HiddenApps: Wie ein 15-Jähriger Apples AppStore austrickste

Hacker

Der Prüfungsprozess um Apps für Apples AppStore zu verifizieren gehört zu den gründlichsten in der Branche. Trotzdem schaffte es ein 15-jähriger Deutscher Apple gehörig auszutricksen. Seine App HiddenApps war trotz des Verstoßes gegen mehrere Apple-Richtlinien immerhin eine Woche im AppStore erhältlich bevor Apple eingriff und die App sperrte.

HiddenApps sollte laut seiner Beschreibung Tipps und Tricks zu Apple-Geräten bieten. Dass die App aber viel mehr konnte fiel Apple erst auf, als sie schon einige Tage im Store erhältlich war. Denn HiddenApps konnte Systemanwendungen wie Aktien, Karten oder Zeitungskiosk verstecken. Dafür forderte das Programm den Nutzer auf, die App „Spoof“ herunter zu laden, welches regelmäßig fehlschlug. Dies war jedoch von Anfang an so beabsichtigt. Sobald der Nutzer nun das Icon von Spoof entfernte verschwand auch die zu versteckende Systemanwendung. Allerdings waren alle so versteckten Anwendungen nach einem Neustart des Geräts wieder am alten Ort zu finden.

Der AppStore-Trick

Aber nicht nur das: HiddenApps entfernte auf Wunsch sogar ungeliebte Werbung aus beliebigen Apps. Klar, dass dies Apple ein Dorn im Auge war, schließlich verdient der Milliardenkonzern an der Werbung mit. Wie genau der Junge die App in den AppStore schmuggelte weiß niemand so genau – angeblich auch Apple selbst nicht. Seitdem haben einige Hacker den 15-Jährigen nach seinem Trick gefragt, er selbst will es aber niemanden verraten. Nur so viel: Er nutzte dafür das itms-Protokoll. Jetzt will der junge Deutsche einfach nur seine Ruhe. Denn als Hacker sieht er sich selbst nicht.

Apple selbst hat ihm nun für ein Jahr seinen Entwicklerstatus gesperrt. Und eines scheint sicher: Wenn der Deutsche nach einem Jahr eine zweite App für den Verifizierungsprozess bei Apple anmeldet wird das Unternehmen mit dem angebissenen Apfel ganz genau hinschauen. Ein kleines Happy-End gab es für den jungen Entwickler dennoch – direkt nach der Aktion bat ihm eine Berliner-Software-Firma ein Praktikum an.

[via nzz.ch; Bild: shutterstock]

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  1. „Wie genau der Junge die App in den AppStore schmuggelte weiß niemand so genau“ stimmt doch garnicht! David (so hieß er..) hatte die App einfach nur eingestellt..da war nix groß dabei, der Prüfprozess bei Apple is schon sei jeher der letzte Dünnpfiff und meißtens kommt eigendlich jede App durch.. wird meißtens eher später entfernt dann durch Apple. Siehe die ganzen Modem Apps die es immer mal wieder gibt. Macht da nicht son Fucking Reiserischer Text drauß als ob der Junge was total abnormal neues getan hätte..

    1. Das stimmt doch gar nicht! Jede App wird von Apple genauestens unter die Lupe genommen!1!!!elf! Sonst wäre das doch genauso ein Chaos wie bei Android, und da seien seine heilige Steveness und uns‘ Marco vor!

      1. Sieht man ja wie Apple jede App „genaustens unter die lupe nimmt“, deswegen kommen auch fast wöchentlich neue apps rein die apple dann nachträglich wieder entfernt sobald sie wind davon bekommen, gel? Da gibts soviele Apps die z.b ermöglichen Tethering zu usen usw was jedesmal durch die Kontrollen kam..die Testen Apps nicht, glaub mir.. sonst würd das nicht passieren. Das einzige was die machen is Beschreibung lesen, bilder anchaun, abnicken oder ablehnen..mehr nicht. Und falls du mir nicht glaubst.. lebste halt weiter in deiner Traum Welt ^^

      2. Dingesnkirchen schreibt wieder Müll. Stimmt gar nicht, dass jede App überprüft wird. Auch da gibt es bei der Einstellung nur Stichproben. Und im Nachhinein wird dann etwas genauer kontrolliert. Aber kann man ja nicht wissen, wenn man nur darauf aus ist, alles was mit Apple zu tun hat schlecht zu machen. Und genau deswegen kommt nur Schrott dabei raus, siehe Beispiel A, zweiter Beitrag.

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