3,3 Mio. Euro für Bewachung von Assange

Julian_Assange_in_Ecuadorian_Embassy

Der WikiLeaks-Gründer Julian Assange lebt seit 19. Juni 2012 in der ecuadorianische Botschaft in London. Um zu verhindern, dass er sich dem Zugriff der britischen Behörden entzieht, wird seitdem die Botschaft rund um die Uhr streng bewacht. Scotland Yard hat am Samstag bekanntgegeben, dass bis jetzt dafür umgerechnet 3,3 Millionen Euro ausgegeben wurden, bezahlt vom britischen Steuerzahler.

Julian Assange hat WikiLeaks gegründet, die USA wollen Assange daher wegen der Bedrohung der nationalen Sicherheit vor Gericht stellen. Es wird sogar über die Todesstrafe spekuliert, auch wenn eine lebenslange Haft wesentlich wahrscheinlicher ist. Diese Bedrohung hat Assange bewusst in Kauf genommen, und er hätte deswegen auch kein Problem, solange er vermeidet in die USA oder ein Land, das ihn an die USA ausliefern würde, einzureisen.

So ein Land ist Schweden. In Schweden wird ihm aber die sexuelle Nötigung und Belästigung zweier Schwedinnen vorgeworfen. Assange hat in dieser Sache nur eine vergleichsweise geringe Strafe zu erwarten, falls er überhaupt für schuldig befunden wird. Aber sobald Assange das schwedische Gericht nach der Verhandlung wieder verlassen würde, würde er von der schwedischen Polizei an die USA ausgeliefert werden.

Schweden hat nun einen internationalen Haftbefehl gegen Assange erlassen, und dieser stellte sich im Jahr 2010 der britischen Polizei. Es folgte ein längeres juristisches Kräfteringen, dass am 19. Juni 2012 damit endete, dass Assange in der ecuadorianische Botschaft in London um Asyl ansuchte. Seitdem sitzt er dort fest. Sobald er die Botschaft verlassen würde, würde man ihn festnehmen und nach Schweden ausliefern.

Die Kosten für die Bewachung des Botschaftsgebäudes könne man sich nach Aussage eines Sprechers der Botschaft sparen, wenn Schweden zusagen würde, Assagne nicht an die USA auszuliefern. Damit ist aber nicht zu rechnen, denn die Schweden wollen es sich mit den USA nicht wegen eines Ausländers verscherzen.

[futurezone.at, dailymail.co.uk]

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  1. Die Kosten für die Bewachung des Botschaftsgebäudes könne man sich nach Aussage eines Sprechers der Botschaft sparen, wenn Schweden zusagen würde, Assagne nicht an die USA auszuliefern

  2. Was hält ihr davon, den Julian Assange für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen ?

    Immerhin hat sein Friedens- Werk,
    u.a. die Wahrheit über Folter, Massaker, … in Irak-Krieg zu publizieren,
    auf USA so viel öffentlichen Druck ausgelöst,
    das USA schneller Kriegshandlungen minimieren / einstellen mussten…
    Das ist doch ein Friedens- Werk…

    Aber sollte Julian Assange den Friedensnobelpreis zugesprochen bekommen, wird er den selbst in Schweden nicht abholen können…

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