Digitizer Desktop 3D Scanner: MakerBot erfindet den Replikator aus Star Trek

digitizer desktop 3d scanner

Ursprünglich mal als Werkzeug für professionelle Techniker gedacht sind 3D-Drucker mittlerweile fast so einfach zu benutzen wie ein Tintenstrahldrucker - abgesehen vom Design und der Vorbereitung der zu druckenden 3D-Modelle. Dieser Schritt bedarf aber noch immer einiger Expertise mit 3D-Modellierungssoftware und ist genau die Barriere, die MakerBot mit seinem neuen Digitizer Desktop 3D Scanner zu durchbrechen versucht.

Es ist also offiziell, wir leben jetzt in der Zukunft – und es ist toll hier. Wenn man den Digitizer mit einem 3D-Drucker kombiniert, so ist es, als hätte man einen Kopierer für dreidimensionale Gegenstände. Ihr müsst ein Kleinteil ersetzen, das gebrochen ist? Statt den Hersteller zu kontaktieren, packt es einfach in den Laser-basierten Scanner, generiert (und repariert) ein 3D-Modell und druckt es dann auf dem 3D-Drucker wieder aus. Der Digitizer wurde heute auf der SXSW vorgestellt, doch auch wenn MakerBot plant, das Gerät auf den Markt zu bringen, sobald die Hardware serienreif ist, so ist es momentan doch nur ein Prototyp, der hier gezeigt wird, an dem noch viel gebastelt und geschraubt wird.

Aber auch wenn der Digitizer Desktop 3D Scanner ein weiterer, wichtiger Schritt für die Salonfähigkeit von 3D-Druckern ist, so wird er sicherlich für eine Menge Diskussionsstoff bei Debatten über das Copyright von Objekten sorgen.

Aber abgesehen von rechtlichen Fragen ist das Teil doch mehr als genial. Neben dem Transporter war der Replikator eine der coolsten Technologien, die Star Trek eingeführt hat – bald kann dann jeder für ein paar tausend Euro so ziemlich alles in der eigenen Kellerwerkstatt replizieren. Die Menschheit hat also die Steinzeit, die Bronzezeit und jetzt also auch das Informationszeitalter hinter sich gelassen – auch wenn “Plastikzeit” irgendwie nicht ganz so toll klingt. Wie auch immer, die Möglichkeiten, die diese Technologie mit sich bringt, sind sehr aufregend. [MakerBot, via Gizmodo.com]

Tags :
  1. Solange die 3d Drucker noch mit Plastic und so drucken ist da ganz und garnix “aufregend”, das hat überhaupt nix mit Replikation zu tun.. das is einfach nur eine Kopie aus Plastik. Und von wegen “Wenn was kaputt ist scannt es und druckts euch neu” .. Scann mir mal nen Fernseher ein und sag mir das der Plastik-Tv dann auch funktioniert .. wirds nämlich nicht, allein deshalb weil alles aus Plastik is und die innereien ebenfalls nicht gescannt wurden.

    1. Das stimmt natürlich, komplexe Dinge aus mehreren Materialien sind nur mit sehr wenigen Geräten und nicht auf dem gebrauchten Niveau anzufertigen, allerdings ist es auch nicht unmöglich.
      Einfache und für den 3D druck angepasste Schaltungen lassen sich sehrwohl Drucken oder mit einem modifizierten 3D Drucker herstellen.

      Aber dennoch finde ich den Laserscanner als nächsten logischen Schritt der Entwicklung wichtig – ich habe mit beispielsweise ein Ersatzteil für eine Dusche, welches leider nicht mehr zu bekommen war, mit einem Laserscanner Marke Eigenbau und einem 3D Drucker ebenfalls Marke eigenbau repliziert. Also ist es irgendwie doch so eine Art “Kopieren” wie man es von Papier gewohnt ist – wenn auch noch nicht auf dem Niveau von StarTrek :)

  2. So ein 3D Scanner ist ja nicht nur für 3D Druck interessant sondern auch generell im Bereich 3D Modellierung. Richtig interessant wird es natürlich erst, wenn man größere Objekte so einscannen kann, denn das kann man vieles aus der realen Welt zum Beispiel zum erstellen einer virtuellen Kopie nutzen. Auch in der Spiele Branche könnte das daher sehr interessant sein und eine Menge Zeit und damit Geld sparen, gerade bei komplexeren Objekten.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising