Gehirnimplantat lässt Ratten Licht “fühlen”

Gehirnimplantate

Es ist kein gerade alltägliches Ereignis, wenn die Wissenschaft mit Hilfe von Gehirnimplantaten sozusagen einen neuen Sinn erschafft. Wissenschaftlern der Duke University ist es gelungen, Ratten Infrarotlicht fühlen zu lassen. Irgendwann sollen hierdurch neue Methoden entstehen, Blinden eine gewisse Art des Sehens zu ermöglichen.

Bei dem in Nature veröffentlichten Experiment brachte man Ratten zunächst bei, eine Lichtquelle auszumachen und ihre Schnauze in die jeweilige Öffnung zu stecken, aus der das Licht kam. Anschließend setzten die Forscher den Ratten auf Infrarot reagierende Mikroelektroden in den Teil des Gehirns ein, der Berührungen verarbeitet.

Daraufhin reagierten die Ratten auf Infrarotlicht zunächst, indem sie ihre Gesichter rieben. Nach einiger Zeit zeigten die Tiere das selbe Verhalten, das ihnen für die Wahrnehmung sichtbaren Lichtes antrainiert wurde: Die Tiere konnten nun auch die unsichtbare Lichtquelle ausmachen.

Den Forschern zufolge ist dies der erste Fall, in dem man durch eine Verbindung von Gehirn und Maschine Tieren einen zusätzlichen Sinn verpasste. Solche Implantate könnten in Zukunft beispielsweise bei Menschen eingesetzt werden, die an einer Schädigung des visuellen Cortex leiden. [BBC]

Foto: Vit Kovalcik/Shutterstock

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