Mehrbildschirm-Arbeitsplatz verfolgt Augenbewegungen

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Heutzutage sind Mehrbildschirm-Arbeitsplätze mehr die Regel als die Ausnahme. Trotz des Komfortgewinns kann es auch ganz schön nerven, wenn auf allen Bildschirmen Programme und Meldungen blinken und so unsere Aufmerksamkeit fordern. Die Windows-Software Diff Displays soll das Problem beheben und analysiert dazu eure Augenbewegungen mit einer Kamera. Hinweise auf Änderungen in Displays, die eure Aufmerksamkeit erfordern, sollen euch dennoch nicht durch die Lappen gehen.

Mit der Hilfe einer Eye-Tracking-Programms haben Forscher der Uni St. Andrews eine Möglichkeit entwickelt, Displays zu dimmen und einzufrieren, die der Nutzer im Moment nicht ansieht. Wenn der Blick des Benutzers wandert, wird auch das entsprechende Display aktiviert. Auch wenn Eye-Tracking noch in den relativ stark in den Kinderschuhen steckt, ist Per Ola Kristensson von der Uni St. Andrews von der Erkennungsrate überzeugt: Sie liegt bei 98 Prozent. Doch das ist natürlich noch nicht alles. Wenn sich etwas auf einem Bildschirm ändert, den ihr gerade nicht anschaut, soll euer Blick mit subtilen Hinweisen zum Ort des Geschehens gelenkt werden.

Das Programm bietet vier unterschiedliche Methoden, Informationsveränderungen zu visualisieren, die in dem Video auch detailliert aufgelistet werden. In Tests zeigte sich, dass die Pixmap-Technik, die Informationen auf Pixelebene hervorhebt, die angenehmste ist. Jeder Anzeigenwechsel auf dem Bildschirm erzeugt dabei einen weißen feinen Pixelrand um die Objekte herum, mit dem man erkennen kann, was sich verändert hat. Das soll Zeit sparen und die mitunter hektische Absuche des Bildschirms nach Veränderungen verhindern. Die drei anderen Techniken variieren die Idee etwas und heben zum Beispiel den ganzen Fensterrand einer Anwendung hervor, in der sich etwas getan hat.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis weitere Programme erscheinen, die ähnlich wie Diff Displays funktionieren. Die Windows-Software gibt es übrigens auf der Website Computer Human Interaction der University of St. Andrews kostenlos zum Download.

[MIT Technology Review, gizmodo.com]

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