Test: Sony A99 – Endlich ein richtiges Kamera-Flaggschiff von Sony

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Sony-Kameras sind mittlerweile in vielen Punkten ebenbürtig mit denen von Canon und Nikon. Bislang traf das aber eher für Kompaktkameras und spiegellose Systemkameras zu. Nun soll die A99 auch im DSLR-Bereich beweisen, was sie kann.

Die Sony A99 kostet ohne Objektiv rund 2.800 Euro und ist mit einem Vollformat-Sensor mit 24,3 Megapixeln ausgestattet. Im Gegensatz zu vielen anderen Vollformatkameras ist sie deutlich kompakter. Die Zielgruppe sind sehr ambitionierte Amateure und Profis.

Design

Die A99 ist in einem Gehäuse untergebracht, dass sich ziemlich stark von anderen Vollformatkameras abhebt. Es ist mit 147 x 11,2 x 78,4 mm recht klein und wiegt 730 Gramm. Im Vergleich – die Canon 5D Mark III wiegt 950 Gramm.

Die Unterschiede sind auch an anderer Stelle zu sehen. Der Griff ist stark ausgeformt und das LCD lässt sich ausklappen und drehen. Sogar die Knöpfe sind gewölbt und fühlen sich deutlich besser an als die der Konkurrenten.

Im Betrieb

Die A99 fühlt sich schon beim Anfassen anders an. Der deutlich ausgeformte Griff ist deutlich komfortabler als alles, was uns bislang untergekommen ist in diesem Marktsegment. Und beim Herumschleppen macht sich das niedrige Gewicht bezahlt.

Beim Fotografieren merkt man, dass der Autofokus der A99 etwas anders arbeitet als das, was man von anderen Kameras gewohnt ist, aber das lässt sich leicht erlernen. Der elektronische Sucher – die A99 ist nämlich keine DSLR mit Klappspiegel – war im Vorfeld ein Punkt, bei dem wir am meisten Bedenken hatten. Der Kameraspiegel ist unbeweglich und lässt Licht hindurch – das auf den dahinterliegenden Sensor fällt. Ein Teil des Lichts wird zum Autofokusmodul gelenkt. Der elektronische OLED Minisucher erreicht eine Auflösung von rund 2.360.000 Bildpunkten. Auch wenn ein elektronischer Sucher einem optischen nicht ganz das Wasser reichen kann – einen unbestreitbaren Vorteil hat er: Der Fotograf sieht schon vorm dem Auslösen, wie das Bild hinsichtlich Belichtung, Weißabgleich und anderen Parametern aussehen wird. Bei Sony ist das Sucherbild etwas farbgesättigter als das endgültige Bild, aber der Sucher ist scharf und lässt sich auch zum Fokussieren gut verwenden.

Die Bildqualität der Kamera – und vor allem die High-ISO-Bilder – ist beeindruckend gut. Bei ISO 6.400 sind die Bilder noch sehr rauscharm. Das Beispielbild zeigt einen 100-Prozent-Ausschnitt. Wenn man es nicht in dieser Ansicht anguckt sondern etwas verkleinert, sieht man das Rauschen praktisch nicht mehr. Die HD-Videoqualität der Kameras ist ebenfalls ziemlich gut. Sony hinkt allerdings Canon in Punkto Videoqualität noch etwas hinterher.

Positiv

Wunderbare Vollformat-DSLR-Fotografie in einem kompakten Gehäuse

Negativ

Auch wenn die Kamera einzigartig ist und in vielen Punkten der Konkurrenz überlegen, ist der Unterschied dann doch nicht so groß, dass man unbedingt vom Mainstream abweichen will – zumal die Konkurrenz das deutlich größere Objektivangebot hat. Und der OLED-Sucher ist zwar mehr als ausreichend zum Fotografieren, aber dadurch wirkt die Kamera nicht wie wirklich wie ein Vollformat-Spitzenmodell.

Gizrank: 3 von 5 Sternen

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Fazit

Die Sony A99 ist eine sehr nette Kamera. Aber nicht nett genug. Ihre Leistung ist nicht so heraussragend, dass man dafür 2.800 Euro (zzgl. Objektiv) ausgeben will. Wer eine sehr kleine und leichte DSLR mit Vollformat-Sensor will, der sollte sich die exzellente und deutlich günstigere Nikon D600 ansehen, wenn es vornehmlich um Fotos geht oder die Canon 6D, wenn Videos wichtiger sind.

Sony A99 – Technische Daten

• Preis: 2.800 Euro für den Body
• Sensor: 24,3 Megapixel, Vollformat (35,8 x 23,9mm)
• Max ISO: 25.600
• Bildgröße: 6000 x 3376 Pixel
• Video: 1920 x 1080 60/24fps
• Display: 1.228.800 Bildpunkte, 3 Zoll (7,62 cm)
• Gewicht : leer rund 730 Gramm

[Via gizmodo.com]

Test_Sony_A99

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Sony A99
Tags :
  1. Bitte den grammatischen Fehler korrigieren! Block „In Betrieb“ – letzter Satz.
    Sony hingt allerdings Canon in Punkto Videoqulität noch etwas hinterher.
    Es sollte allerdings besser hinkt geschrieben wrden, da es von hinken kommt.
    Gruß Werner Schmidt

  2. Guten Tag,

    ich finde es schade auf einer so guten Seite einen so unobjektiven und zum Teil mit unqaulifizierten Aussagen gespickten Artikel lesen zu müssen.
    Da wäre z.B. das alle, die keine 1080p50 im Videomodus bieten, Sony nachhinken und nicht umgekehrt. Die 6D hat nicht mal einen Kopfhöreranschluss, was immens wichtig ist für ernsthafte Videografie.
    Was soll überhaupt die aussage „vom Mainstream abweichen“ für eine Bedeutung haben um gut zu sein, das ist doch kein Kriterium.
    Ich will doch nicht meinen Namen tanzen mit der Kamera sondern erwarte bestimmte Funktionen die Sie mehr als erfüllt.

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