schließlich ist es in mehrfacher Hinsicht ein ökonomischer Faktor:
      Prestige,geistiges „Eigentum“ (sehr fraglicher Begriff, da Apple bekanntermaßen auch klaut wo es nur geht), juristische Auseinandersetzungen etc. werden in bare Münze umgerechnet.
      Wer das Buch über Steve Jobs gelesen hat, weiß auch sofort, wo das alles seinen Ursprung hat – bei einem unglaublich gierigen, jähzornigen Menschen, der emotional und teils auch intellektuell viel zu lange auf dem Stand eines Teenagers blieb. Diese Haltung spiegelt sich nicht nur im Produktdesign und Geschäftsgebaren Apples wieder, auch bei vielen anderen Konzernen hat die Chefetage „nicht alle Tassen im Schrank“.
      In der Regel wirken Kollegen und Nachgeordnete stabilisierend und beruhigend, oftmals lässt sich der Wahnsinn aber auch nicht mehr rückgängig machen.

    2. Fairerweise muss man in dem Zusammenhang erwähnen, dass die ganze Scheisse damit angefangen hat, dass Nokia Apple verklagte.
      Insofern ist es durchaus nachvollziehbar, dass Apple selbst die Anwälte gegen jeden möglichen Konkurrenten in die Schlacht schickte. Und da die Zahl der ernsthaften technischen Patente in Apples Portfolio begrenzt war (ist), hat man halt auch so einen Blödsinn wie die Adaption eines Türriegels oder abgerundete Ecken angeführt.

      Letztlich sind das alles aber Auswirkungen eines kranken Patentsystems und unseres Wirtschaftssystems. Würde Apple nicht sämtliche Möglichkeiten nutzen, um gegen Konkurrenten vorzugehen, würde der eine oder andere Aktionär dem Vorstand gehörig Feuer unterm Arsch machen.

    1. ACHTUNG > Auch dieser Text (Zitat: (Hm totla blöd ihr seien )) stammt nicht von mir !!!
      Mein Name wurde hier, durch fast identisch aussehende ASCII- Zeichen gefakt.
      Dem Slang und der Art nach, könnte es von diesen „Apple- Kranken Psychopathen“ stammen…

      1. Junge, wenn du so weitermachst, lasse ich mir mal deine ID aushändigen. Kann doch wohl nicht angehen, dass du hier mich verdächtigst. Ich schreibe es noch mal, damit das in deine grauen Zellen geht. Ich habe damit nichts zu tun! Bin ja nicht im Kindergarten.
        Und wen willst du denn verklagen? Wenn ich mir die Zeiten hier anschaue, wann du schreibst, hast du ja noch nicht mal einen Job. Oder du bist so jung, dass du noch zur Schule gehst.

      2. Was für ein Inidiz? Du hast wohl zu viel CSI geschaut? Junge, du leidest unter Verfolgungswahn, aber ganz gewaltig. Ich an deiner Stelle könnte nicht mehr ruhig schlafen. Wer weiss, was noch alles auf dich zukommt? Außerdem heißt es Kranker, und nicht Kranke. :-D

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising