Österreicher zeichnen mit 30 Quadrocoptern das Star Trek-Logo in den Londoner Nachthimmel

Vorgestern (23. 3.) war Earth Hour. Weltweit wurden zwischen 20:30 und 21:30 Ortszeit viele öffentliche und private Lichtquellen ausgeschaltet, so auch in London. Eine Künstlergruppe aus Österreich nutze die Gelegenheit für einen Weltrekord: Der Formationsflug des bislang größten koordinierten Quadrocopter-Schwarms unter freiem Himmel. Und so ganz nebenbei wurde damit auch Werbung für den nächsten Star Trek-Film gemacht.

Bereits im vergangenen September sorgte das Ars Electronica Futurelab für Aufsehen, als es bei der Linker Klangwolke (ein jährlich in Linz stattfindendes Freiluftfestival für Kunst und Technologie) einen Schwarm von rund 50 Quadrocoptern über das Festivalgelände fliegen ließ. Diesmal war der Schwarm etwas kleiner, aber dafür exakt aufeinander ausgerichtet.

Insgesamt 30 Flugdrohnen wurden mit LED-Lampen ausgestattet und über Funk von einem zentralen Rechner aus koordiniert. Das Team bezog neben der City Hall in unmittelbarer Nähe zur Londoner Tower Bridge Stellung und steuerte von dort aus den Formationsflug. Zwei große Herausforderungen hatte das Team zu bewältigen: Windböen und Funkstörungen. Aber beides bekamen die Linzer bravourös in Griff.

Um 20:30 ging London „Into Darkness“ (so auch der Titel des neuen Star Trek-Films). Eigentlich war das eine Aktion, die auf den Klimaschutz aufmerksam machen sollte, aber sie passte auch gut zur Handlung des kommenden Films. Als eine Stunde später das Licht wieder nach London zurückkehrte, schalteten auch die perfekt positionierten Quadrocopter ihre LED-Lampen ein, und ein riesiges Star Trek-Logo erschien frei in der Luft schwebend über der Themse, direkt vor der Tower Bridge.

Da natürlich die ans Stromnetz angeschlossenen Power-Scheinwerfer, mit denen die Sehenswürdigkeiten Londons beleuchtet wurden, viel heller sind als die batteriebetriebenen LEDs der Quadrocopter, ist das Logo in diesem Video leider etwas schwer zu sehen. Aber für alle, die live dabei waren, war es sicherlich trotzdem ein beeindruckendes Erlebnis.

[Ars Electronica Blog]

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