Notizbuch mit Papier, das aus Gestein gemacht ist

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Wer Nachrichten für die Ewigkeit festhalten wollte, hat das schon immer auf Stein gemacht, und wenn etwas „in Stein gemeißelt“ ist, gilt es als unveränderlich. Das hat den Notizbuch-Hersteller Ogami dazu inspiriert, für eine neue Produktlinie Papier zu verwenden, das aus Stein gemacht ist.

Papier kann man recyceln, was auch gut ist, aber wenn gar keine Bäume mehr in die Papier-Herstellung involviert wären, wäre das vielleicht ja noch besser. Genau so hat der italienische Hersteller von Notizbüchern, Ogami, gedacht, als man daran ging die Papier-Sorte „REPAP“ zu entwickeln.

Zur Herstellung von REPAP wird Kalziumkarbonat verwendet, das ist dasselbe Material, aus dem auch Marmor, Kalkstein und Dolomit bestehen. Das zur Papierherstellung verwendete Kalziumkarbonat ist feiner Staub, der bei der industriellen Verarbeitung des Gesteins als Abfall anfällt.

Die neue Technologie zu Herstellung des Schreibmaterials kommt ohne Bleichmittel und andere Stoffe, die aus Erdöl hergestellt werden müssen, aus, bei seiner Herstellung wird auch kein Holz und nicht mal Wasser verwendet. Das Ergebnis ist ein weißer glatter Stoff, den man wie Zellstoff-Papier falten kann, der aber reißfest ist.

Ogami-Notizbücher rangieren im selben Preissegment wie die Notizbücher von Moleskin, also bei bis zu 25 Euro pro Stück. Aber wenn man seine Notizen auf Stein hinterlassen will, dann hat das eben seinen Preis.

[Ogami und werd via Gizmodo.com]

Tags :
  1. Zutat vergessen.

    Neben gemahlenem Kalk besteht das Zeug auch aus Polyethylen. Im Grunde hat man es hier also mit Kunststoffolien mit Kalkeinschlüssen zu tun.
    Das Ethylengas zur Herstellung von Polyethylen wird übrigens in der Regel petrochemisch gewonnen. So viel zu “ohne Stoffe, die aus Erdöl hergestellt werden müssen”.

    Ein ähnliches Produkt gibt es übrigens von GaiaKraft: http://www.rockpaper.de

  2. (och nee, nur weil da ein Link drin war, kommt das in die Zensur-Schleife? Dann nochmal ohne)

    Zutat vergessen.

    Neben gemahlenem Kalk besteht das Zeug auch aus Polyethylen. Im Grunde hat man es hier also mit Kunststoffolien mit Kalkeinschlüssen zu tun.
    Das Ethylengas zur Herstellung von Polyethylen wird übrigens in der Regel petrochemisch gewonnen. So viel zu “ohne Stoffe, die aus Erdöl hergestellt werden müssen”.

    Ein ähnliches Produkt gibt es übrigens von GaiaKraft: www (punkt) rockpaper (punkt) de

  3. ist kein papier, sondern plastikfolie, wie von hurtz! schon bemerkt. und für’s polyethylen braucht man recht viel erdöl und energie.

    da nehm ich ein ganz normales papier – nicht unbedingt ein schreibpapier. zum beispiel ein ungestrichenes papier für werbezwecke, unter fachleuten sc-papier genannt: hat auch heute schon 40% kalciumkarbonat im papier. und ist problemlos recyclebar, im gegensatz zu obigem papier, dass sondermüll ist.
    oder wir nehmen ein anderes, gestrichenes papier. das besteht heute schon zu 50% aus kalziumkarbonat und ein wenig kaolin (ein anderes mineral). auch vollkommen recyclebar, und KEIN SONDERMÜLL wie obiges pseudopapier.

    unwissende lassen sich das natürlich andrehen als revolutionär.
    papiermacher würden gerne mehr karbonat einsetzen (in china kostet die tonne karbonat 55 usd, die tonne zellstoff 600 usd – in deutschland ersteres ungefähr 150 usd). je mehr karbonat ich einsetze, umso weniger kostet es mich in der herstellung.

    aber den dummen kann man das besonders billig und besonders umweltschädlich hergestellt ‘rockpaper’ ganz teuer verkaufen!

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