Alpha IMS: Implantat gibt Erblindeten Sehkraft

Alpha-IMS

Ein Mann verlässt nachts ein Restaurant, sieht die Straßenlaternen und schwach beleuchteten Schaufenster der umliegenden Geschäfte. Er ist davon dermaßen begeistert, dass er 10 Minuten einfach nur da steht und die Szenerie betrachtet. Der Grund für die Freude: Der Mann ist eigentlich blind und einer von neun Patienten, die ein Alpha IMS Gerät implantiert bekommen haben. Dieses Retina-Implantat kann völlig verlorene Sehkraft wiederherstellen.

Obiges Bild zeigt ein Röntgenbild des Kopfes eines der Patienten. Man sieht den implantierten Chip inklusive der Kabel, die mit der Retina verbunden sind. Das Gerät wird kabellos über einen Akku in der Hosentasche mit Strom versorgt.

Das Alpha IMS Gerät kann bei Patienten die Sehkraft wiederherstellen, die diese durch Krankheiten wie Retinitis pigmentosa verloren haben. Diese zerstört die Photorezeptoren im Auge, während die bildverarbeitenden Neuronen intakt bleiben. Das Alpha IMS sendet die Signale darum direkt ans Gehirn.

Alpha IMS funktioniert dabei anders als Argus II, das erst letzte Woche von der amerikanischen Food and Drug Administration freigegeben wurde. Argus II wandelt mit einer Kamera aufgenommene Bilder in elektrische Signale um, die auf ein Elektrodenraster auf der Retina des Patienten gesendet werden und hierdurch die Netzhautzellen stimulieren. Das Alpha IMS hingegen erkennt ins Auge einfallendes Licht. Hierdurch können die Patienten sich mit einer Augen- statt einer Kamerabewegung umsehen. [Proceeding of the Royal Society B]

Bild: Tübinger Institut für Ophthalmologie

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