6 Gründe, warum Google Keep Evernote nicht ersetzen kann

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Seitdem Google seinen Notizzetteldienst Keep vorgestellt hat, fragt sich jeder: Hat Google nun Evernote geschlagen? Wir denken nicht, dass der Newcomer das Zeug hat, den Branchenprimus das Wasser zu reichen.

Der Minimalismus von Google Keep ist seine größte Schwäche. Nach Googles eigener Darstellung ist es ein Ersatz für beschriftbare Klebezettel. Google Keep soll eine einfache Möglichkeit bieten, Geistesblitze aufzuschreiben und über alle Geräte hinweg nutzen zu können. Vielleicht fehlen Google Keep zahllose Funktionen, weil die Anwendung noch so neu ist.

Verhält sich Dritten nicht wohlgesonnen

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Google Keep ist dafür gedacht, nur von euch genutzt zu werden, während Evernote viele Sharingoptionen besitzt. Google Keep erlaubt das Erstellen von Notizen mit Text und Bildern während Evernote auch Dokumente wie PDFs, Office-Dateien und Tonaufnahmen sichert. Google Keep als Webapplikation lässt euch die gespeicherten Ideen bislang mit niemand anderem teilen. Die Android-Version ermöglicht es immerhin die Notizen in eine Email zu packen, zu twittern oder auf Facebook zu posten. Schön wären Links auf die Notizen, die man an andere weitergeben kann. Bei Google Docs geht das ja auch.

Kein ordentlicher Link-Speicher

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Wenn man die Evernote Browsererweiterung einmal installiert hat, kann man problemlos alles abspeichern, was man im Internet findet. Einfach den Text markieren, den Knopf drücken und das Ganze landet in Evernote inklusive Link auf die Ursprungsseite. Das kann auch instapaper, pinterest und wie sie alle heißen. Nur mit Google Keep funktioniert das nicht. Hier muss man mühsam die Zwischenablage verwenden.

Keep kann keine Bilder aus dem Web heraus speichern

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Nehmen wir an ihr habt im Web eine schöne Grafik gefunden, die ihr in Google Keep speichern wollt. Dann müsst ihr erst das Bild herunterladen um es dann bei Google Keep wieder hochzuladen. Wieso kann Google Keep nicht auf die Angabe der Bild URL die Grafik selbst ziehen?

Textformatierungen gibt es nicht

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Google Keep ermöglicht das farbliche Markieren von Notizen, was die Arbeit erleichtern kann – vor allem bei der Android-App sieht das sehr hübsch aus. Aber hier hören die Formatierungsmöglichkeiten von Google Keep schon auf.

Natürlich kann man jederzeit ein Google Docs Dokument öffnen und beliebige Formatierungen im Text vornehmen, aber es wäre schön, wenn das auch in Google Keep direkt ginge.

Google Keep hilft euch nicht beim Organisieren eurer Gedanken

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Evernote lässt euch eure Notizen in unterschiedlichen Notizbüchern ablegen, während Google Keep einfach einen großen Haufen Notizzettel hütet, die nur nach Datum geordnet sind. Das ist ein Riesenproblem. Nehmen wir einmal an, ihr habt mehrere Interessen und sammelt Notizen dafür. Bei Keep kann man sie bildlich gesprochen nicht auf mehrere Haufen legen.

Google Keep besitzt keinen Offline-Modus

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Sowohl von Evernote als auch von Google Drive gibt es Desktop-Clients, mit denen man Daten speichern kann, auch wenn man einmal keine Internet-Verbindung besitzt. Bei Keep müsst ihr hingegen online sein.

Fazit

Keep ist kein Überflieger, aber auch irgendwie mit Evernote nicht wirklich in einer Liga. Es kann sein, dass Google Keep einfach ein minimalistischer Notizzettel mit Onlineanbindung sein soll. Aber vermutlich werden viele Leute den Funktionsumfang als zu knapp bemessen empfinden. Google hat vieles weggelassen – ob bewusst oder unbewusst – so dass Google Keep den schalen Beigeschmack des Unfertigen hinterlässt. Vielleicht rüstet Google aber noch nach.

[Via gizmodo.com, Google Keep, Evernote]

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  1. Also ich habe schon ewig ein simples gutes Notizapp gesucht. Und Keep hat genau den richtigen Umfang. Evernote ist mir zu umfangreich wenn ich mir nur einen Straßennamen zB aufschreiben möchte.
    Evernote ist dafür viel besser um Ideen zu sammeln.

    1. Ja. Genau das ist der Grund, wieso Google nicht so wie Evernote alles in einen Dienst packt. Weil viele Leute das lieber getrennt haben wollen.
      Google hat jedoch insgesamt um einiges mehr an Produktvielfalt als Evernote. Also macht mir hier nicht Google hinunter (ich mein nicht dein Kommentar sondern den Blog).

