Menschliche Hirnzellen machen Mäuse intelligenter

labormaus mit spritze shutterstock

Ein Szenario wie in Planet der Affen ist vielleicht gar nicht so unrealistisch, wie wir dachten, aber glücklicherweise - zumindest bis jetzt - sieht es so aus, als wenn unsere Zukünftigen Herrscher deutlich weniger bedrohlich sein werden als Caesar und Co. Das liegt daran, dass Wissenschaftler herausgefunden haben, dass die Injektion von menschlichen Hirnzellen in Mäuse die Tiere tatsächlich intelligenter macht. Na dann: Die Todgeweihten grüßen dich, hyperintelligente Maus mit Knöpfchenaugen.

Das Wissenschafts-Team unter der Führung von Steven Goldman und der Neurobiologin Maiken Nedergaard wollten die Bedeutung von unterstützenden, nicht neuronalen Hirnzellen namens „Gliazellen“ für die Informationsverarbeitung testen. Also haben sie menschliche Stamm-Gliazellen in neugeborene Mäuse injiziert. Diese Stamm-Gliazellen sind in der Lage, alle Arten von Gliazellen zu formen, in diesem Fall waren die wichtigsten Zellen jedoch die sogenannten „Astrozyten“. alle Tiere haben sie, doch die Astrozyten der Menschen sind viel komplexer als die in anderen Tieren. Und es sind genau diese Astrozyten, die menschliche Hirne in einer völlig anderen Liga spielen lassen als die von… nun ja, Mäusen zum Beispiel.

Sechs Monate nach der ersten Injektion hatten die menschlichen Gliazellen die der Maus fast vollständig ersetzt. Unsere Astrozyten haben also das Hirn der Maus eingenommen – und keinen Hehl daraus gemacht: Die Mäuse mit der gesteigerten Hirn-Power schnitten in wissenschaftlichen Tests mit Labyrinthen und bei anderen Aufgaben deutlich besser ab als die Mäuse der Kontrollgruppe.

Während also diese Resultate ein unglaubliches Beispiel für die Komplexen Vorgänge im Hirn liefern (welche wir gerade erst beginnen zu verstehen), so ist es also wahrscheinlich besser, vorsichtig vorzugehen – oder zumindest sehr, sehr nett zu unseren Nagerfreunden zu sein. Denn vielleicht sind sie eines Tages in der Lage, den Gefallen zurückzugeben. Oder eben nicht. [PopSci, via Gizmodo.com]

Bild: Yurchyks / Shutterstock

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