So klang der Urknall

BigBang

John Cramer, Wissenschaftler der Universität von Washington in Seattle, hat Satellitendaten über Temperaturunterschiede der kosmischen Hintergrundstrahlung ausgewertet. Das Resultat ist kein großer Schritt für die Menschheit, aber man kann es sich anhören: Der Big Bang Sound 100.

Eine Mutter aus Pennsylvania hatte Cramer die Frage gestellt, ob der Ton des Urknalls irgendwo aufgezeichnet sei. Ihr elfjähriger Sohn brauche das für ein Schulprojekt. Damals musste Cramer das  verneinen, zum Zeitpunkt der Entstehung des Universums waren wohl nur wenige Audiorekorder im “Raum”.

Die Frage brachte ihn aber auf die Idee, Daten der kosmischen Hintergrundstrahlung auf Temperaturschwankungen zu untersuchen. Die Strahlung gilt als frühestes Zeugnis unseres Universums und als “Echo” oder “Fingerabdruck” des Urknalls. Die Änderungen in der Wellenlänge übersetzte Cramer dann per Computerprogramm in Töne. Das war bereits 2003, der neue Sound beruht auf den genaueren Messdaten des Planck Satellitenprojektes der ESA.

So hört sich das also an, wenn ein Universum entsteht. Klingt ein bisschen wie Dubstep.

[John G. Cramer, ESA Planck], via [SciTechDaily] / (Bild: Igor Zh. / shutterstock)

(c) John G. Cramer – 2013

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  1. irgenwie schizophren das ganze… ich nehme an, in einem luftleeren raum wird man kaum etwas hören da kein medium da ist, um es zu tragen… wenn man jedoch annimmt, dass es theoretisch so geklungen hat, wenn es dann möglich gewesen wäre, ja dann… aber es war vermutlich nicht so… :) also was solls…

  2. Adam, zunächst mal scheinst Du die Bedeutung des Wortes “schizophren” nicht zu kennen, denn der Begriff macht in diesem Zusammenhang überhaupt keinen Sinn. Des Weiteren hast Du offenbar den Artikel nicht gelesen, denn darin steht mitnichten, dass der Urknall so geklungen haben mag, sondern lediglich, dass ein Wissenschaftler die kosmische Hintergrundstrahlung in Töne umgesetzt hat. Es hörte sich also nicht nur vermutlich nicht so an, sondern ganz bestimmt, was Deinen Kommentar völlig unnötig macht.

    1. Genau genommen steht im Text nicht, dass sich der Urknall GENAU so angehört hat.
      Eigentlich steht dort indirekt, dass er abweichen kann/muss.
      Wenn du dir diesen Abschnitt: “der neue Sound beruht auf den genaueren Messdaten des Planck Satellitenprojektes der ESA” durch den Kopf gehen lässt, ist es (schon allein dadurch, dass wir nicht alle Daten empfangen können) durchaus möglich, dass der Urknall (ganz) anders geklungen hat.
      Abgesehen davon konnte man den Urknall, wie adam schon schrieb, höchstens innerhalb des Geschehens wahrnehmen, da außerhalb kein Übertragungsmedium vorhanden war.
      Ob es jetzt irrelevant ist oder nicht, darüber lässt sich philosophieren (die neugierde des Menschen verlangt es eigentlich, der Nutzen erschließt sich mir allerdings nicht). Es wird ja auch schon versucht, den Sound unserer Sonne darzustellen.
      Abgesehen davon ist es so wie so nahezu unmöglich etwas genau aufzuzeichnen, da einfach zu viele Variablen im Spiel sind. Auch auf das Menschliche Gehör kann man nicht vertrauen, da jeder Mensch seine Umgebung anders wahrnimmt… aber ich schweife ab.

      1. sry
        hab bei deinem Kommentar folgendes gelesen:
        Es hörte sich also nicht nur vermutlich so an, sondern ganz bestimmt.
        Das macht dann wohl auch meinen Beitrag unnötig :)

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