  2. Ich sehe das so wie Nico.
    Ein kleines, feines Tool, um Dinge wie Einkaufslisten oder Filme, die ich mir ausleihen will, zu notieren.
    Bisher nutzte ich dafür die Windows Notizzettel und/oder Google Drive (als Textdokument).
    Keep ist perfekt für mich.

  3. Ich meine auch, Google Keep wird Evernote den Rang ablaufen. Kommentar oder Bilder kann man schon mit einarbeiten, und so finde ich schon mal gut

    1. Ja! Genau das meine ich. Habe ich auch geschrieben. Google muss man wenn dann als ganzes sehen. Die was Google Keep mit Evernote vergleichen, die spinnen doch. Die sollen mal die ganze Produktvielfalt von Google mit Evernote vergleichen, dann werden sie schon sehen, wie sie mit ihren Behauptungen Unrecht haben.

  4. Also das stimmt überhaupt nicht, dass Google zu wenig Funktionsumfang hat. Vielleicht ist Google Keep als einzelner Dienst recht einfach gehalten, das mag schon sein. Aber genau für die anderen Sachen wie Dokumente erstellen oder Links (ohne Zwischenablage) speichern gibt es doch Google Drive (gehört im Prinzip mit Google Keep zusammen) und Google Chrome. Und Google hat auch sonst noch sehr viele weitere Dienste. Google muss man wenn dann als Ganzes sehen. Und wenn man Google mit Evernote vergleicht hat Google um einiges mehr an Produktvielfalt.
    Also kommt mir ja nicht mit einem Vergleich zwischen Evernote und Google Keep sondern wenn dann ein Vergleich zwischen Evernote und Google. Das hat schon einen Grund, wieso Google seine Produkte nicht wie Evernote in einen einzigen Dienst drückt.

  5. Grundsätzlich bevorzuge ich Google Dienste, da hier meine Daten zusammenlaufen und die Interaktion zwischen den einzelnen Diensten hervorragend klappt.

    Schade finde ich, dass es noch keine IPhone App gibt. Bislang leider nur für Android zu haben, oder eben auf dem PC.

    Was mir wirklich fehlt ist das Teilen von Notizen. Ich würde beispielsweise gerne einen Einkaufszettel zwischen meinem Account und dem meiner Frau sharen, damit diesen beide bearbeiten können ohne dass man den ganzen Account sharen muss.

    Das Ordnen von Notizen in logischen Einheiten fehlt mir leider auch noch. Schön fände ich auch, wenn sich einzelne Listenpunkte einrücken ließen, um so kenntlich zu machen, dass diese einer Kategorie innerhalb der Liste angehören (Beispiel Einkaufszettel: Ein Listenpunkt Obst/Gemüse und darunter etwas eingerückt alles was man aus dieser Abteilung einkaufen soll)

    Natürlich fehlt auch noch die Integration in andere Anwendungen wie Calendar (z.B. terminierte Aufgaben die man direkt in Keep erstellen könnte).

    Ich vermute sehr stark, dass Google hier noch nachlegen wird. Nachdem vor ca. 2 Jahren der Dienst Google Notebook eingestampft wurde glaube ich nicht, dass man das dieses Projekt hier aus der Wiege hebt um es dann ähnlich wieder verkümmern zu lassen.

  6. ich denke jeder hat seine Anforderungen jeder muss selber herausfinden welche Anforderungen er hat und welche erfüllt werden beide apps sind zu empfehlen es kommt auf die Bedürfnisse an!

  7. also ich mag Keep sehr gerne, besonders weil es einfach klein ist!
    Und eins zwei punkte sind ja hier auch nicht so ganz zutreffend, finde ich zumindest

    Farben können kategorisieren.. :-)
    Ich hab zwar keine einzelnen notizhefte in denen ich meine notizen einsortieren kann, .. dafür kategorisiere ich sie nach farben… reicht mir vollkommen…

    Natürlich auch offline…
    offline, uptodate über drive… geht auch (und ich erinnere mich daran, dass ich da bei evernote und anderen ab und zu probleme hatte, sobald es um mehrere geräte ging)

    Kein ordendlicher link speicher?
    Naja.. die funktion eines extra brwoser plugins mit in die grundliste zu nehmen ist nicht wirklich die feine art, oder?

    Teilen geht auch..

    also auch wen dein eintrag ein wenig älter ist, wie ich gerade sehe…
    so mal aus dem jetzt betrachtet schein das irgendwie ein „ich mag google nicht und deswegen schreibe ich erstmal gegen alles was, was google raus bringt“ eintrag zu sein…
    (ich mag google aber aber mag auch andere…. also ich bin jetzt nicht unbedingt der google-kämpfer)
    aber vielleicht würde ein update deines blogs mal ganz gut tun.. :)

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