Test: Bioshock Infinite – Action mit Aussicht

BioShock Infinite gizranked

In der Wolkenstadt Columbia von Bioshock Infinite ist nichts so wie es scheint: Die Suche nach einem mysteriösen Mädchen führt Pinkerton-Söldner Booker DeWitt zum Grauen unter dem Zuckerguss.

Bioshock Infinite – Bombastische Wolkenphantasie

Atmosphärisch zieht Bioshock Infinite von Anfang an alle Register: In einem grandios aufgemachten Columbia, dessen bonbonfarbener Anstrich an Zuckerwatte inklusive Zahnschmerzen erinnert, wird so ziemlich jedes Klischee (westlicher) Kultur zitiert und persifliert, was nicht bei drei in den ewig weißen Wolken um die Stadt verschwunden ist.

Dabei gibt die bedrohlich heitere Steampunkmetropole in Bioshock Infinite eine großartige Kulisse für Booker DeWitts Suche nach Elisabeth. Die schrägen Bewohner Columbias wurden mit viel Liebe zum Detail in Szene gesetzt. Manche Einfälle in Bioshock Infinite sind wieder richtig böse, auch wenn dieses Mal der Gruselfaktor unter einer gehörigen Portion Zuckerguss versteckt ist. So brutal wie einst in Bioshock Rapture geht es in Bioshock Infinite nur noch an wenigen Stellen zu.

Columbia - Stadt der Monumente

Steampunk trifft Pioniergeist trifft Raketenwerfer

Mit dem Flair der Geschichte von Bioshock Infinite dürften die Entwickler ihre Zielgruppe voll abgeholt haben. Da treffen viktorianische Elemente auf  Mythen aus der amerikanischen Pionierzeit, wundersame Technologie auf den guten alten Unterdrückerstaat.  Zwischendrin findet deWitt noch Raketenwerfer und Zaubersprüche, oder lässt Elisabeth Portale zu Paralleldimensionen öffnen. All das schreit herrlich übertrieben nach „Nerd-Phantasie“, und ist dabei über weite Strecken perfekt inszeniert. So packend hat das zuletzt Half Life 2 inklusive Addons hinbekommen.

Die sympathischste Begleiterin seit 2004

Half Life 2 ist auch deswegen ein gutes Stichwort, weil Bioshock Infinite neue Maßstäbe in der Interaktion mit dem begleitenden NPC setzt. Was damals mit Alyx Vance in Sachen Glaubwürdigkeit und charakterlicher Ausarbeitung geleistet wurde, wird 2013 mit Elisabeth auf ein neues Level gehoben. Vorbei das nervige Gefühl alter Zeiten, das halbe Spiel hindurch einen Klotz am Bein hängen zu haben, der in kritischen Situationen sowieso immer stirbt und ansonsten so hilfreich ist wie ein Fünfjähriger beim Rugbymatch. Elisabeth ist klug, freundlich und lebendig, und macht sich in Kampfsituationen durch Munitionsnachschub und Healthpacks sogar außerordentlich nützlich.

Elisabeth

1 – Atmosphäre und Spielgefühl
2 – Gameplay und Schwierigkeitsgrad
3 – Fazit und Galerie

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