Wie Facebook mit Charles Darwins Hilfe das Emoticon neuerfinden will

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Emoticons sind heute fester Bestandteil der Alltagskommunikation. Trotz ihrer enormen Bedeutung sind die runden Gesichter aber noch reichlich eindimensional. Ein Team um Pixar-Illustrator Matt Jones soll nun für Facebook das Smiley weiterentwickeln.

Jones erhält hierfür Hilfe von Experten aus dem Feld der Psychologie. Paul Ekman, Pionier in Sachen nonverbaler Kommunikation und sein Protegé Dacher Keltner brachten Jones unter anderem Darwins Der Ausdruck der Gemütsbewegungen bei dem Menschen und den Tieren nahe. In diesem Buch stellt Darwin die Vermutung auf, Tiere und Menschen nützen zur Kommunikation von Gefühlen ähnliche Gesichtsausdrücke:

Einige der Emotionen wurden von Darwin sehr ausschweifend beschrieben, manche aber in nur zwei oder drei Worten definiert. „Es ist eine großartige Herausforderung für einen Grafikdesigner, Darwins Gedanken zeichnerisch darzustellen,“ so Jones. Einige Erkenntnisse Darwins erwiesen sich aber als veraltet. Der Ausdruck von Verlegenheit wurde so beispielsweise als ein Hüsteln beschrieben. „Das ist sehr Viktorianisch. Wenn hier heute verlegen sind, drücken wir das umfassender aus, vor allem Amerikaner.“

Die entstandenen Zeichnungen werden nun überall auf der Welt getestet. Hierzu gehört auch die Übertragung auf echte menschliche Gesichter. Man will damit versuchen, wie die Ausdrücke beim Menschen aussehen. Außerdem versucht sich Jones an neuen Farben neben Gelb – das bekannte Rot für Wut, Grün beispielsweise für Neid . Er testete so sogar das Facebook-Blau, musste diese Idee aber schnell verwerfen. Jones dachte, die Nutzer hätten sich bereits an diese Farbe gewöhnt. Letztendlich sahen alle Emoticons aber so aus, als litten sie unter Hypothermie. [BuzzFeed]

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