Mannheim: Elektrobusse werden kabellos an Haltestellen geladen

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Über einen Zeitraum von zunächst 12 Monaten sollen in Mannheim ab 2014 zwei rein elektrisch angetriebene und induktiv geladene E-Busse im täglichen Einsatz erprobt werden. Die beiden Elektrobusse des Schweizer Busherstellers Carrosserie Hess sind mit der neuen Bombardier Mitrac Antriebstechnik ausgestattet.

Die auf induktiver Stromübertragung beruhende PRIMOVE Ladetechnik von Bombardier wird komplett unsichtbar unter der Fahrbahnoberfläche und unter dem Fahrzeugboden verbaut. Sobald das Elektrofahrzeug das Ladesegment an der Haltestelle vollständig überdeckt, beginnt der Ladevorgang automatisch.

„Die Ladestellen und -zeiten werden in den gewohnten Busbetrieb integriert ohne die Fahrzeugzahl zu erhöhen. Möglich wird dies, weil wir kleinere, leichtere Batterien mit dem Prinzip des schnellen Gelegenheitsladens kombinieren. Dadurch reicht deren Leistung für den gesamten Tagesbetrieb, und die Lebensdauer der Batterie wird ebenfalls erheblich verlängert,“ so Jérémie Desjardins von Bombardier Transportation.

Die Projektpartner erproben zunächst in einer Test- und Zulassungsphase das Zusammenspiel der PRIMOVE Ladetechnik mit den Elektrofahrzeugen. Auf diese Weise sollen Erfahrungen für den späteren fahrplanmäßigen Betrieb gewonnen werden.

Mit dem Projekt sollen die Parameter für Infrastruktur, Batterie, induktive Energieübertragung und täglichen Betrieb anhand einer konkreten Strecke ermittelt und im Praxiseinsatz überprüft werden. Darüber hinaus wird ein ebenfalls mit der kabellosen PRIMOVE Technik geladener Elektro-Van als Servicefahrzeug im Verkehrsgebiet der RNV GmbH getestet.

Ab dem zweiten Quartal 2014 sollen die Fahrgäste der zentralen Mannheimer Buslinie 63 dann die Vorzüge eines leisen und CO2-freien Busverkehrs erleben können.

[Via Bombardier]

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  1. Haben wohl welche in Physik nicht aufgepasst. Induktion ist reines energierauschleudern und die ganze zeit labern alle vom Stromspaaren haha!

    1. dann hättest du ggf. besser aufpassen sollen ;)
      80% bei Induktionsladen sind locker drin. Bleibt zu hoffen, das der verwendete Strom im Jahresmittel “grün” ist.

  2. Bereits 2002 ist ein Betriebsversuch mit Superkondensatoren (Goldcaps) auf der TOHYCO-Rider-Busflotte in Luzern (CH), erfolgreich durchgeführt worden. Die Busse konnten an jeder Haltestelle kabellos induktiv aufgeladen werden.

    Das funktioniert mit Superkondensatoren = Goldcaps (eine Art Kreuzung zwischen Akku und Kondensator),
    die sehr schell mit hohen Strömen geladen und entladen werden können.
    Dazu weit über 1 000 000 mal Ladecyklen vertragen, ohne wesentlich nachzulassen.
    Aber die Kapazität ist recht niedrig, reicht aber für eine oder wenige Haltestellen.

    Normale Akkus auf Lithumbasis, haben in der Regel nur ca. 1000 Ladecyklen, was es teuer macht. Dafür aber bei wesentlich höheren Kapazität.

    Fast jeder von euch hatte schon Bezug zu diesen Goldcaps, im nachleuchtenden Fahrrad- Rücklicht.

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