Raumschiff der Klingonen oder doch ein Pulsar?

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Das Chandra Röntgen-Teleskop der NASA hat ein unglaubliches Bild eines Objekts zur Erde gefunkt, das etwa 1000 Lichtjahre von uns entfernt ist. Auf den ersten Blick könnte man es für ein Klingonen-Schiff halten, das gerade auf Warp 10 beschleunigt.

In Wahrheit handelt es sich bei dem Objekt auf dem Bild aber um einen Pulsar, der entlang seiner Rotationsache geladene Teilchen mit etwa 70 % der Lichtgeschwindigkeit ausstößt. Laut NASA handelt es sich dabei um den ersten seiner Art, den man bei uns zuhause, also in unserer Milchstraße entdeckt hat.

Die Raumsonde Chandra hat zwischen Juni und September 2010 insgesamt acht Bilder des Pulsars geschossen, dem man den Namen „Vela“ gegeben hat. Vergleicht man diese Bilder miteinander, kann man gut erkennen, dass Vela eine Präzessions-Bewegung wie ein rotierender Kreisel macht. Das heißt, dass die Rotationsache selbst langsam um einen andere Achse rotiert, also nicht auf einen fixen Punkt ausgerichtet ist.

Übrigens macht auch unser Heimatplanet, die Erde, ebenfalls eine Präzessionsbewegung. Die Achse, um die die Erde einmal pro Tag rotiert, dreht sich selbst um eine andere Achse, aber sehr viel langsamer. Im Fall der Erde dauert die Kreisel-Bewegung der Erdachse rund 26.000 Jahre. Zur Zeit zeigt das nördliche Ende der Erdachse ziemlich genau auf einen hellen Stern, den wir aus diesem Grund den „Polarstern“ nennen. Aber in ein paar Jahrtausenden wird das nicht mehr der Fall sein.

Der Pulsar Vela ist übrigens der Überrest einer Supernova, die sich vor etwa 10.000 Jahren ereignet hat. Dabei ist eine Sonne explodiert. Ein Teil ihrer Masse wurde bei der Explosion fortgeschleudert, der Rest bildete einen kleine, sehr dichten Neutronenstern, der nun extrem schnell um seine Achse rotiert.

[Chandra via Gizmodo.com]

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