Caltech-Forschung: Kaputte Mikrochips, die trotzdem funktionieren

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Moderne Technologie wird zunehmend kleiner - gleichzeitig aber auch immer weniger robust. Dem wollen Forscher vom Caltech (California Institute of Technology) entgegenwirken: mit einem Mikrochip, der im Fall von teilweiser Zerstörung selbstständig dafür sorgen kann, dass er noch funktioniert. Caltech selbst spricht von „sich selbst heilenden Schaltkreisen“.

Der Mikrochip besteht aus 76 Einzelchips, zusammengefasst auf einem Areal, das kleiner ist als eine 1-Cent-Münze. Darüber hinaus besitzt er eine integrierte Schaltung, die als eine Art Gehirn des Chips fungiert. Zu Testzwecken beschossen die Forscher die Einzelchips mehrmals mit Laserstrahlen, was diesen ordentlich zusetzte. Trotzdem habe der Mikrochip seine Funktion nicht aufgegeben.

Und so funktioniert der „Selbstheilungs“-Prozess: Zahlreiche Sensoren messen Temperatur, Stromfluss und Spannung an mehreren Punkten auf dem Chip. Auf Basis dieser Daten ermittelt die integrierte Schaltung einen Weg um den Schaden herum, quasi eine Umleitung. So kann der Chip auch dann funktionieren, wenn weite Teile seiner Mini-Infrastruktur kaputt sind. Die Technologie könnte in Zukunft vor allem in Smartphones und PCs zum Einsatz kommen und Probleme vermeiden, die beispielsweise durch beschädigte Batterien oder kaputte Transistoren verursacht werden.

[Engadget via Gizmodo.com, Bild von Cessna152/Shutterstock]

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  1. also um ehrlich zu sein, hab ich noch nie kratz-teste mir prozessoren gesehen xd
    keine ahnung, wo der nutzen dieser entwicklung steckt :)

    1. Also ich arbeite in der Fehleranalyse in einem recht bekannten Halbleiterkonzern.
      Einen „Kratztest“ auf Prozessoren oder Chips wirst du in nächster Zeit sicher nicht finden ;-)
      Da der Chip eingegossen ist, sind Kratzer schlichtweg nicht machbar sobald er eingekapselt ist.
      Eher zerspringt noch das ganze Gehäuse.

  2. Sowas wird sowieso nie auf den freien Markt für Konsumenten kommen.
    Konzerne werden einen Teufel tun und Produkte entwickeln, deren Lebensdauer verlängert wird.
    Wie wir alle wissen, ist das Gegenteil der Fall!
    Je kürzer die Festplatten/Akkus/Prozessoren/Möbelstücke/Haushaltsgegenstände/Klamotten etc. pp. halten, desto öfter muss der Konsument nachkaufen, was den Gewinn entsprechend steigert.
    Deswegen werden auch Patente und Entwickler, die eine Innovation dieser oder ähnlicher Art (beständigere Produkte, effizientere Produkte etc.) massiv von einer Multimilliardenindustrie bekämpft, aufgekauft oder auf andere Art verhindert.
    Und für die Zweifler: Das ist keine Paranoia, das ist unser Alltag (und übrigens überall öffentlich nachzulesen)!

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