BRITE: österreichisch-kanadische Nanosatelliten ins All geschossen

brite1

Obwohl sie den hellsten und deutlichsten Sternencluster am Nachthimmel bilden, sind die drei Sterne des Oriongürtels mit die am wenigsten erforschten. Für gewöhnlich werden Teleskope im All eher zur Beobachtung wirklich weit entfernter Sterne genutzt. Die beiden kleinen BRITE Satelliten sollen nun den Orionsternen ihre volle Aufmerksamkeit widmen.

Die BRITE (BRIght Target Explorer) Teleskope sind in Würfel von je 20 cm Kantenlänge und 8 Kilogramm Gewicht verpackt. Die Nanosatelliten sollen Veränderungen in der relativen Helligkeit der Sterne beobachten. Darum verfügen sie über einfachere CCD-Sensoren. Ein BRITE ist mit einem roten, einer mit einem blauen Farbfilter ausgestattet.

Obwohl die beiden Teleskope damit vergleichsweise einfach konstruiert sind, sollen sie gegenüber ihren komplexeren, auf der Erde stationierten Kollegen bessere Ergebnisse liefern, da diese in der Regel für andere Zwecke entwickelt wurden. Die aus einer Kooperration der Universitäten Graz und Toronto entstandenen Satelliten sind einfach herstellbar und können verhältnismäßig kostengünstig ins All geschickt werden. Gestern wurden die ersten Satelliten ins All geschickt – die Entwickler hoffen bei einem Erfolg, eine neue Ära kostengünstiger und effizienter Nanosatelliten einzuläuten. [Physorg – EO Portal – BRITE – Foto: TU Graz / EO Portal]

Tags :

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising